Wie woom Europas erfolgreichste Kinderrad-Marke aufgebaut hat – mit Christian Bezdeka
Shownotes
Vom kleinen Garagen-Projekt in Wien zum weltweiten Marktführer bei Kinderfahrrädern: Designer Christian Bezdeka hat mit woom eine beeindruckende Erfolgsgeschichte hingelegt. Im Gespräch mit Romy teilt er exklusive Einblicke in die Anfänge vor 13 Jahren und erklärt, warum Kinderfahrräder in der Industrie jahrzehntelang stiefmütterlich behandelt wurden. Christian räumt mit der Vorstellung auf, dass ein Produkt jemals final ausgereift ist: Er spricht über das akribische Datensammeln für die perfekte Ergonomie, die enormen Herausforderungen beim Aufbau einer eigenen Komponenten-Produktion und warum das erste woom-Modell aus heutiger Sicht für ihn „grottenschlecht“ war. Außerdem erfahrt ihr, wie das Gründerinnen-Duo woom rein über Kundinnen-Empfehlungen skaliert hat, wie sie den Spagat zwischen Online-D2C und dem klassischen Handel meistern und warum Christian mit „poptop“ bereits die nächste verstaubte Branche aufmischt.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ich hab mit Christian Betzdecker gesprochen.
00:00:01: Christian ist einer der beiden Gründer von Boombikes und das sagt euch bestimmt was, Boombipes wurde nämlich innerhalb von dreizehn Jahren seit der Gründung in zwanzig dreizehnt zum Weltmarktführer für Kinderfahrräder.
00:00:14: und wahrscheinlich geht es vielen von euch so wie mir dass man denkt In den letzten Jahren gab es da nicht schon einen unglaublich besetzten Markt.
00:00:23: Anscheinend nicht oder ihn gab's, aber Christian ist vor allem mit dem Ansatz rangegangen, dass er gesagt hat, der hat ganz viel schlecht gemacht und mit wenig Liebe und es wurden einfach nur erwachsenen Fahrräder kleingeschraubt – das passt nicht für die Bedürfnisse von Kindern!
00:00:39: Und anscheinend hatten sie damit sehr recht, denn jedes zweite verkaufte Rad in Österreich kommt von Wohm jedes vierte in Deutschland und so wurden sie eben auch zum Weltmarktführer.
00:00:47: Sie verkaufen ihre Räder mittlerweile in über dreißig Ländern, auch in den USA, in China und haben damit einfach eine unglaubliche Erfolgsgeschichte hingelegt.
00:00:56: letztes Jahr haben sie hundertfünfzig Millionen Euro Umsatz gemacht und Christian hat mir erzählt wie sie dahin gekommen sind.
00:01:02: er hat über die Großmomente gesprochen über die großen Schritte wie sie überhaupt angefangen haben aber auch über Ja, dunklen Momente die es auch in so einer strahlenden Geschichte gibt.
00:01:12: Ich fand's unglaublich spannend.
00:01:14: er kam extra aus Wien und hat uns einmal mitgenommen in diese Erfolgsgeschichte die glaube ich auch sehr vielen Mut macht auch doch an ihre Träume zu glauben Ideen umzusetzen Und auch wirklich krasse Jobs die sie vorher hatten einfach mal dafür sausen zu lassen.
00:01:29: Deswegen wünsche ich jetzt ganz viel Spaß mit der Folge und ich hoffe ihr geht so inspiriert raus wie ich auch bin.
00:01:37: Hallo lieber Christian!
00:01:38: Ich freue mich sehr, dass du heute hier bist.
00:01:41: Du hast einen sehr weiten Weg aus Wien auf dich genommen.
00:01:43: das erdnst natürlich noch umso mehr um heute über ein sehr schönes Produkt zu sprechen was auch Menschen wie mir ohne Kinder schon... unglaublich oft aufgefallen ist.
00:01:53: Nämlich über eure Fahrräder, über WUM und wie es dazu gekommen ist.
00:01:58: Unglaublich schöne Geschichte auch von euch beiden!
00:02:01: Willst du uns kurz mal zu dir mitnehmen?
00:02:03: Wie war euer Hintergrund?
00:02:05: Wann habt ihr damit gestartet?
00:02:06: Und was ist WUM?
00:02:07: für alle die es noch nicht gesehen oder gehört haben kann ich mir mal kommen vorstellen dass es da viele gibt.
00:02:12: wir blenden auch ein Fahrrad natürlich direkt rein.
00:02:14: Sehr gut also vielen Dank das ich hier sein darf.
00:02:17: danke für die Einladung.
00:02:19: Ich bin wirklich von Wien hierher nach Hamburg geflogen, aber mir ist jeder Gelegenheit recht, nach Hamburg zu kommen.
00:02:27: Ich liebe es hier!
00:02:28: Ich freue mich heute ausnahmsweise mal keine Regen und genieße die Zeit.
00:02:34: Bleibt jetzt noch zwei Tage mit meiner Frau und mir kommt die Ausrede herrecht, herkommen zu können.
00:02:42: Ja also WUM-Bikes kennen wahrscheinlich die meisten.
00:02:47: Wir machen hochwertige Kinderfahrräder.
00:02:53: Deine Frage war, wie kam es dazu?
00:02:57: Uns gibt's jetzt seit dreizehn Jahren.
00:02:59: wir sind Weltmarktführer.
00:03:01: bei Kinder Fahrrädern waren das aber natürlich nicht von Anfang an und vor dreizehn Jahren haben wir sehr klein gestartet.
00:03:09: losgegangen ist das Ganze Wie ich zum ersten Mal Vater wurde.
00:03:15: Ich bin Industriedesigner habe davor ein kleines, feines Designbüro gehabt.
00:03:20: Bevor ich umgemacht hab, habe viel in der Fahrradbranche gearbeitet für internationale Unternehmen und war immer in Österreich radelnarisch also ein Fahrrad-Nerd würde ich sagen.
00:03:34: Ich bin viel Fahrrad gefahren soviel ging und wie ich dann zum ersten mal Papa wurde begonnen zu recherchieren, was es so an Kinderrädern gibt und was ich gesehen habe und gefunden hab.
00:03:48: Das hat nicht meinen Erwartungen entsprochen.
00:03:52: Und dann habe ich begonnen mir Gedanken zu machen, was könnte man denn da eigentlich besser machen?
00:03:59: Und diese Gedanken sind dann schnell zur Papier geworden.
00:04:03: Ich habe begonnen, zu zeichnen, habe Prototypen gebaut das die Möglichkeit hatte ich halt durch meine Industrieverbindung.
00:04:14: Und wie es aber so kommt, also als Industrie-Designer ist man ein Produktfuzi.
00:04:22: Da ist man da Produktneuert und ein Produktneut ist nie zufrieden mit einem Produkt.
00:04:27: Das gibt's gar nicht!
00:04:28: Also ich bin nie zu frieden mit dem was ich mache sondern ich sehe immer gleich die nächsten Möglichkeiten.
00:04:33: und was noch alles ginge.
00:04:36: Man kann sich... Es gibt kein perfektes Produkt.
00:04:38: Es gibt nur eine Annäherungskurve an Perfektion.
00:04:45: Da habe ich zum Glück, zum rechten Zeit am rechten Ort den Markus Ilnfeld kennengelernt.
00:04:52: Der kommt aus dem Marketing und der ist das Salesky Und mit ihm gemeinsam hat das ganze dann auch wirklich Fahrt aufgenommen.
00:05:03: Gemeinsam haben wir dann im Jahr hier in Wombikes geründet und in Markus Garage begonnen mit sehr viel Neuvidät und sehr viel persönlichen Einsatz sowieso, aber sehr viel Schweiß und Tränen.
00:05:19: Die ersten Räder zu verkaufen – die erste Produktionsscharge waren nochmal fünfzig Stück, die waren sehr schnell weg.
00:05:26: Und dann haben wir gesehen, na gut, da machen wir halt noch mehr und mehr und so ... Das ist in der Natschell, ist an Wohnt raus geworden?
00:05:33: War direkt die Idee da eine Marke daraus zu machen oder war es auch erstmal so der Eigennutz für die eigenen Kinder?
00:05:41: Ja also... Der Name WUM und auch das Logo WUM habe ich wirklich schon für die eigenen Kinder entworfen, weil ich mir gedacht hab, es muss wie eine Marke sein.
00:05:51: Und der Anspruch war auch immer als Designer ein sehr hoher.
00:05:55: Also... ...und hab das VINA internationale Marke entworgen.
00:06:01: Und dass der Name dann noch frei war und wir dann irgendwo auch eine URL bekommen konnten und den Namen schützen konnten international, das war pures Glück!
00:06:11: Wie viel Zeit ist Verstrichen von dem Moment, die Idee?
00:06:14: Die ersten Zeichnungen von den Rädern zu das die dann wirklich auch fertig produziert bei euch in der Garage standen.
00:06:20: Naja so zwei zweieinhalb Jahre hat es gedauert.
00:06:25: Ja
00:06:25: was war?
00:06:26: du sagst gerade so Du siehst als Designer immer nur eine Annäherung an das perfekte Produkt hast.
00:06:31: du War das Fahrrad des Kinderfahrrad für dich.
00:06:34: was Besonderes in der Hinsicht dass du gesagt hast naja das ist ganz weit weg Perfektion.
00:06:42: Oder war es eher so, dass du gesagt hast eigentlich noch eine Auswahl zwischen fünf anderen Produkten gehabt?
00:06:47: Also die Kinderfahrräder, die es gab, die waren sehr weit weg von Perfektion.
00:06:52: und da habe ich ... das hat mich einfach gejuckt, da was zu machen weil so offensichtlich war, dass man da mit der relativ einfachen Maßnahmen etwas besser machen kann Perfekten Produkt.
00:07:10: Wir haben in den ersten zehn Jahren, glaube ich, zehn Iterationen, zehn Updates von unseren Rädern gebracht.
00:07:19: Also wir haben nie aufgehört besser zu werden und auch nie dazu zu lernen.
00:07:25: Wir hatten direkt einen Endkunden verkauft, haben da irrsinnig viele Gespräche geführt, wir haben selber persönlich wahnsinnig vielen Kindern Fahrradfahren beigebracht und da lernst ihr irrsimmig viel!
00:07:36: Und das haben wir wieder zurück ins Produkt gebracht und haben das Produkt immer verbessert.
00:07:40: Also wir versuchen uns da anzunehren, an diese Perfektion.
00:07:47: mittlerweile macht es ein großes Entwicklungsteam.
00:07:49: also dann irgendwann habe ich begonnen Leute dazu zu holen, Designer, Ingenieure, Produktmanager und hab einen Team aufgebaut dass sozusagen dieser Perfektion irgendwo hinterher jagt was man glaube ich tatsächlich nie erreicht, weil die Welt sich auch weiterdreht und du bringst ein Produkt auf den Markt.
00:08:12: Und die Welt dreht sich weiter?
00:08:14: Was waren so die größten Punkte, die du direkt gesehen hast, die für dich einfach bei Kinderfahrrädern nicht gestimmt hat ist... Ich finde es total überraschend das zu hören, weil man ja irgendwie denkt okay wie viel Jahrzehnte oder wahrscheinlich Jahrhunderte gibt's schon Fahrräder, dass so ein Produkt dann noch nicht ausgereift ist oder soweit weg auch von einem erwachsenen Rad.
00:08:37: Ich glaube, da war ja für euch so der Gap das ihr gesagt habt.
00:08:39: Der Erwachsenenräder sind viel weiter als das Kinderrad und es wird einfach zu...
00:08:44: Ja, das verstehe ich, dass das völlig unverständlich ist und eigentlich ist es das auch.
00:08:50: aber dazu muss man vielleicht verstehen wie Kinderfahrräder in der Fahrradbranche behandelt wurden?
00:08:57: In der Fahrtbranche und ich war ja selber als Externatisiner internationale Unternehmen tätig.
00:09:05: Und da wurde ich immer engagiert für sehr teure Fahrräder, High-End-Fahrräder meistens Carbon-Räder und das richtig teure Zeug weil dort wird dann das Neue entwickelt.
00:09:19: den heißen Scheiß auf der Messe finde es bei den ganz teuren Rädern.
00:09:23: Und so nach ein zwei Jahren findest du das auch bei den Rätern für die Normalsterblichen und irgendwann einmal kommt das auch zu den Kinderrädern.
00:09:32: Und das, was wir entwickelt haben war aber eigentlich immer für den Rennsport.
00:09:38: Und dieses Rennsportthema wird dann sozusagen kleingeschrumpft auf die Kinder.
00:09:45: und da muss man kein Skyrocket-Science sein, dass du wenn du als Kind zum Beginnst Rad fahren zu lernen sind deine größten Probleme, dass Du mal gerade ausfährst und die Balance hältst aber nicht der Leistungsanspruch, den einen
00:10:01: neuen
00:10:01: Fahrer hat.
00:10:04: Und entsprechend unpassend waren die Räder.
00:10:07: und auch margenmäßig sind die Kinderräder immer so ein Mini-Thema gewesen bei den Radfirmen.
00:10:16: Der Fokus, die Energie ist immer auf das Erwachsenenrad gegangen.
00:10:21: Dann irgendwann mal ist es losgegangen mit den E-Bikes zuvor zwanzig Jahren und dann haben die Firmen da die Energie drauf gesetzt.
00:10:32: also Das Kinderrad ist immer so steilstiefmütterlich behandelt worden.
00:10:36: Und ich fand, dass es für meine Kinder nicht das Richtige ... Da wünsche ich mir was anderes!
00:10:41: Die größten Marken als ihr damit angefangen habt für Kinderräder waren das Marken die auch auf Kinderrädern spezialisiert waren?
00:10:48: Oder waren das eigentlich fast alles Räder oder Marken, die eben erwachsenen Räders gemacht haben und das war so ein Nebenprodukt?
00:10:55: Ja, es gab vor allem Räda von erwachsenen Marken.
00:11:01: Es gab ein paar spezialisierte Kinderratmarken, da verstehe ich nicht dass die keine besseren Produkte gemacht haben.
00:11:07: Die haben einfach mangelungskonkurrenz vierzig Jahre desselbe Zeug produziert.
00:11:15: und die Räder um zu deiner ursprünglichen Frage zurückzukommen, die waren extrem schwer, extrem schwer!
00:11:24: Und das ist nicht gut für ein Kind weil wenn du vergleichst wie Wenn du das Gewicht vom Rad im Vergleich zum Körpergewicht setzt, ist es beim Kind ganz extrem.
00:11:36: Das wäre raufgerechnet auf dem Erwachsenen so wie wenn du jetzt mit einem Moped... Da gab's ja voll diese Drehtmopets mit sowas zum Radfahren beginnen müsstest also Katastrophe.
00:11:49: Gewicht ist wahnsinnig wichtig aber auch Die Ergonomie war offensichtlich falsch.
00:11:56: Und das beginnt schon mit der Körperposition, wo der Körperschwerpunkt ist?
00:12:01: in welcher Position das Gleichgewicht?
00:12:03: zu organisch aber auch so was wie Settle viel zu groß völlig umpassend.
00:12:07: Kurbeln viel zu lang betale zu breit Cufaktor zu groß Das ist der Abstand sozusagen die Beckenbreite oder der Abstand zwischen den Betalen wo die Füße sind.
00:12:19: Bremshebel viel zu lange.
00:12:22: Griff durchmesser Du musst dir vorstellen, bevor es Wurm gab hat man für Kinderräder die gleichen Lenkerturchmesser und Griffdurchmessers verwendet wie für Kinder-Räder.
00:12:33: Das ist ja klar dass das nicht passt.
00:12:35: Das erkennt meine Oma, dass das so ist aber warum wurde es gemacht?
00:12:40: Weil einfach in der Produktion da gab's einen Rohr und das wurde halt für alle Lenker verwendete und aus dem wurde dann am Schluss wurden auch die Kinderlenker gebogen Und da hat man nicht drüber ghost über nachgedacht.
00:12:53: Diese Ergonomie und diese Körperposition, da habe ich mich extrem reingenördet auch über die Jahre.
00:13:04: Weil das gar nicht trivial ist weil wenn du mich fragst wie groß ist dein sechsjähriges Kind?
00:13:11: Dann gibt es darüber Statistiken.
00:13:14: Wie körpergrößen werden regelmäßig erfasst und gemessen?
00:13:18: aber wenn du Und das sind ein paar Körpermaß, wie Kopfumfang wird gemessen.
00:13:24: Aber wenn du mich sagst, wie groß ist denn die Hand von einem sechsjährigen Kind im Durchschnitt und minimal und maximal?
00:13:31: Also man spricht davon so Perzentilkurven.
00:13:33: Das sind so wie Gaussche Glocken.
00:13:35: für einen guten Bremshebel und eine gute Cockpit, gute Cockbeat-Economie brauche ich bis hin zum kleinsten Knochen.
00:13:46: Diese Daten gab es alle nicht oder gab's nur sehr fragmentiert.
00:13:50: Und da hab ich zum Beispiel all diese Daten, alles, alle Quellen die ich bekommen habe zusammengetragen und habe begonnen unser eigenes Datenmodell aufzubauen.
00:14:01: wie groß sind den Kinder wirklich?
00:14:03: Und das pflegen wir mittlerweile sehr und machen auch mittlerweile gemeinsam mit Universitäten eigene Messungen.
00:14:12: Mittlerweile noch schon drei DScans von Kindern.
00:14:17: Ich würde mal sagen, wir haben da den besten Datensatz was Kinderkörpermaße angeht.
00:14:24: Überhaupt und das macht einen riesen Unterschied weil ich muss halt wissen wie das Kind drauf sitzt.
00:14:32: Ich möchte beim Kinderrat zum Beispiel eine sehr aufrechte Sitzposition dass das Gleichgewichtsorgan in einer natürlichen Position ist dass es sich dem kind mit Balance helft.
00:14:44: später, wenn die Kinder schon ratfahren können kann man das ein bisschen schiften.
00:14:48: Dann kann man sagen okay es geht jetzt dann doch mehr um Effizienz und um Haushalten mit der Energie.
00:14:55: ich habe mich da wirklich über zehn Jahre oder länger in dieses Thema total hineingenördet und dann ein Team aufgebaut dass sich in das Thema total hineinnördert.
00:15:12: Und so kommt man zu einem Produkt besser ist, als das was es gibt.
00:15:17: Wie gut würdest du sagen war euer erstes Rad?
00:15:20: Also das was ihr auch wirklich verkauft habt im Vergleich zu dem Rad was sie jetzt verkauft?
00:15:26: Ich würde sagen Es war damals besser als dass was es am Markt gibt.
00:15:30: aber zu dem was wir jetzt verkaufen grottenschlecht.
00:15:33: Okay
00:15:34: Grotten schlecht.
00:15:35: also da haben wir so viel noch nicht gewusst was wir wissen und auch Wir haben dann auch begonnen.
00:15:44: Normalerweise macht die Radindustrie, der Hersteller macht den Rahmen und die Komponenten werden zugekauft von Zulieferern.
00:15:51: Deswegen ist auf jeden Rat auch mehr oder weniger etwas Ähnliches oben.
00:15:56: fürs Kinderrad war das aber nicht möglich weil es gab keine guten Komponente haben begonnen alle Kompontenten selber zu entwickeln Und am Anfang hat man das aber noch nicht.
00:16:06: da haben wir einfach die Komponenten gekauft bestmöglich gepasst haben, aber das war in jedem Detail ein Kompromiss.
00:16:14: Mittlerweile können wir sehr kompromisslos passend für die Kinder die Komponenten entwickeln.
00:16:20: oder haben das mittlerweile gemacht?
00:16:22: Wie teuer war ein Rad von diesen fünfzig Rädern am Anfang?
00:16:26: Ich stelle mir also deine Entwicklung jetzt sowieso mal außen vor, aber alleine einen Rad was so individuell gestaltet ist natürlich jetzt in so einer kleinen Stückzeit stehe ich mir unglaublich teuer vor.
00:16:38: Ja, war es auch.
00:16:39: Und uns war von Anfang an bewusst, dass wir ... Das kann man jetzt von zwei Seiten angehen.
00:16:47: Du kannst sagen ich schau mir mal an was kostet mich im Einkauf?
00:16:52: Dann mach' ich eine Gewinnmarsche drauf und das ist dann der Preis um den ich's verkaufe.
00:16:57: Da hätten wir kein einziges Radverkauft.
00:16:59: Kein einziges!
00:17:01: Und wer hat gesagt okay, wir schauen uns mal an, was es uns kostet, dann wird uns schlecht.
00:17:07: Dann schauen wir uns vom Markt an, was kann man denn verlangen für ein hochwertiges Kinderrad.
00:17:15: Und das ist der Preis.
00:17:17: und am Anfang haben wir zum Beispiel aufs Laufrad draufgezahlt.
00:17:20: Wir haben das günstiger verkauft als wir es eingekauft haben.
00:17:25: Wir waren aber damals auch schon nicht ganz blöd sondern haben immer gewusst okay wir müssen da mit den Stückzahlen raufen wenn wir mehr Stückzallen haben dann können wir das optimieren und können einen besseren Preis im Einkauf kriegen.
00:17:39: Und das haben wir da noch gemacht.
00:17:41: Aber am Anfang ist das Spiel ein Verlustspiel und das ist aber ganz okay, wenn du ein Produkt machst oder ein Consumer-Produkt zum Start ist es nun mal so.
00:17:55: Du hast wenig Stück Zahl die Produzenten bei den meisten Produzentern, die lassen dich gar nicht bei der Tür rein, die interessierst du nicht?
00:18:08: Auf gut Deutsch, auf Österreich sagt man, da bohren wir für dich, erbahmen.
00:18:14: Und dir das halt irgendwie produzieren und über den Preis brauchst du ja gar nicht verhandeln.
00:18:19: Da gibt's nichts zu verhandlen!
00:18:23: Du musst halt die Stückzahlen raufkriegen um da eine andere Position zu kriegen, um mit richtigen Produzenten zu arbeiten... ...und dann wirst auch andere Preise kriegen und daran musst du halt arbeiten.
00:18:33: aber das ist am Anfang nicht so.
00:18:35: Wie klappt ihr jetzt ungefähr drauf gezahlt?
00:18:37: Laufrad jetzt zum Beispiel?
00:18:39: Nein, ich glaube so irgendwas zwischen fünf und zehn Euro.
00:18:44: Heißt aber ihr hattet schon ... Da muss ja die Vision auf jeden Fall schon da gewesen sein.
00:18:50: wenn man sagt okay man gibt dir sogar was raus ohne daran was zu verdienen, sondern einfach aufgrund der Vision umso mehr wieder von verkaufen.
00:18:59: Wir kriegen das dann irgendwann profitabel hin, sondern es war nicht so und wir verkauften ein paar Fahrräder nebenher und schauen uns das ganze mal an, sondern die Vision muss ja von Anfang an auch da gewesen sein?
00:19:08: Ja,
00:19:08: die war schon da.
00:19:10: aber also wir haben uns nicht im Ansatz zu träumen gewagt dass wir einmal der größte Kinderrad Hersteller werden unter zehn größten Fahrrad Herstellern überhaupt.
00:19:22: Das war Also da war man weit davon entfernt.
00:19:27: Aber ich habe jetzt ein bisschen schmunzeln müssen, weil ich konnte mich erinnern an viele Diskussionen die ich mit dem Markus am Abend geführt hab wo es im Wesentlichen darum ging zu eruieren ob wir verrückt sind oder nicht.
00:19:43: Im Nachhinein kann man sagen ja das war eine gute Entscheidung aber wir haben uns da wirklich oft gefragt ob wir einen Vollklopfer haben
00:19:53: Und wie schnell, also ich glaube die zweite Bestellung waren dann direkt fünfhundert Räder.
00:19:57: Wie schnell haben sich diese Räda verkauft?
00:20:01: Ja auch sehr schnell!
00:20:02: Also die haben dann was in der Woche oder so gehalten aber jedenfalls so dass wir gesagt haben hey wir haben da etwas... Da ist was.
00:20:10: Aber wie habt ihr die damals verkauft?
00:20:12: Weil ich, also wenn ich es richtig gelesen habe.
00:20:14: Die waren bei euch in der Gerage und im Haus auch beim Markus Vorratsraum überall gelagert aber ihr habt ja keine klassischen Meta-Ads oder irgendwas geschalten sondern... Nein
00:20:25: gar nicht!
00:20:26: Wir haben die des Pudelskern von jedem Marketing genutzt und das sind zufriedene Kunden, die dich und dein Produkt weiter empfehlen.
00:20:38: Das war's im Prinzip.
00:20:40: Es hat Kreise gezogen, begonnen hat es wirklich mit Freunden und Verwandten, denen wir schon lange einen Rat versprochen haben und wo wir dann gesagt haben hey jetzt ist es bald zu weit, die Teile haben wir schon da, wir müssen uns noch mal zusammenbauen.
00:20:59: Und die haben das dann wieder an den Weitern gesagt hey jetzt gibt´s die Räder und so ist das losgegangen.
00:21:05: Wir hatten ein Online-Shop.
00:21:08: Vor dreizehn Jahren war Shopify noch ganz schön in den Kinderschuhen.
00:21:11: War das direkt ein Shopify Store?
00:21:12: Ja, war gleich ein Shopifastore.
00:21:16: War wirklich ein amerikanisches System die gerade so auf dem europäischen Markt gekommen sind gab nur eine Währung und eine Sprache.
00:21:25: Ganz viel hat ganz schlecht funktioniert aus heutiger Sicht.
00:21:28: aber damals es hat funktioniert und es hat für uns mit relativ wenig Aufwand.
00:21:34: also ich kann mir erinnern wir haben Das Shop in einer Nacht gebaut.
00:21:39: Und das war zwar voll mit Rechtschöpfählern und sonstigen Fehlern, also es war aber egal weil es gab die Räder und man konnte auf kaufen drücken und man könnte seine Kreditkarten Daten hinterlegen.
00:21:52: und dass das Zahlung hat funktioniert und wir haben die Rräder verschickt.
00:21:58: Und dieses Word auf dem Auf da gibt's eine schöne Geschichte dazu.
00:22:03: Da habe ich das zum ersten Mal so richtig verstanden, wie das funktioniert.
00:22:06: Wir hatten damals bei Shopify, wir haben uns ein kleine oder einen Praktikant hat und eine kleine Karte gebaut wo man dann auf Google Earth die... ...so kleine Fähnchen hatte, wo die Kunden sitzen.
00:22:19: Und das konnte man wie eine Timeline abspielen, wie ein Movie und dann hast du so gesehen, wie die Fähhnchen aufpoppen.
00:22:24: Da konntest du reinzoomen auf die ganze Welt und dann fürstechen.
00:22:29: es war Wien Österreich Deutschland, Schweiz ein bisschen.
00:22:35: Und da ist irgendwo in Tirol plötzlich so einen Fähnchen aufgepoppt und wir haben auch reingesummt und dann sind so rundherum pop-pop-pop, pop-Pop-Pop, Pop-Pop.
00:22:48: Fähhnchen aufgepoppt.
00:22:50: Dann habe ich verstanden wie es funktioniert.
00:22:52: Den haben wir dann auch angerufen und uns bedankt bei ihm dass er so cool ist und unser Räder verkauft.
00:22:59: aber so funktioniert das also die Basis für's gute fürs Marketing ist ein zufriedener Kunde.
00:23:07: So simpel es ist, so kompliziert ist das dann auch manchmal.
00:23:11: War dir da noch zu zweit?
00:23:14: Wir haben uns relativ bald einen ersten Mitarbeiter geholt der einfach alle zusammengeschraubt hat und wir hatten immer viel mehr Arbeit als wir ledigen konnten und wir haben eigentlich immer das ganze Geld dass wir hatten gleich in den Mitarbeiter investiert also einerseits waren, einkaufen und andererseits Mitarbeiter.
00:23:37: Neue Leute reinholen und das ist ständig gewachsen.
00:23:42: Wann habt ihr eure Jobs aufgegeben?
00:23:44: Markus war glaube ich auch Produkt-Vorstand bei Opel Österreich?
00:23:50: Marketingdirektor bei OpEL Österreich also der oberste Marketingverantwortliche für das Land.
00:23:59: Und Markus hat relativ bald glaubt, nachdem wir die fünf Unterräder verkauft hatten, ist ein Job hingeschmissen.
00:24:10: Und da haben ihm auch viele gesagt, dass er ein Volldepp ist, also das nicht machen kann.
00:24:18: zur Karriere und es ist so in den Autokonzernen, da steigst du auf, da arbeitest du dich hoch... Das
00:24:24: hat ja auch ein bisschen gedauert, ne?
00:24:25: Man wird ja nicht nach Studium direkt Marketingdirektor.
00:24:28: Ja!
00:24:30: Und das hat er hingeschmissionen.
00:24:34: Ich weiß aber auch warum.
00:24:35: weil er gesehen hat, dass die Selbstverwirklichung und sozusagen dieses Warum macht man sein eigenes Ding?
00:24:45: Weil man sein ein eigenes ding machen möchte oder wollte einfach sein eigen das Ding machen.
00:24:50: Und bei mir war es so, dass ich ja selbstständig war einen Mitarbeiter hatte in meiner Mini Design Agentur sehr viel langjährige Kunden hatte.
00:25:05: Also ich hatte wenig Fluktuation mit Kunden und die war, mit denen hatte ich allen einen sehr freundschaftlich fürs Verhältnis auch und die konnte ja nicht so einfach im Regen stehen lassen weil die... Dich auch gebrauchen?
00:25:21: Da habe ich auch eine gewisse Verantwortung gespürt und das habe ich so ein bisschen ausfäden lassen.
00:25:25: da hab' ich geschaut dass das, dass die verstehen, dass sich jetzt nicht mehr wahnsinnig viel machen möchte dass es da, ja das woanders hingeht.
00:25:38: Und das habe ich so über zwei Jahre ausfäden lassen und gelebt haben wir in der Zeit von dem was unsere Frauen verdient haben.
00:25:47: also unsere Frauen sind arbeiten gegangen und haben uns über Wasser gehalten als Familien.
00:25:55: Das hört man total selten mit den meisten, mit denen wir im Podcast hier sprechen.
00:26:00: die sagen immer, dass sie gegründet haben als sie nicht viel zu verlieren hatten.
00:26:05: Weil irgendwie kurz nach einem Studium noch kein Eigentum was man irgendwie abbezahlen muss keine Familie nur man selbst irgendwie man viele irgendwie nochmal bei den Eltern eingezogen und auch auf keinen Lifestyle oder irgendwas verzichten mussten.
00:26:19: da finde ich es ja dir wirklich so der Gegenentwurf auch mal von schon in der Selbstständigkeit eigene Mitarbeiter, Marketingdirektor Opel Österreich und dann zu sagen wir glauben hier wirklich an die Idee.
00:26:34: Und das aufzugeben ein paar Jahre später oft liegen da ja nicht viele jahre dazwischen aber diesen oft entscheiden dass man sich glaube ich nicht mehr traut
00:26:42: Ja Das wundet mich selber auch immer wieder.
00:26:46: also gar nicht so Gar nicht so jetzt unser
00:26:49: Mut
00:26:50: oder Übermut Aber dass unsere Frauen da so hinter uns gestanden sind, das ist schon echt eine große Ehre.
00:26:59: Also ich weiß gar nicht wie wir das verdient haben!
00:27:03: Aber sie sind hinter uns und haben gesagt ja gut, wir machen das jetzt und wir machen es gemeinsam.
00:27:10: Nehmt ihr das heute als größere Tat war?
00:27:13: Als damals?
00:27:14: Weil man damals irgendwie in diesem Rauschen im Hamsterrad drin war und uns dann einfach gemacht hat?
00:27:20: Ja schon... Ich weiß auch, was wir unseren Frauen abverlangt haben.
00:27:27: Das würde ich mir wünschen, wenn ich da zurückgehen könnte in der Zeit, dass das weniger wäre.
00:27:35: Wir haben vielleicht oft zu sehr übertrieben mit dem Gas geben.
00:27:41: Aber im Tun ist man nicht besonders reflektiert und macht einfach ...
00:27:48: Wann kam der Punkt, du hast vorhin gesagt naja am Anfang wir haben niemals irgendwie geträumt da Marktführer zu werden und dass das Ganze sich so groß entwickelt.
00:27:56: Marktführern innerhalb von dreizehn Jahren in so einem eigentlich vermeintlich besetzten Markt ist ja auch eine Wahnsinnsgeschichte.
00:28:02: Wann came so der erste Moment auf?
00:28:06: Und was war der Auslöser wo das zum ersten Mal aufgekommen ist?
00:28:10: Also es hat sich für uns nie so angefühlt und wir waren immer... Wir waren immer so der Underdog und auch immer ein bisschen die Die Misfits auf dieser Fahrradmesse zum Beispiel.
00:28:21: Auf der Fahrradmesse, wenn du dort stehst das war damals die Eurobike da hast du schon so ein bisschen den Gefühl für die Branche und da waren wir immer in irgendeiner Ecke und dass wir irgendwann mal realisiert haben Wir sind größer als die anderen.
00:28:40: Das hat sich gar nicht real angefühlt weil in unserer Wahrnehmung waren alle viel viel größer Ja, aber irgendwann glaubst du halt auch die Zahlen.
00:28:51: Aber ... Das war jetzt nie unser großes Ziel!
00:28:56: Wir haben uns gar nicht um die anderen zu wahnsinnig gekümmert, wir haben uns auch gar nicht über die Fahrradbranche großgekümmerte, sondern für unsere Missionen was immer möglichst vielen Kindern das Fahrradfahren beizubringern und schmackhaft machen und die Liebe zum Fahrrad fahren zu vermitteln.
00:29:17: Darauf haben wir uns fokussiert und gar nicht zu sehr um die
00:29:20: anderen gekümmert.
00:29:21: Waren Sie die großen Andern nicht um euch wieder rumgekümmered?
00:29:24: Oder haben sie euch auch nicht irgendwie lange unterschätzt und nicht wahrgenommen, weil für die müsste es doch eigentlich noch mal viel einfacher gewesen sein mit ihrer Power, mit dem Mitarbeiterstamm den sie haben, mit ihrer Produktion – auch wenn du sagst naja, vieles wird einfach zugekauft!
00:29:38: Aber wäre's für die nicht einfacher... ...gewesen?
00:29:42: Ja, die haben….
00:29:43: Die haben auch immer wieder versucht bessere Kinderräder zu machen, aber so einfach ist es halt nicht.
00:29:49: Also das wäre bei uns unglaublich viel Energie reingeflossen in die Entwicklung der Räder und unglaublich viele Main Power auch.
00:30:00: Und da sind die anderen einfach... also ein gutes Kinderprodukt zu entwickeln ist aufwendig als ein gutes erwachsenen Produkt zu entwickeln.
00:30:09: weil wenn du ein Kinderproduk machst Wenn du einen Erwachsenenprodukt machst, sagen wir einen Griff.
00:30:14: Einen Fahrradgriff.
00:30:15: Dann kannst du den mal... Baust du den aus Klee oder machst du ein D-Druck?
00:30:20: Oder irgendwie baust du ihn, probierst den aus, kannst ihn selber mal angreifen und kriegst Feedback ob der gut ist oder nicht.
00:30:29: Beim Kindergriff.
00:30:30: Den kannst auch bauen.
00:30:32: Dein Feedback das du kriegest.
00:30:36: Ist nix wert, weil du musst das mit Kindern testen ausprobieren.
00:30:39: Feedback einholen, Feedback mit Kindern kriegen ist auch gar nicht so einfach!
00:30:44: Weil die Kinder dir dann oft irgendwas erzählen oder du kannst sie ja nicht zu befragen.
00:30:51: Du kannst sie nicht den Fragebogen ausfüllen lassen und manchmal sagen die auch nach denen gefällt jetzt die Farbe von dem Griff nicht und deswegen ist der Griff nicht gut.
00:31:01: also es ist viel mehr.
00:31:04: Du musst viel mehr beobachten, du musst dir wirkliche Fragen stellen und versuchen durch Beobachtung heraus die Antwort auf deine Fragen herauszufinden als vielmehr Aufwand.
00:31:15: Und das tut halt keiner.
00:31:18: Da waren wir mit unserem starken Fokus auch hundert Prozent Fokus auf Kinderräder.
00:31:25: halt Allein am Markt und was dann passiert ist, dass sie halt uns so ein bisschen kopiert haben oder versucht zu kopieren aber
00:31:33: auch wieder mit wenig Aufwand.
00:31:34: Das funktioniert halt nicht.
00:31:35: also erstens einmal das Kopieren ist halt nie so gut wie es original und du musst halt das Ein.
00:31:43: ein gutes Fahrrad is eine Komposition aus vielen guten Details Und die spielen alle zusammen und die müssen alle im Balance sein.
00:31:53: Das hört sich jetzt vielleicht etwas esoterisch an ist Aber so dass das muss einfach gut zusammenkomponiert sein.
00:31:58: Das kannst du nicht einfach nur so zusammenstückeln und dann wird es schon passen.
00:32:03: Na, so ist es, so einfach ist das nicht!
00:32:06: Und wenn man... Ich meine ich habe verrückte Zahlen über euch gelesen.
00:32:09: Ich glaube jedes vierte Kinderrat in Deutschland ist von euch, jedes zweite sogar in Österreich.
00:32:15: Ihr habt letztes Jahr hundertfünfzig Millionen Euro Umsatz gemacht.
00:32:19: ihr seid Marktführer.
00:32:20: Jetzt rückblickend die letzten dreizehn Jahre gibt's Punkte an denen du festmachen kannst Dass ihr wie so Wachstumssprünge gemacht habt, wo ihr gemerkt habt.
00:32:28: Da ging es dann nochmal sehr schnell voran.
00:32:32: Das ist eine verrückte kurze Zeit für die Geschichte, die ihr hingelegt habt?
00:32:35: Ja also das Fahrrad- und Kinderradgeschäft ist ein bisschen ein saisonales Geschäft.
00:32:42: Also natürlich kaufst du eher im Frühjahr einen Rad als im Herbst.
00:32:47: Zum Glück hat jedes Monat auch ein Kind Geburtstag und Geburtstag ist immer ein schönes Thema für den Fahrrad aber Es hat ein bisschen eine Saisonalität und für uns war das früher immer so, packen wir unseren Vorkast.
00:33:03: Wir legen uns selber die Latte gerne hoch.
00:33:05: Das sind Markus und ich ähnlich gepolt.
00:33:10: Wir haben da einen... Weiß nicht?
00:33:13: Wir sind da ein bissel... Markus sagt immer, wir haben einen Vogel was das angeht!
00:33:19: Und wir haben uns auch die Vorkaste-Latte sehr hochgelegt.
00:33:23: zu erreichen, das war immer ein ... Das war so einen Reliefmoment.
00:33:32: Und es gab viele Unzählige, also wirklich eigentlich jeden Tag solche Momente und es gab aber auch jeden Tag Momente wo man in den Abgrund blicken musste und sich gedacht hat oh mein Gott!
00:33:48: Also ja, das ist das Unternehmertum und wenn man so raketenartig wächst ist das halt noch mal extremer.
00:33:57: Auch die Schwankungen in der Früh bis zu dem Keller, zum Mittag am Hochhaus und am Abend wieder im Keller oder so.
00:34:07: Diese täglichen Schwankung, die es gibt waren schon extrem.
00:34:10: Was ist der spontan?
00:34:12: Wenn du jetzt einfach erst was in den Kopf kommst – Der Dunkelsobermen der letzten dreizehn Jahre?
00:34:20: Also ganz klar Corona!
00:34:22: Das war... wie Corona losgegangen ist und die Lockdowns kamen, hat man, glaube ich so, hundert-achtzig Mitarbeiter da nicht zu wissen.
00:34:36: Wie es weitergeht?
00:34:37: Nicht zu wissen ob wir Pakete verschicken können, nicht zu Wissen ob Radhändler offen haben können oder nicht zu wissen, ob wir unsere eigenen Warehouses betreiben können.
00:34:48: Das war kurz vor Ostern das ist Peak Season bei uns.
00:34:53: Und dann zu spüren, dass du da Verantwortung hast für diese Mitarbeiter und die ganzen Familien, die da noch dranhängen.
00:35:01: Die ist dir auch oft kennst.
00:35:03: Wir waren zwar schon ein großer Betrieb aber trotzdem sehr familiär sag ich mal.
00:35:10: Das war das war für mich persönlich die schierste Zeit von meinem ganzen Leben.
00:35:17: Wie lange ging die?
00:35:18: Weil eigentlich ist es sagen ja, wenn man so Corona und Fahrräder sich anguckt dann ging's auch schnell wieder.
00:35:23: Hat man gemerkt das hat dem Ganzen auch einen guten Bus gegeben?
00:35:26: Ja, tatsächlich ist das Geschäft dann gut gelaufen.
00:35:35: Das waren aber trotzdem ein paar Wochen.
00:35:39: Wenn man zurückblickt, ja, das ging ja dann wieder gut.
00:35:41: Aber diese Unsicherheit in den Nachrichten zu sehen also viele Viele Freunde von mir sagen auch, ach Corona das war so eine schöne Zeit.
00:35:52: Alle strengende Leer.
00:35:54: Wir waren irgendwo unterwegs.
00:35:58: Für mich war das keine schöne Zeit und für Markus auch nicht.
00:36:00: Also wenn du da oben schaust die grauen Haare...
00:36:04: Wie kam der?
00:36:04: Den auf viel steht Corona drauf.
00:36:06: Das war wirklich mit Abstand die dunkelste Zeit.
00:36:11: Sonst gab es immer wieder natürlich Tiefs aber ... Irgendwie als Unternehmer, jeden Tag steht ein neues Monster vor dir und jeden Tag rastelst du dieses Monster nie da.
00:36:30: Und das ist auch irgendwie was Cooles.
00:36:35: Das macht das auch... Du musst halt dafür gestrickt sein dass dir das Spaß macht.
00:36:41: aber wir hatten nie Angst vor Schwierigkeiten weil wir haben sie gelöst.
00:36:49: Wir haben auch immer einen Superteam gehabt dran war und wir haben diese Themen im alle gelöst.
00:36:56: Sehr sehr proaktiv immer an die Sachen herangegangen, nie den kopfenden Sand gesteckt und sich gelöst.
00:37:04: Wie setzen sich heute eure Hundertfünfzig Millionen Euro Umsatz zusammen?
00:37:08: Wieviel ist da direkt Vertrieb von euch und wie viel kommt auch?
00:37:12: du hast gerade die händler angesprochen Die nicht mehr aufmachen dürfen teilweise während Corona.
00:37:16: wie wie stellt sich das heute zusammen?
00:37:19: ja wir haben so Ich glaube, der Rest ist Handel.
00:37:27: Ah so viel?
00:37:27: Ja, Handel ist ein ganz wichtiger Teil.
00:37:32: Verrückt!
00:37:32: Und die Produktpalette?
00:37:34: Du hast vorhin gesagt, euer erstes Fahrrad, ich glaub du hast gesagt es war Grottig im Vergleich zu dem was das heute ist.
00:37:43: Wie hat die sich noch verändert?
00:37:45: Mit wie vielen Rädern habt ihr reingestartet.
00:37:48: War es nur das eine, was das Laufrad oder war das direkt mehrere?
00:37:51: Wir haben mit fünf Räder gestartet und haben dann sehr bald das sechste gebracht.
00:37:56: Also sind der Einfachheit halber bei uns alle durchnummeriert und gab's nur in rot-weiß, nur einer Farbe.
00:38:06: Haben dann im dritten Jahr Farben gebracht.
00:38:11: Und wir haben aber immer bewusst Es ist ganz wichtig, ein teites Portfolio zu haben.
00:38:20: Kein nicht ausufern mit dem Portfolium.
00:38:22: Warum ist das wichtig?
00:38:23: Weil am Ende wenn du als Mama oder Papa nach einem Kinderrat suchst dann willst du ja nicht aus tausend Dingen entscheiden können sondern du willst eine gute Vorauswahl haben.
00:38:38: und wir haben uns immer die Marke gesehen die einfach das gute Kinderrad.
00:38:42: Du brauchst da keine Gedanken machen, du kaufst bei uns und du kriegst ein gutes Kletterrad.
00:38:46: Weil wir haben uns die Gedanken für dich
00:38:47: gemacht.".
00:38:48: Und deswegen war es uns auch immer wichtig, ein wirklich teites Portfolio zu haben.
00:38:54: Wir haben dann irgendwann einmal noch eine ... Die hießen dann Supra Models.
00:39:01: später auf.
00:39:03: Ein bisschen einen zweiten Preispunkt eingezogen drüber Bei den größeren Fahrrädern, die sind dann später so ein bisschen Richtung Mountainbike gegangen.
00:39:13: Keine Hardcore-Mountainbikes aber ein bisschen.
00:39:18: und also ein bissel andere Übersetzungen, ein bisserl breitere Reifen, ein bissle griffigere Reife Und irgendwann sind da noch E-Bikes dazugekommen.
00:39:30: Da waren alle dagegen.
00:39:35: Wir bringen jetzt ein e-Bike, aber wir machen es auf unserer Art.
00:39:39: Ein e-bike für Kinder?
00:39:41: Ja, hört sich natürlich zuerst einmal nach einer blöden Idee an weil du möchtest ja dass dein Kind möglichst strampelt und dann am Abend müde ist und ins Bett fällt!
00:39:50: Und ein e bike... Unser kinder sind eh alle eher zu dick als zu dünn und E-Bikes braucht man nicht.
00:40:01: Der Radmarkt hat sich halt hin zum e-Bike entwickelt.
00:40:04: und wenn Papa und Mama ein e-bike fahren, wie sollten da ein Kind motiviert sein?
00:40:08: Wenn es nicht auch einen e-bike hat.
00:40:10: Also ein Kinder e- Bike ist a thing!
00:40:13: Das war irgendwie... also das war's noch nicht.
00:40:15: aber wie wir gestartet haben, war mir klar dass das eigentlich sein muss weil die armen kind auf den Papamama von einem e- bike... Habe
00:40:23: ich mich noch nie Gedanken darüber gemacht, aber ja das stimmt natürlich
00:40:26: Und haben ein E-Bike gemacht, das aber sehr leicht ist.
00:40:29: Eine sehr kleine Batterie hat und sind dann mit dieser Portfolioerweiterung noch rein gestartet.
00:40:39: Zubehör war bei uns immer wichtig.
00:40:44: Wir auch einen ganzen Haufen haben aber auch immer geschaut dass wir die Dinge nicht zu bringen, die am Markt doch nicht so gut ankommen, auch wieder raushauen.
00:40:57: Dass einfach dieser schnelle Überblick immer gewahrt ist, dass du nicht verloren bist in irgendeiner unendlichen Weiten und gar nicht weißt was du jetzt da nicht nehmen sollst.
00:41:07: Haben wir auch einige Fehler gemacht im Zubehör?
00:41:10: Wir haben eine Klamottenlinie einmal rausgebracht die wirklich wahnsinnig cool war.
00:41:16: das waren wahnsinnige gute Fahrradklamoten aber wir haben es gar nicht geschafft die Qualität dieser Klamotten zu erzählen werden, zum Beispiel eine Jacke.
00:41:27: die war aus Baumwolle.
00:41:29: Also man muss sich ein bisschen mit dem Thema beschäftigt diese Coretex-Jakken und das Zeug ist alles für die Umwelt eine Katastrophe ums Gelände zu sagen.
00:41:39: Das ist alles ein Riesen.
00:41:40: Und haben gesagt ja ok Doktor du kannst kein gutes Kinderprodukt machen Mit einem Produkt, das netten Nachhaltiges wird.
00:41:51: So zerstörst du den Planeten deiner Kinder sagst die machen gut Kinderprodukt für euch und ich zerstöre eurem Planeten.
00:41:57: Das passt nicht zusammen.
00:41:58: Jetzt haben wir uns überlegt was ist eine Fahrraddiacke die auch so ein bisschen Regen abhält?
00:42:04: Wie sind sie wenn die jetzt nicht eine Membran hat und wie eine Gore-Tex also mehrlagig aufgebaut ist?
00:42:13: und haben dann ein Material gefunden, das ein Baumwollgewebe ist.
00:42:16: Es wurde im zweiten Weltkrieg entwickelt von Piloten die gerne mal in die Temse gefallen sind.
00:42:23: Und es ist ein Baum-Wollgewehbe der so eng gewebt ist dass es wenn es feucht wird an der Oberfläche aufgewählt und diese Jacke wird ihnen so bisschen feucht aber es geht keiner Regen durch.
00:42:34: Und aus dem haben wir eine Kinderfahrer die Jacke entwickelt und das Tolle ist einfach nur Baumwollen kannst ewig haben, also die wird lange lange halten.
00:42:46: Die musst du nicht beschichten da musst du keine Chemie drauf geben, die kannst du am Ende auch dann recyceln wenn es einmal am ende ihrer tage ist.
00:42:55: Auch ein sehr klassischer Schnitt so dass der das sie nicht modisch ist aber auch nicht aus der Mode kommt die kannst über viele Generationen tragen und verwenden weil das ist ja so.
00:43:07: Die Klamotten gibt es dann die kleine Schwester weiter und die gibt's an die Cousine usw.
00:43:13: Und das ist auch gut so, so sollten eigentlich Kinderklamotte sein.
00:43:20: Dann haben wir sie vermarktet einfach als Regenjacke und da sind die Leute gekommen und gesagt ja aber die sehr ausbauen wollen also vollkommen auf Fail was man wirklich leidt tut weil es so tolle Produkte waren.
00:43:33: Und da gab's noch viel mehr Sachen und zu jedem einzelnen Gleidungsstück könnte ich so eine Geschichte erzählen.
00:43:41: Ja, das war auch so ein Lowlight haben wir viel gelernt.
00:43:46: Also kann man eigentlich zusammenfassend sagen ihr hattest schon immer diesen Gedanken Sachen... ...und eure Brands simpel zu halten in der Produktauswahl.
00:43:55: Manchmal schweift man dann doch von ab und hat gemerkt man war eigentlich doch richtig unterwegs?
00:44:02: Das Simpel halten ist sozusagen uns war immer klar, dass wir den Kunden konsequent ins Zentrum stellen und der Kunde ist bei uns erstmal das Kind.
00:44:15: Also die Räder und alle Produkte sind konsequent für Kinder entwickelt auf Augenhöhe.
00:44:22: Und das Zweite natürlich sind die Eltern und auch die Großeltern ein bisschen, die manchmal fürs Fahrrad zuständig sind.
00:44:32: Customer Journey oder diese Experience, die zieht sich von der Kommunikation über.
00:44:38: wie ist das Webshop aufgebaut.
00:44:40: Wie bestelle ich?
00:44:41: Wie kriege ich das Rad dann?
00:44:44: Ist das Osterkiste herausholen vom Rad?
00:44:46: Wie ist es das erste Mal fahren?
00:44:51: Was mache ich denn wenn das Kind rausgewachsen ist mit dem Rad?
00:44:54: Das gehört alles dazu.
00:44:56: und dass man sozusagen eine schnelle Entscheidung treffen kann im Webshop Weil das Portfolio simpel ist, du, die ist völlig klar was das richtige Produkt für dein Kind ist gehört dazu.
00:45:10: Das ist Teil von einer guten Customer Journey und deswegen ist das Portfoglio dem auch untergeordnet.
00:45:17: Wie hoch ist eure Rate an Wiederkäufern?
00:45:20: Ihr habt ja Räder, die vor allem aufeinander aufbauen.
00:45:24: wie viel ich jetzt hab dir ein paar Daten oder auch schon ein paar Jahre hinter euch.
00:45:27: Ja.
00:45:28: Wie viele kaufen noch ein zweites drittes Rat und bauen von der Größe dann auch da
00:45:32: eine halbe Also dreieinhalb Rieder verkaufen.
00:45:36: Bedeutet das auch, dass ihr sagt der erste Rat muss für euch gar nicht profitabel sein?
00:45:40: Was ihr an Kunden ...
00:45:42: Ja, das hört sich besser an als es ist.
00:45:46: Über die Jahre haben wir gelernt... Wir haben uns immer wieder versucht so schön zu reden, aber über die Jahre hat man gelernt, dass jedes einzelne SKU, jedes einzelnen Produkt, jede Einzel Einzelne Stockkeeping-Unit
00:46:04: muss
00:46:04: profitabel sein für sich.
00:46:07: Aber natürlich kannst du sagen, ja wir verdienen mit dem Kunden über das gesamte Lebenszeit so und so viel und da muss das einzelne Produkt dann vielleicht nicht so hart das Marschenziel treffen.
00:46:20: aber... Das ist immer die Gefahr dass man sich das bisschen schönen rechnet
00:46:25: Wie?
00:46:26: Das stelle ich mir sehr spannend vor im Ausland.
00:46:31: Also ihr seid jetzt zum Beispiel auch irgendwie in den USA, in China.
00:46:35: Dass eine Radfahrkultur ist doch unglaublich unterschiedlich oder?
00:46:39: Auch aufgrund alleine von der Infrastruktur wie Straßen gebaut sind, ob es überhaupt viele Ratwege gibt, wenig Ratweger, ob das irgendwie eigentlich fest verankert ist oder nicht ... Ist euer Marketing dann auch sehr unterschiedlich auf diese Länder abgestimmt?
00:46:54: Weil bei euren Produkten stelle ich mir das noch mal mehr vor.
00:46:57: Woher ich komme ist auch... Ich habe gerade die Woche ein Post gelesen Lena von Best of Benefits, die Nahrungsergänzungsmittel haben.
00:47:05: Vor allem auch irgendwie für Haare, Nägel etc.
00:47:09: Und dieses Produkt bewirkt ja sogar das Gleiche bei allen, egal ob ich es in Italien und Frankreich Spanien einnehme.
00:47:16: Euer Produkt wird noch mal ... Sie meinte... Ist ihr Learning war, nachdem sie eigentlich, ich glaube, sechzig Prozent auch im Ausland mittlerweile Umsatz machen und nicht in Deutschland?
00:47:25: Dass jeder Markt anders angegangen werden muss.
00:47:27: Und jeder hat eine ganz andere Marketingstrategie und was dort funktioniert.
00:47:31: Bei euch wende ich das Produkt ja sogar unterschiedlich an.
00:47:35: Ja Das ist auch so.
00:47:37: Du musst dich auf jedes Land Einzelnen einstellen und du musst jedes Land ein bisschen anders angehen.
00:47:46: Gibt es ein Land, was für euch gar nicht funktioniert hat oder wo ihr dachtet das wird bestimmt einen richtig guter Markt?
00:47:52: und ich habe gemerkt, ah ne.
00:47:55: Ja also wir haben zum Beispiel in Spanien uns schwer getan.
00:48:04: Am Ende sind wir aber trotzdem drauf gekommen dass das Wichtigste Für ein Land ist einfach das Team, das du dort hast.
00:48:12: Also du brauchst Leute vor Ort Und Zum Beispiel das Polen, unser drittgrößter Markt.
00:48:23: Das war eine Überraschung für euch so wie ich das raushör?
00:48:26: Ja also wenn du sagst ja für Kinderfahrräder ist Polen da ein großer Markt, weiß ich nicht heißt ich gesagt ja es ist auch ein großer markt aber der dritte größte.
00:48:36: warum ist das so?
00:48:37: weil man dort einfach wahnsinnig von Anfang an ein wahnsinniges gutes Team gehabt haben gute Leute die diesen Markt richtig bespielen und Da gibt's natürlich so im, kannst du den Markt an schon im Großen.
00:48:52: Aber es geht dann auch wirklich im Kleinen.
00:48:54: Wie kriegst du mal die Räder unter die Leute?
00:48:56: Wie kriegest du die ersten zufriedenen Kunden und die dann wieder weiter empfehlen?
00:49:03: Gebt ja noch die Handels-Herausforderung, dass bei euch auch noch viel über den Handel geht, ne?
00:49:08: Ja, natürlich!
00:49:09: Also viele sagen ich möchte mal sehen wie mein Kind auf dem Rad oben sitzt... ...und ich gehe in den Handeln.
00:49:20: Wir bringen tatsächlich, also unsere meistgeklickte Seite auf der Webseite ist die Händlersuch-Seite.
00:49:26: Wir bringen über unserer Webseiten sehr viele Kunden zum Handel.
00:49:31: Also das ist eine tolle Sache dass wir dem Handelläute schicken und das hören immer wieder von den Händlern.
00:49:38: Die werden nie zu uns gekommen und ein schlauer Händler... Und wir haben nur schlaue Händle!
00:49:44: weil es natürlich okay, wenn ich die Eltern jetzt damit ein Kinderradl zufrieden mache dann kann ich ihnen noch einen E-Bike verkaufen und eine Woche später verkaufe ich ihnen dann noch ein zweites E-bike.
00:49:56: Und umgekehrt bringt aber auch der Handel Kunden zu uns, weil unter Umständen die Leute, die jetzt im Handel gekauft haben zeigst du an den Nachbarn?
00:50:09: Der braucht dann nicht mehr zum Handel gehen, weil er hat ja sein Kind da schon oben sitzen gehabt am Rad Und der kauft dann online.
00:50:15: Also in dem Fall funktioniert das wirklich sehr gut, dass wir uns gegenseitig befruchten und beides braucht es.
00:50:22: Gibt's wie immer schöne viele Stichworte aber im Endeffekt musst du da sein wo der Kunde ist und die Kunden fliegen halt herum.
00:50:29: Der eine will ihm Handel kaufen, den anderen kaufts direkt.
00:50:33: Du musst einfach da sein, wo dein Kunde isst.
00:50:36: Das gehört auch dazu zu dem Thema den Kunden ins Zentrum deines Tuns zu setzen.
00:50:58: Also, da gibt es noch wahnsinnig viel zu tun.
00:51:03: Auch wachstumsmäßig ist noch ganz viel Luft nach oben.
00:51:06: also da gibt's noch viel zu wachsen.
00:51:09: Ich glaube auch dass wir...
00:51:11: Aufgrund vom Ausland dann?
00:51:13: Weil eigentlich wenn man jetzt so Jedes Vierte in Deutschland, jedes Zweite in Österreich.
00:51:18: Da habt ihr ja schon sehr viel eingenommen?
00:51:21: Nein, da gibt es sogar auch in Deutschland nochmal zwei Kinder zu holen.
00:51:27: Aber natürlich im International.
00:51:31: Ich glaube wir werden das Produkt noch mal auf ganz ein anderes Level heben können.
00:51:38: also woran wir jetzt gerade arbeiten.
00:51:42: Zuviel darf ich nicht verraten aber... Da kommen noch ganz, ganz tolle Sachen.
00:51:49: Und ja, ich sehe ganz viele Kinder mit dem Fahrrad herumfahren und ganz viele... Ich glaube das der Megatrend-Fahrrad fahren bleibt bestehen.
00:51:59: Das bleibt ein Riesenthema nicht nur im urbanen Raum.
00:52:06: Was ich mir wünschen würde ist bis dahin wieder viele, viele, vielen Kinder mit einem Fahrrad in die Schule fahren.
00:52:14: Dass das wieder das neue der neue Standard wird mit dem Fahrrad in die Schule zu fahren, was du da alles hinmacht.
00:52:22: Das finde ich spannend.
00:52:23: dass du es gerade sagst das haben wir gar nicht beleuchtet.
00:52:26: wie sind denn überhaupt die Fahrradtrends?
00:52:28: also man hört nur immer naja was jetzt irgendwie erwachsenen Fahrräder angeht Da tut ihr gerade sehr den Markt outperformen, weil nach Corona sehr viele Leute haben es mit Fahrrädern erst mal eingedeckt.
00:52:41: Der Markt schwächelt eigentlich wieder, ihr tut ihn outperformt.
00:52:44: aber der allgemeine Trend Kinder und Fahrradfahren ich habe irgendwann erschreckende Zahlen mal gelesen das Kinder glaube ich deutlich später schwimmen lernen.
00:52:53: wenn überhaupt lässt sich sowas auch beim Fahrrad fahren?
00:52:58: Ja da arbeiten wir sehr dagegen dass das beim Fahrrathahren nicht zu ist.
00:53:01: also... Wir haben jetzt neulich das Wum-Wau gelauncht.
00:53:07: Das ist ein, das erste Ding mit zwei Reden wo Kinder damit fahren können bevor sie gehen können und es funktioniert.
00:53:19: Und ich habe selber erst geglaubt wie ich's gesehen hab dass in so kleine Würmer auf allen Vieren hergekrochen haben sich da irgendwie auf das Ding drauf gehandelt haben sich darauf gesetzt sind herum gefahren und sind dann wieder weg gekrochen.
00:53:32: und das funktioniert.
00:53:33: also Kinder werden noch früher zum Fahrrad fahren beginnen.
00:53:39: Daran arbeiten wir.
00:53:41: Spannend!
00:53:43: Letzte Frage, weil das fand ich auch sehr spannend als du es gelesen habt.
00:53:47: Pop-Top?
00:53:49: Ja.
00:53:50: Hab nochmal gegründet.
00:53:51: Noch eine zweite Firma die wenn ich's richtig gesehen hab gehts um Kindermöbel und auch höhenverstellbare Möbel die mitwachsen.
00:54:03: Wie kam die Idee?
00:54:05: Und seht ihr die genauso groß wie WUM?
00:54:09: Nein.
00:54:10: Sehen wir größer.
00:54:11: Größer!
00:54:11: Ja, also der Markt ist größer und das Potenzial ist größerer.
00:54:15: und jetzt ist mal unser Ziel, hundert Millionen Umsatz aufzubauen
00:54:23: in
00:54:23: den nächsten Jahren.
00:54:24: Jetzt stehen wir noch bei bescheidenen sechs Millionen.
00:54:27: Es gibt es aber erst knapp zwei Jahre und wir revolutionieren das Kinderzimmer und machen sehr innovative, neue Möbel.
00:54:42: Und warum geht das?
00:54:44: Wenn man sich überlegt wie so ein Möbel für Kinder aussehen dann ist es so ähnlich wie mit den Fahrrädern.
00:54:51: Ein total verstaubter Markt.
00:54:53: diese Möbe haben sich in ihrer Grundstruktur seit uns einen Großmüttern nicht verändert.
00:54:58: die sind bisschen bunter geworden und schauen vielleicht ein bisschen Fenster aus aber in der Grundgestalt sind sie gleich geblieben.
00:55:07: Und nur wir ziehen unser Kinder nicht mehr, so wie unsere Großmütter erzogen wurden.
00:55:12: Ganz und gar nicht ganz diametral anders!
00:55:15: Und auch unsere Gründerisse von den Wohnungen haben sich geändert – wie unser Leben hat sich geendert.
00:55:22: Wir haben offenes Wohnen, wir haben keine Chemarchen, so was damals war.
00:55:26: Nur unseren Möbel haben sie nicht geendet.
00:55:30: Und wenn man sich überlegt warum das so ist dann gibt es da eigentlich nur die Antwort dass dies halt eine innovationsfaule Branche die das nie gemacht hat.
00:55:38: und was wir machen ist, das ganze ... gedanklich auseinandernehmen und neu zusammensetzen.
00:55:44: Und da gibt's jetzt ein paar Möbeln, da kommt noch ganz viel.
00:55:48: Und ... Das kann ich auch sagen, da kommen spannende Dinge.
00:55:53: Wenn sich unsere Zuhörer einen Möbelstück von Pop-Top anschauen sollen, um direkt zu verstehen wie ihr das neu gedacht habt?
00:55:59: Was soll man sich anschauen?
00:56:00: Na ja, wir sind gestartet...
00:56:02: Vielleicht haben es für viele gerade abstrakt!
00:56:05: Unser erstes Produkt mit dem wir gestartet sind, ist ein höhenverstellbarer Kindertisch.
00:56:11: Höhenverstellbare Kindertische gab es vorher auch schon was bei uns anders ist.
00:56:16: Er ist sehr einfach hohen verstellbar ohne Elektrik geht rein mechanisch und können schon kleine Kinder selber machen.
00:56:24: das heißt das Kind kann selbst entscheiden wie hoch mein Tisch ist Und es geht so einfach dass das kinder auch gerne machen.
00:56:30: wenn sie mal verstanden haben wie das geht dann machen Sie das auch dauernd.
00:56:35: Zusätzlich hat der Tisch auch noch Rollen auf einer Seite und man kann ihn irgendwo hinstellen im Raum, mitten im Raum wenn du es so möchtest.
00:56:42: Und Du kannst sie ganz weit runterstellen.
00:56:44: das heißt du kannst den Tisch ganz anders verwenden.
00:56:48: Du verwendest ihn mehr wie eine Bühne als einen klassischen Tisch.
00:56:51: also du kannst jetzt zum Beispiel rundherum sitzen am Teppich Lego bauen auf dem Tisch und dann stellst du deine Lego Stadt die du gebaut hast auf Augenhöhe und schaust da drauf.
00:57:03: So kannst du sehr, sehr dynamisch mit dieser Fläche umgehen.
00:57:07: Und das fördert einfach die Kreativität.
00:57:09: und das sieht man wenn man da Kinder damit tun sieht dass sie das ständig verändern dann um den Tisch herum tanzen und funktioniert einfach anders als ein normaler Schreibtisch.
00:57:24: Und jetzt haben wir zum Beispiel gerade in der Investi-Chaos Komode die Spielzeugaufbewahrung gelangt.
00:57:33: Da geht es ums große Thema Ordnung und wie man mit Kindern Ordnung macht.
00:57:41: Und da gibt's Boxen, die stehen auf Plattformen.
00:57:45: Die kann man da so einrasten.
00:57:47: Man kann sich so ein bisschen vorstellen wie Legosteine, die man andersrum verwendet.
00:57:52: Und dann kann man sein Zeug reinräumen... ...und man kann diese Boxen rausholen, man kann sie ausleeren,... ...man kann sie einräumen, man hat sie zusammenschlichten und am Ende des Tages landet.... Alles was da drinnen ist in diesem einen Möbelstück und man nähert sich so einem Ordnungsthema an mit den Kindern.
00:58:11: Und man gibt ihnen die Tools, dass sie das einfach lernen.
00:58:17: Das sind sozusagen völlig neue Ansätze für Kinder.
00:58:21: Es ist zum Beispiel wichtig als Erwachsener wenn du Ordnung machst oder ich Ordnung mache dann nehme ich meinen ganzen Kram schmeißen irgendwo rein und weg ist.
00:58:30: aber das heißt Ich muss im Kopf eine Landkarte haben, wo habe ich mein Zeug überhaupt?
00:58:36: Kinder haben das nicht.
00:58:37: Die müssen alles überblicken können und das können sie mit unserem Möbel sehen.
00:58:41: Du nimmst einfach diese einzelnen Plattformen die haben Rollen und kannst sie hier ausbreiten und schaust überall deine Schätze drüber
00:58:50: Sehr spannend.
00:58:51: Also, ich finde beide Geschichten aber... Ich glaube das ist auch das Schöne bei euch und eurer Erfolgsgeschichte dass es auch so Produkte sind die natürlich nah am Kind sind was ihnen schönes emotionales Thema ist Die mehr Wert liefern die nicht irgendein Konsumprodukt sind.
00:59:07: Deswegen vielen vielen Dank dass du heute hier warst und mal in eure Welt mitgenommen hast Und ich glaube es gibt sehr sehr viele Leuten Mut auf die Geschichte mutig zu sein und nicht nur irgendwie in dem Jahr nach dem Studium oder wenn man irgendwie eh nichts groß zu verlieren hat, sondern dass auch innerhalb von kurzer Zeit wahnsinnig viel entstehen kann.
00:59:29: Deswegen ein großes Kompliment für das was ihr in den letzten dreizehn Jahren da erschaffen habt.
00:59:34: Pop-Top klingt auch als würde es in die Richtung gehen.
00:59:37: Und ja danke, dass du extra nach Hamburg gekommen bist!
00:59:39: Ja, danke.
00:59:40: Danke, dass ich hier sein durfte.
00:59:42: Vielleicht noch ein kleines Wörtchen zum Thema Mut.
00:59:45: Ja stimmt, man braucht Mut als Unternehmer aber andererseits ja was passiert denn wenn es nix ist?
00:59:51: Was passiert denn, weil man drauf kommt?
00:59:55: okay das war jetzt keine gute Idee.
00:59:57: Das braucht jetzt doch kein Mensch auf der Welt und das weißt du tatsächlich auch immer erst wenn du das Produkt am Markt bringst.
01:00:04: also wir haben selbst schon Produkte am Markt gebracht wo wir selber wahnsinnig überzeugt davon waren.
01:00:12: Erst am Markt siehst du, ob es wirklich ein gutes Produkt ist und das ist nicht immer der Fall.
01:00:17: Ja was passiert denn schon?
01:00:19: Also du hast vielleicht jetzt ein bisschen Geld investiert oder Zeit investiert... ...und das ist vielleicht den Bach unter deine Zeit und dein Geld.
01:00:28: aber auf jeden fall hast du eine riesen Learning!
01:00:31: Und ich kann jedem nur ermutigen den Schritt zu gehen um das mal auszuprobieren und das Mal zu machen.
01:00:41: Nur wenn man es macht, dann muss man das hundert Prozent machen.
01:00:44: Aber ja, macht's das!
01:00:47: Da gibt es noch so viele Dinge die man da draußen besser machen kann und es geht immer los mit einem guten Produkt und ein gutes Produkt.
01:00:56: Es bietet immer eine Lösung für ein Problem.
01:01:00: Das ist das Pudelskern.
01:01:01: du findest ein Problem?
01:01:03: Und löst das mit einem Produkt?
01:01:06: Das ist doch ein super schönes Schlusswort.
01:01:08: vielen Dank und Pudelskern.
01:01:10: Das muss ich mir auch auf jeden Fall merken.
01:01:12: Den kann sich noch nicht, den hast du heute zweimal gesagt.
01:01:14: Danke dir!
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