Bootstrapped & ohne Paid Ads auf 35 Mio. Euro Umsatz - mit Anna von Wildling
Shownotes
Von der Idee aus dem Familienalltag zur führenden D2C-Marke für Barfußschuhe: Anna Yona, Mitgründerin von Wildling, erzählt im Gespräch mit Romy, wie aus dem Wunsch nach besseren Kinderschuhen ein Unternehmen mit über 35 Millionen Euro Umsatz entstanden ist, ganz ohne klassischen Vertrieb und über viele Jahre fast ausschließlich durch Weiterempfehlungen.
Im Podcast spricht Anna darüber, wie Wildling eine starke Community aufgebaut hat, warum das Unternehmen lange bewusst auf klassische Marketingkanäle verzichtet hat und welche Rolle Produktqualität für nachhaltiges Wachstum spielt. Außerdem teilt sie offen ihre Erfahrungen mit schwierigen Entscheidungen während der Wachstumsphase und erklärt, welche nächsten Schritte Wildling auf dem Weg zur internationalen Marke plant.
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich hab mit Anna von Wildling gesprochen.
00:00:02: Anna hat Wildling als Barfuß-Schuhmarke vor über zehn Jahren gegründet und damit diesen Schubereich maßgeblich groß gemacht in Deutschland, auch Großes erschaffen, nämlich thirty-fünf Millionen Euro Jahresumsatz nur im DTUC Shop ohne Grosspaid Advertising, ohne Reseller, ohne Marketplaces also... ohne Einzelhandel, unglaublich.
00:00:22: Und davon träumen glaube ich relativ viele.
00:00:24: und sie hat aber gesagt naja ihr größer Marketing Channel waren tatsächlich Empfehlungen.
00:00:28: und genau diese Empfehlung sind natürlich während Corona weggebrochen.
00:00:31: man hat sich nicht mehr so intensiv ausgetauscht über jede Kleinigkeit im Leben und man war auch nicht mehr bei anderen Leuten daheim.
00:00:38: heißt man sieht auch nicht unbedingt die Schuhe von anderen hat für einen ganz schönen Einbruch gesorgt, den sie dann auch in der internen Planung berücksichtigen mussten und deutlich Leute entlassen mussten.
00:00:47: Und darum ging auch so der zweite Teil von unserem Interview was das damals mit ihr gemacht hat, was Sie aus dem Thema Kündigung gelernt haben, was ich jetzt anders machen würde.
00:00:55: Das ist ein Thema, was ja leider gerade viele von uns betrifft und daher kann man da glaube ich auch sehr viel draus mitnehmen.
00:01:02: Ich fand es unglaublich transparent ein Thema über das viele nicht so gerne sprechen.
00:01:07: Deswegen da auch ein großes Dankeschön an Anna und ich wünsche euch jetzt ganz viel Spaß mit der Folge!
00:01:17: Hallo, liebe Anna.
00:01:18: Herzlich willkommen im Podcast!
00:01:19: Ich freu mich sehr, dass du heute da bist und uns in eure Wildlingsstory mitnimmst vor allem weil es heute um das Thema Barfußschule geht ein sehr großes Business-Thema auch in Deutschland womit ich noch nicht so viele Berührungspunkte hatte.
00:01:33: zumindest habe ich mir immer Keywords Suchen angeschaut und immer gesehen auf Amazon.
00:01:37: Es ist ein sehr grosses Thema.
00:01:39: darüber jetzt nochmal mehr zu erfahren finde ich sehr spannend.
00:01:42: deswegen erstmal herzlich Willkommen im Podcast Anna.
00:01:45: Danke dir Romy, danke für die Einladung.
00:01:47: Ich bin gespannt auf deine Fragen.
00:01:50: Ihr macht das ja jetzt schon dreizehn Jahre!
00:01:52: Das ist eine ganz schön lange Zeit.
00:01:54: und wie ist es dazu gekommen?
00:01:56: Und wie groß war das Thema damals versus heute?
00:02:01: Genau also wir machen das de facto seit dreizehn Jahren das du recht im Business und wir seid elf.
00:02:06: Ja, das davor war Produktentwicklung.
00:02:08: Wir sind aus einem ganz eigenen privaten Grund darauf gekommen.
00:02:12: unsere Kinder sind quasi barfußaufgewachsen.
00:02:14: mein Mann ist Sporttherapeut.
00:02:16: ich habe in Tel Aviv studiert hab ihn dort kennengelernt.
00:02:18: die kinder sind quasi da im kleinen Dorf hinterher in israel aufgewachsen und wir sind dann zwei tausend dreizehn zurückgekommen nach deutschland Und was man total schön sehen konnte, war wie die sich bewegt haben.
00:02:29: Also ohne diese Schuhe, wie viel Sicherheit sie hatten weil sie den Boden gut spüren konnten auch wie leicht diese Bewegung waren also wie einfach das für die war.
00:02:39: und das hat sich dann sehr geändert als wir nach Deutschland gekommen sind, als ich Schuhen einfach brauchten also auch einen rein klimatisch bedingte Schuher brauchten.
00:02:47: Und dann haben wir gemerkt, okay es braucht hier irgendwas und das gibt es so nicht am Markt oder dass was es am Markt gibt.
00:02:53: Es passt so nicht.
00:02:54: die Kinder wollten die Schuhe nicht tragen.
00:02:55: und dann haben Wir quasi uns dran gemacht ein eigenes Produkt zu entwickeln und ich glaube Das war so eine Mischung aus.
00:03:03: also Ich glaube wir waren So einer sehr guten Zeit mit dieser Idee am markt.
00:03:07: es kam gerade auf als es gab das buch born to run vom Christopher McDougall.
00:03:12: der hat da ganz viel angestoßen damit reinzuschauen zu sagen, warum haben so viele Menschen Sportverletzungen?
00:03:18: Warum ist Joggen scheinbar das Schlechteste, was man machen kann.
00:03:22: Es gibt kaum jemanden der joggt und keine Knieprobleme hat.
00:03:25: Wie müsste man laufen?
00:03:27: Wieso stören uns Schuhe bei einer natürlichen Bewegung?
00:03:30: Das kam gerade auf.
00:03:31: Da war mein Mann sehr nah dran als Sporttherapeut.
00:03:35: Er hatte selber Barfußlaufkurse in Israel oder ... Also wie kann man anders laufen?
00:03:41: D.h.,
00:03:42: von ihm kam da die ... die berufliche Interesse daran.
00:03:46: Und dann haben wir gesagt, okay für Kinder gibt's so viel noch gar nichts am Markt.
00:03:51: Wir machen das jetzt.
00:03:52: Weil wir entwickeln einen Schuh, obwohl wir keine Ahnung davon haben wie man Schuhe macht und daraus ist schnell eine Marke für die ganze Familie
00:03:58: entstanden.".
00:04:00: Wie hat sich das bei deinen Kindern geäußert?
00:04:01: Einfach dass sie gesagt haben es stört sie total was am Fuß zu tragen.
00:04:05: oder haben Sie das irgendwie konkretisieren können sodass ihr auch wusstet was ihr in eurem Produkt auf jeden Fall beinhalten müsst?
00:04:14: Das war eher kein Feedback von den Kindern.
00:04:17: Sie haben sie einfach ausgezogen, wollten sie nicht tragen.
00:04:21: Was übrigens sehr viele Kinder machen ist was gar nicht nur unsere Kinder machen.
00:04:24: man sieht das sehr häufig dass Kinder versuchen eigentlich die Schuhe wieder auszuziehen wenn man sie ihnen gerade frisch anzieht und man gewöhnt sich dann daran.
00:04:31: Und das andere, sehr eindeutig war eben die Veränderung des Bewegungsablaufes.
00:04:36: Du konntest wirklich sehen wie die Kinder unsicherer geworden sind mehr gestolpert sind sich weniger gerne bewegt haben und auch weniger leichtfüßig bewegt habe also tatsächlich wortwörtlich.
00:04:49: Dann haben wir halt gesagt okay was muss eigentlich... Also was ist eigentlich ein so einem Schuh zu viel?
00:04:53: Was darf eigentlich alles weg?
00:04:54: Also was braucht es noch damit es eben in Fuß schützt Vorwitterungen vor Verletzungen?
00:05:00: Und was braucht es eben auch alles nicht?
00:05:02: Und einen so modernen Schuh, da ist ganz schön viel dran, was das nicht braucht.
00:05:05: Genau und dann haben wir das quasi eigentlich zurückentwickelt auf wie waren denn früher Schuhe?
00:05:11: Was sind ganz ursprüngliche Schuhen?
00:05:13: Wie muss ein Schuh beschaffen sein damit er einmal den Fuß nicht stört und verändert und verformt und damit eben eher auch nicht die Bewegung verändert maßgeblich genau.
00:05:24: Und was nimmt man konkret weg?
00:05:26: ich stelle mal so eine blöde Frage
00:05:30: Also du nimmst einmal so viel Material unter dem Fuß weg.
00:05:34: Ist quasi die Frage, also diese Vorstellung dass ein Fuß nach unten eine Dämpfung braucht ist Quatsch im Prinzip.
00:05:43: Also die Bewegung wird deswegen nicht weicher, weil du mehr Gummi unterm Fuß hast.
00:05:47: Sondern das ist sogar fast das Gegenteil.
00:05:49: also der Körper kann ich mir spüren ob der Boden hart ist oder weich und wenn es die Bewegungen verändert dann setzt auch dieser natürliche Abfedermächernismus aus.
00:05:59: Wir haben eigentlich einen perfekten Abfedermechanismus in unserem Körper.
00:06:02: Man muss jetzt vorstellen wie so eine Ziamonika man tritt auf und das Ganze geht quasi einmal zusammen an allen Gelenken und dann wieder in Vorwärtsenergie nach vorne.
00:06:11: Das heißt, du brauchst keine Dämpfung unter den Fuß um die Bewegung weicher zu gestalten.
00:06:14: Das kann der Körper wunderbar von alleine.
00:06:17: Wir haben erst mal Sohle weggenommen, um auch wieder den Boden spüren zu können und diesen unnatürlichen Abfedermichern rauszunehmen.
00:06:25: Dann musst du ganz viel... Du hast ein Fußbett mit drin.
00:06:30: Das war so normal gesagt, das ist gesund wenn da ein Fußbad dran ist.
00:06:34: Es ist es natürlich nicht weil das quasi deine Muskeln unterstützt.
00:06:37: Wenn du eine Muskel unterstützt kann dann nicht mehr arbeiten wird der Schwächheit.
00:06:40: Das heißt wir schwächen eigentlich unser Fußgewölbe mit einem Fußbad.
00:06:45: Das heisst auch die sehr bekannten Gesundheitslatschen, die gerade überall getragen werden.
00:06:51: Das ist ein ganz anderes Prinzip was dahinter steckt und eins was den Fuß tatsächlich schwächen kann.
00:06:58: Dann kannst du rausnehmen alle möglichen Materialien, die da sind um einen Schuh auch steifer zu machen.
00:07:02: Also hast du Fersenkappen und du hast vorne Kappen.
00:07:05: also es ist alles da damit der Schuh im Regal toll aussieht aber wird gar nicht gebraucht oder kann sogar sehr stören.
00:07:12: Und dann ist das letztendlich eine Frage der Form.
00:07:16: Also man braucht eben ein Schuh der vorne Platz bietet für die Zehen.
00:07:19: Wenn man sich so ein Babyfuß vorstellt dann sind das so die Zähnen alle so schön gespreizt nach oben.
00:07:24: Das ist eigentlich was wie so'n Dreieck Und unser Fuß wird halt immer mehr zu einem, der sich so vorne zusammenzieht.
00:07:30: Also wir haben eigentlich keine gesunden Füße mehr und das fängt schon im Kindergartenalter an und da braucht es einfach Platz.
00:07:37: Genau dann ist es natürlich auch ein Umgang jetzt auf einer Nachhaltigkeitsperspektive, dass was nicht dran sein muss.
00:07:43: Braucht man vielleicht auch gar nicht erst zu produzieren.
00:07:45: Das heißt es dann auch im Material eben nur auf das Wesentliche zu gehen und nicht auf mehrere Lagen verklebten Kunststoff oder so.
00:07:53: Ich wusste, dass ich heute viel lernen werde.
00:07:55: Und wie geht man so eine Produktentwicklung an?
00:07:58: Du hast selbst gesagt dein Mann war Sporttherapeut auch zu dem Zeitpunkt.
00:08:03: das hilft natürlich ungemein um auch die Physiologie zu verstehen.
00:08:09: aber ihr hattet jetzt ja kein Produkte sein Hintergrund und ist es jetzt was ich auch schon raushöre kein Alibaba-Produkt was man dann einfach bestellt und mal schaut und ein paar Änderungen reingibt Sondern das ist ja super spezifisch.
00:08:24: Wie fängt man da an?
00:08:26: Wie findet man die richtigen Partner?
00:08:28: Also, das war tatsächlich die größte Hürde auf unserem Weg und was am längsten gedauert hat.
00:08:33: am Anfang War auf der einen Seite eben zu sagen wir möchten Schuh machen Wir brauchen natürlich Expertise dafür.
00:08:41: Wir brauchen Menschen, die wissen wie es geht Und wir dürfen von diesen Menschen aber nur bestimmte Dinge uns aneignen und andere müssen wir anders machen oder müssen sie darum bitten, das anders zu machen als sie es gelernt haben.
00:08:52: Und das war ein total schwieriger Ballonsakt.
00:08:54: Das heißt ja, Sie haben uns schon die Experten-Expertinnen gesucht aus der Schuhherstellung, Schuldesign, Leistenbauer – das sind alles sehr natürlich sehr spezialisierte Berufe – und haben dann quasi gesagt so Leute also wir sind ein bisschen vom Ziel ausgegangen.
00:09:10: Wir haben gesagt wie soll sich das eigentlich anfühlen hinterher?
00:09:12: Und wo wird sich jetzt unterscheiden von dem Produkt?
00:09:15: was es schon gibt?
00:09:16: auf dem Markt sind halt immer eher von so einem, wie so ein Handschuh.
00:09:20: sollte sich das anfühlen.
00:09:21: Und dann haben wir selber angefangen eben zu sagen vom Design als es natürlich gab's auch gleichzeitig sowas wie eine Markenentwicklung für wen ist dieses Produkt?
00:09:32: Wie soll es deswegen auch aussehen?
00:09:33: also das ist ja auch so ein iterativer Prozess von Funktion und Design jetzt im Sinne von Zielgruppendesign etc.
00:09:43: Ja, also das war ein iterativer Prozess.
00:09:46: Wir sind hingegangen und haben gesagt so soll sich es anfühlen?
00:09:49: Wie können wir das schaffen?
00:09:51: Das sind unsere ersten Ideen.
00:09:52: Also ich werde zum Beispiel... Unsere Sohle ist ja nicht klassisch geschlossen sowie bei einem normalen Schuh, sondern wir sind bei der Sohles eben auch hingegang, haben gesagt okay Wie viel Sohle braucht es eigentlich jetzt?
00:10:02: nicht nur, indem wie dünn darf sie werden.
00:10:04: Sondern auch wo braucht das überhaupt eine Sohn?
00:10:07: und wo braucht's eigentlich keine Sohne unter dem Fuß?
00:10:09: Und eigentlich braucht die Sohlle ja nur da, wo der Fuß jetzt regelmäßig den Boden berührt um einfach dann abgeschutzt zum Beispiel zu gewährleisten und ein Verletzungsschutz.
00:10:19: Das war dann so ne ganz grobe Zeichnung und dann hatten wir halt einen Freelance Designer und der hat dann daraus eben tatsächlich das finale Sohn-Design entwickelt, so wie es heute auch noch ist Genau, und dann geht man halt hin.
00:10:32: Dann kriegt man sehr oft zu hören, das geht so nicht.
00:10:34: Das können wir so nicht machen, das macht man so nicht Und das ist dann ein bisschen eine Gratwanderung über wie viel setzt man sich darüber hinweg?
00:10:41: Und wo haben sie vielleicht auch recht?
00:10:43: also das ist keine einfache Prozess.
00:10:47: Okay spannend!
00:10:50: Damals hattet ihr aber nur die Idee dass als Kinderschuh erstmal zu entwickeln da gab es noch keinen erwachsenen Schuh
00:10:57: Richtig, also das war wirklich für Kinder gedacht.
00:10:59: Es waren Kinderprojekte und Kinderschuhe.
00:11:04: Wir haben ein bisschen gebraucht bis das Produkt so fertig war wie wir es quasi launchen konnten in der Crowdfunding-Kampagne und haben diese Zeit aber sehr gut genutzt, um schon mal eine Community aufzubauen.
00:11:15: Ich war sehr viel bei Facebook was damals unterwegs, hab da Offline-Genetzwerkt.
00:11:22: Wir haben uns quasi so ne kleine Community aufgebaut in der Zeit.
00:11:25: Das heißt als wir in die Crowdfunding-Kampagne gestartet sind waren da schon so tausend, das war damals viel, Tausend interessanten Interessentinnen mit denen wir auch schon ein bisschen iterativ in dem Prozess dahin schon mal testen konnten.
00:11:37: sowas gefällt euch eigentlich?
00:11:39: Und wie findet ihr das?
00:11:39: Und dann sind wir eben weiter in diesen Dialog gegangen, der Crowdfunding-Kampagne.
00:11:45: Das erste was kamen war, könnt ihr das bitte auch für Erwachsene machen?
00:11:49: Mega schön voll cool!
00:11:50: Ich hätte es gern für mein Kind, ich will's auch für mich selber haben und da ist eigentlich direkt die Idee entstanden oder einfach die Notwendigkeit klar geworden.
00:11:59: Menschen möchten den Schuh bitte auch auf sich haben und deswegen haben wir als Stretchziele immer neue Größen mit dazugenommen.
00:12:08: Das Segment, das wir uns ausgesucht hatten als unser Segment war eher so Grundschule.
00:12:13: Also sechs bis zehn Jahre, sechs bis zwölf Jahre und das ist letztendlich das Segment was bei uns das schwächste Segment ist.
00:12:21: also tatsächlich ist das was davor kommt die kleineren Kinder und vor allem die Erwachsenen sind unsere umsatzstärksten Segmente bis heute.
00:12:30: Und das hätten wir ohne diese Crowdfunding-Kampagne, ohne diesen Dialog mit den Leuten und den Unterstützern damals gar nicht rausgefunden.
00:12:38: Also wir hätten was gelauncht, also gar nicht den Erfolg hätte haben können wie das, was es jetzt hat.
00:12:44: Spannend!
00:12:45: Und die ersten Verkäufe liefen dann quasi auch über die Menschen, die ein Teil der Crowdfunding Kampagne waren?
00:12:53: Genau also das erste war quasi so eine Art Vorverkauf über den über das crowdfunding.
00:12:57: Also die die Unterstützung war gegen also als Gegenwert gab es dann halt die Schuhe dafür, dass heißt wir konnten unsere erste Produktion komplett vorfinanzieren und haben dann auch parallel noch einen vor Verkauf weiter laufen lassen bis wir Anfang zwei tausend sechzehntan den online shop live geschaltet haben.
00:13:14: Wir haben von Anfang an also in der für die crowdfunding Kampagne produziert aber eben auch darüber hinaus damit wir nicht für die erste Saison eben Schuhe hatten für den Shop und die waren dann mega schnell weg.
00:13:25: Das heißt, da sind wir eher in so ein Nachproduzier-Rhythmus gekommen erst mal.
00:13:30: Was war der Kanal am Anfang?
00:13:31: Jetzt abgesehen von den Crowdfundingleuten war's World of Mouth direkt weil das hör ich immer wieder.
00:13:37: Hatten wir auch schon paar Gäste im Podcasts, die eine Kicksglatterkampagne etc.
00:13:41: hatten und gesagt haben eigentlich hat es nur irgendwie ein zwei Wochen gebraucht nach der ersten Auslieferung und dann wurde vor allem sehr viel nachbestellt.
00:13:50: erzählt wurde, was man sich da eigentlich gerade gekauft hat oder was man endlich geliefert bekommen hat.
00:13:55: Was bei euch genauso?
00:13:57: Ja richtig also wir sind die die kompletten ersten Jahre nur über quasi nur über World of Mouth gewachsen Und wir sind ja zum Teil, haben uns verdreifacht von einem Jahr auf das nächste.
00:14:06: Wir hatten eine supersteile Wachstumskurve und haben sehr wenig bezahlte Werbung gemacht als was wir gemacht haben.
00:14:11: damals war ein bisschen Influencer-Werbung Das war oft noch so eher auch in so einem Blogger-Sigment.
00:14:18: Damals Instagram gab es ja quasi noch gar nicht.
00:14:21: Und genau also das war das war reine Weiterempfehlung.
00:14:26: Und ich glaube, eben weiterempfehlung aus zwei Gründen.
00:14:29: Also das eine ist wirklich dieses Wenn du Menschen in der Crowdfunding-Kampagne begeisterst, die sind ja Teil von deinem... also sie bringen das Produkt quasi mit dir auf den Markt.
00:14:36: Die sind total investiert in die Marke und in das was da kommt.
00:14:40: Sondern eben auch diesen Hype.
00:14:42: Ich habe das jetzt und guck mal und es funktioniert.
00:14:45: Man ist ganz anders verbunden glaub ich mit der Marke oder mit dem Produkt.
00:14:50: Und dann war es natürlich auch, also es gibt echt ein Haar-Erlebnis wenn man die Schuhe trägt.
00:14:54: Also wenn die Schuh das erste mal anzieht und auch wenn man dann damit läuft und dann über eine gewisse Zeit hinaus, dass man merkt so... Es verändert sich was bei mir im Körper Ich fühle mich besser, ich habe vielleicht weniger Schmerzen.
00:15:05: Das sind ja alles Momente in denen man gerne anderen Menschen von etwas erzählt hat, das ist der Social Currency die du quasi hast so.
00:15:11: Ich hab was entdeckt, ich kann dir was mitteilen.
00:15:14: oder für meine Kinder schau mal, die bewegen sich jetzt irgendwie mehr?
00:15:17: Oder es ist immer gestolpert, der stolpert nicht mehr.
00:15:20: Also das sind Sachen, die dann sehr stark dazu beitragen dass man eben das weitererzählt und empfiehlt.
00:15:28: Und bis heute ist das ein sehr großer Quizekanal für uns.
00:15:32: Okay.
00:15:33: Und kannst du uns ein bisschen mitnehmen?
00:15:36: Du hast gesagt, ihr seid sehr organisch gewachsen über die ersten Jahre trotzdem regelmäßig vertreifacht.
00:15:43: Wie waren so die grob, weißt du es noch, Stückzahlentwicklung oder auch Umsatzentwicklungen in den ersten Jahren damit man sich das auch mal grösentechnisch vorstellen kann weil jeder ja eigentlich ein ganz neues Feld erschlossen hat?
00:15:54: Also regelmäßig verdreifacht haben wir uns nicht, dass wir uns von einem Jahr auf das andere Mal verdreift, sonst eher mal so verdoppelt oder so... Genau, also wir haben angefangen mit ... Das erste Jahr waren ein Fünfhunderttausend und wir waren halt auch direkt profitabel.
00:16:11: Und dann ist es eben auf einstellige Millionen-Summen hochgegangen und dann den Sprung auf die, was weiß ich?
00:16:17: Auf die dreizehn, auf die sechzehn, für die vierundzwanzig, auf sie dreißig, fünfdreißig.
00:16:20: Also so sind relativ schnell bei fünfdreißig Millionen gelandet ohne dass wir da wirklich viel aktiv machen mussten.
00:16:32: ist so die ersten Millionen, das hört man ja oft.
00:16:35: Mhm.
00:16:37: Gerade wenn man nie trifft ... dass man die schnell erreicht oder auch gute Wachstumsraten hat, thirty-fünf Millionen ohne große Werbung investiert?
00:16:47: Das hört man wiederum eher selten!
00:16:49: Was würdest du sagen, waren eure ... Also was hat euch zu diesen thirty-five Millionen gebracht?
00:16:54: Ja vielleicht irgendwann dann auch Werbung aber... Das ist schon eine große Nummer.
00:16:59: So
00:17:00: Ja und das rein die Tussi.
00:17:02: Also wir sind wirklich ein Kanal, also nur unser Online Shop.
00:17:05: Wir sind nicht auf Amazon, wir sind nicht bei Händlern... ...wir sind nur über den Online Shop erreichbar und auch vor allen Dingen im Kernmarkt dach so.
00:17:12: Was hat dazu geführt?
00:17:14: Ich glaube es sind verschiedene Dinge.
00:17:16: Es ist einmal der Aufbau einer Community Und auch die Gestaltung einer Community Die Mitnahme von Menschen und nicht nur zum Beginn zur Quart von den Kampagnen sondern eben auch danach.
00:17:29: Ja, eben Teil dieser Community werden wenn sie ein Schuh kaufen.
00:17:32: Also geht natürlich auch muss man nicht aber darf man sehr gerne.
00:17:36: es ist auch ein Produktqualität so mit Sicherheit.
00:17:42: also ansonsten hast du eben also wir haben ja nicht nur die Neukäufe dann sondern eben auch die Retention Die Wiederkäufe die dann zu diesen fünf drei Millionen führen.
00:17:51: Es ist Und glaube ich eine Konsequenz, die wir uns beibehalten haben gerade im Produkt.
00:17:56: Also da kommt auch ne gewisse Wiedererkennbarkeit und also so eine gewisse Verlässlichkeit Die Art und Weise wie man mit Menschen umgeht grundlegend Und es war aber auch natürlich eine Timing-Frage.
00:18:12: Wir waren zur richtigen Zeit im E-Commerce unterwegs, also dafür vielleicht sogar hätten wir fünf Jahre vorher noch anfangen können.
00:18:18: Aber so haben diese erste E-Combelle mitgenommen.
00:18:20: Also wir waren da wo das... Geil war und noch nicht total überlaufen.
00:18:26: Und ein total demokratisiertes Spielfeld, also wir mussten eben nicht Händler überzeugen dass sie jetzt ein völlig anderes neues Produktkonzept aufnehmen sondern wir durften direkt mit den Leuten sprechen und sagen hey Leute ist geil probiert es doch mal aus.
00:18:41: Da war ne Reichweite organisch Reichweiten kostenlos zu haben also das Facebook war.
00:18:46: ohne Facebook hätte es wirklich nicht gegeben.
00:18:48: so.
00:18:48: das war schon Sowohl in diesem Community als wenn wir auch eine Facebook-Gruppe bis heute.
00:18:55: Die für uns einfach, also die haben auch Beratung gemacht so, das war ein sehr aktives Miteinander und zwar eben organisch Reichweite.
00:19:04: du konntest dich darauf verlassen, deine Qualität machst sowohl im Produkt als auch im Content dann funktioniert das irgendwie.
00:19:10: Das hat sich natürlich jetzt... Also das heißt wir waren vom Timing her richtig für Ecom Und wir waren vom Timing her auch richtig für dieses Produkt.
00:19:19: Das heißt, es gab eine ... ein Umdenken Stück für Stück in der Gesellschaft was jetzt zum Beispiel Schuhwerk oder was so sehr gelernte Annahmen von was ist ein guter Schuh betrifft und da waren wir halt mit dabei.
00:19:33: Wir haben das natürlich auch mit aufgebaut und gefördert also diese ganze Education die dann irgendwie dahinter steckt.
00:19:39: Aber das waren die... Also das war das, was uns extrem viel aufgegeben hat.
00:19:43: Die Kombi aus den Dingen
00:19:46: Wie viel Prozent von euren Sales kommen heute aus Paid-Kanälen?
00:19:54: Nenn ich's jetzt mal.
00:19:55: Und wie viele kommen aus dem Organischen?
00:19:57: Es sind ja jetzt dreizehn Jahre, wobei seit dem Lounge elf Jahre sind vorbei.
00:20:04: Genau, also es hat sich dann erstmal viel geändert.
00:20:08: Also für uns hat sich vor allem durch die Pandemie extrem viel geendert weil sie einfach dazu geführt hat dass die Menschen sich nicht mehr soviel getroffen haben und wir haben das mega spät gerafft, dass unser World of Mouse Motor dort wahrscheinlich leiden wird.
00:20:21: Das hat uns eine totale Wachstumsbremse reingehauen Mit entsprechenden Notwendigkeiten.
00:20:29: Wir hatten total auf Wachstum ein Team aufgebaut,
00:20:33: d.h.,
00:20:34: wir mussten da erst mal korrigieren ... Das bremst einen ja auch erstmal sehr aus.
00:20:40: solche Schritte und wir musten uns komplett auf ein neues E-Com umfeld quasi einrichten indem sich andere schon extrem spezialisiert hatten natürlich.
00:20:51: Das heißt, wir haben so diese, ich glaube es gibt noch eine zweite E-Com-Phase.
00:20:55: Wo ist dann alles sehr... also wo einfach Performance dieses ganze Verständnis dafür?
00:21:02: wie macht man eigentlich Werbung hier auf diesen Plattformen?
00:21:04: Wie funktioniert ein Algorithmus?
00:21:05: Was ist gerade auch diese Veränderung damit?
00:21:09: Und da gab es am Anfang auch noch viel Platz in diesem Werbe real estate.
00:21:13: das haben wir komplett ausgesessen.
00:21:14: also hätten da glaube ich sehr, sehr wachsen können.
00:21:18: Da habe ich dem Unternehmen auch sehr im Weg gestanden weil ich das nicht wollte aber ich mir gedacht hab ja wir wollen das doch für andere Dinge ausgeben.
00:21:22: so warum ist man jetzt irgendwie hier google meta und so die haben doch genug Kohle?
00:21:26: Wir können das doch besser für für andere Dinger ausgeben.
00:21:29: genau und Ja dass das haben weh komplett verpasst und wir kommen also jetzt eigentlich erst in den letzten zwei Jahren und also wirklich die Fakto seit diesem Frühling machen wir das wirklich richtig konsequent.
00:21:43: Also, wir lernen auch noch ganz viel aber wir machen es erst jetzt so richtig genau und deswegen verschiebt sich gerade natürlich auch ein bisschen der Prozentsatz wieviel kommen jetzt eben durch Paid?
00:21:54: Und wie viele kommen durch Weiterempfehlung?
00:21:56: Das sind, also so wie wir es gerade anschauen ist das immer in Relation zueinander.
00:22:00: Und das macht es glaube ich ... Ich glaube, in absoluten Zahlen weiß ich gar nicht, wie viel sich da verändert hat grade.
00:22:07: Aber genau, da gibt's einen gewissen Schiff.
00:22:10: Wir haben jetzt ein größeres New-Customer-Wachstum.
00:22:12: deswegen, ne?
00:22:13: Ich weiß gar nicht ob das jetzt so viele weniger Leute sind die durch Weiterempfehlung kommen oder aus einfach nur mehr sind die jetzt gerade darüber kommen aber mindestens die Hälfte sind immer noch aus Word of mouth
00:22:23: Finde ich total spannend, dass du das sagst.
00:22:24: Das wäre nämlich auch eine Anschlussfrage gewesen, weil er natürlich schon ein bisschen recherchiert im Vorfeld.
00:22:29: und auf Amazon können wir immer sehr gut die Suchern fragen uns anschauen wie sie sich entwickelt haben über das letzte Jahr.
00:22:35: Und auf Amazon seid ihr glaube ich auch immer noch nicht online.
00:22:39: Ihr habt jetzt zwar mit Paid gestartet aber auf Amazon nicht und ihr hattet vorher so um nicht glaube irgendwie es fünf, sechshundert Markensuchen im Monat obwohl der dort nicht online war und seit Anfang des Jahres hat.
00:22:50: also jetzt habt ihr konstant Das passt perfekt mit dem Zeitpunkt zusammen, wo du gesagt hast, dass ihr mit Paid hochgegangen seid.
00:23:01: Und ich finde das bestätigt mal wieder super schön, da sehr viele auch gerade bei Meta-Werbung weil dann natürlich mittlerweile auch viel Werbung für Dropshipping Accounts dabei ist oder für Fake Accounts man bekommt die Produkte nicht so wie man es sich gewünscht hat.
00:23:17: Dass ganz viele einfach so ein Double Check auf Amazon machen und schauen so Gibt's diese Produkte wirklich, weil man dann dort in die Bewertungen geht und der Amazon-Kunde weiß, okay, darauf kann ich mich verlassen.
00:23:29: Da ist wenig gefaked oder wenn es die Produkte gibt, dann ist das so ein Trustsignal.
00:23:34: Ich hatte diesen Suchvolumen letzte Woche gesehen als sie mir vorbereitet hat und dachte mir, hattet ihr eine TV-Ausspielung?
00:23:40: Oder warum ist es kometenhaft nach oben gegangen?
00:23:42: Aber es macht total Sinn, wenn ihr vor allem jetzt erst angefangen habt, richtig in Pay zu investieren!
00:23:49: Genau, es ist sehr spannend und da merkt man auch direkt einen total blinden Flecken wie wir da haben.
00:23:55: Weil wusste ich gar nicht... Schickst du dir später durch?
00:23:59: Super!
00:24:00: Aber ja Du hast ein Thema schon angesprochen habe ich auch in der Recherche davor gesehen finde ich auch selten dass so transparent drüber gesprochen wird und das auch so proaktiv.
00:24:11: du das auch gerade jetzt schon wieder angesprochen hast.
00:24:13: dass du gesagt hast naja Mit Corona, das haben wir natürlich alle zum ersten Mal gemacht.
00:24:19: Da entstehen auch blinde Flecken und man versteht dann erst zu spät ... Oh Mann!
00:24:24: Ja klar, die Leute treffen sich weniger.
00:24:26: Unser wichtigster Kanal ist World of Mouth.
00:24:29: Die reden zwar noch über WhatsApp oder Telefonen aber das sind nicht die gleichen Unterhaltungen.
00:24:33: Und da hast du gesagt, ihr hattet eine wachstumsbremse?
00:24:37: Wie groß war diese Wachstumbremsen?
00:24:38: Oder so wie ich's rausgehört hab, habt ihr da Leute entlassen müssen?
00:24:43: Genau, also die Wachstumsbremse war jetzt vielleicht gar nicht so massiv oder hat sich... Also sowas zeigt sich ja dann eher auch über zwei Jahre und gewissen nachgelagerten Effekt gibt es wahrscheinlich auf der Ebene.
00:25:03: Wir hatten einfach wie vorher angesprochen viel zu viele Leute im Team.
00:25:07: Also das hatte viele Gründe.
00:25:08: Es hatte eben einmal den Grund, dass wir eher aus so einem okay, wir können gar nicht schnell genug Leute finden um das hier irgendwie zu stemmen.
00:25:15: Ja die Prozesse sind vielleicht noch nicht geil aber kümmern wir uns demnächst mal drum weil jetzt gerade müssen wir gucken was der Laden läuft viel mit Quereinsteigerinnen gearbeitet als inklusive ja und selbst also ich habe vorher auch nie ein Unternehmen geführt ne?
00:25:32: viel intuitiv gemacht und wenig uns darum gekümmert, was ist denn eigentlich Best Practice?
00:25:38: Oder teilweise sogar gesagt ja okay das war Best Practice aber wir wollen es gerne anders machen.
00:25:43: Das heißt wir hatten eine... Also auch da vielleicht jetzt irgendwie im Gegenzug zu dem was ich eben gesagt habe was uns alles in die Karten gespielt hat, hat halt auch Dinge gegeben sie wie ihr gemacht haben sehr aktiv.
00:25:54: Die zusammen auch eine gewisse Schwierigkeit dargestellt haben.
00:26:00: viele Themen, um die wir uns gekümmert haben, die nicht kerngeschafft waren.
00:26:03: Wir hatten sehr hohe Ambitionen was jetzt unsere Arbeitskultur miteinander betrifft, die zum unter anderem auch dazu geführt haben dass wir an Stellen sehr unproduktiv geworden sind.
00:26:18: Das ist glaube ich ein Podcast für sich.
00:26:20: aber genau Also, wenn du anfängst dich als Arbeitgeber oder Arbeitgebärin so zu positionieren, dass du sagst, Regeneration ist uns total wichtig.
00:26:30: Wir wollen Dinge anders machen wo sie in der Gesellschaft gerade in einer Schieflage sind.
00:26:37: also wir möchten zum Beispiel besonders viele Frauen auch in Führungspositionen.
00:26:41: Wir möchten Führungspositionen auch in Teilzeit anbieten und wir möchten eine virtuell zusammenarbeiten bevor das irgendwie ... Interessant war in Corona oder bevor das ein Thema geworden ist.
00:26:53: Wir möchten ja mit Queransteigerinnen arbeiten, wir möchten acht nehmen auf Diversität, Neurodiversität all diese Themen.
00:27:05: also einmal hast du dann Einfach also teilweise ist es zu viel gestemmt.
00:27:13: Also wir können zum Beispiel sagen, wir kümmern uns um Vereinbarkeit und das leben.
00:27:16: wie und was tun wir auch?
00:27:17: Und das ist auch von null bis hundert so dass es einfach unseres unser Thema Aber zusätzlich sich noch ganz viele andere Themen zu schnappen.
00:27:24: das wird dann einfach sehr sehr viel So.
00:27:26: und gleichzeitig wenn du rausgehst als Arbeitgeber an und sagst Das ist uns wichtig wen siehst du denn dann am ehesten an?
00:27:34: Menschen für die das ein wichtiges Thema ist.
00:27:38: Also Menschen, die zum Beispiel mit besonderen Bedürfnissen kommen oder die sich wünschen von einem Arbeitgeber, dass er Rücksicht nehmen kann auf besondere Bedürfenisse.
00:27:45: Ich glaube wir haben uns einfach zu viel vorgenommen zu korrigieren von Schieflagen in der Gesellschaft und alles zusammen also alles in einem.
00:27:53: So und das ist einfach, dass es dann zu viel des ricken Unternehmens so nicht mehr gestemmt also nicht in der Gesellschaft in der wir uns bewegen.
00:28:00: Nicht mit den Regeln der Wirtschaft die einfach da sind mit den hohen Steuern, die wir haben auf Arbeitskraft etc.
00:28:08: Genau und das hat sich so ein bisschen so einen Perfect Storm irgendwie zusammengebraut und das waren einfach zu hoch Personalkosten de facto.
00:28:17: Und dann lass aber mal Menschen gehen in der Kultur, wo die Ideale oder ... Wo die Latte sehr hoch hängt.
00:28:25: Genau und das mussten wir erst mal schaffen.
00:28:29: Dann auch miteinander da durchzukommen und zu sagen so ist es in Ordnung, wir lassen als Menschen gehen.
00:28:34: Wilding darf das!
00:28:35: Wilding muss das auch machen.
00:28:38: Damit andere bleiben können?
00:28:40: Ja genau damit's uns weiter gibt richtig.
00:28:43: Würdest du sagen... Da hat viel Naivität mitgespielt, weil du grade gesagt hast ... dass ihr viele vielleicht auch gesellschaftliche Dinge korrigieren wolltet.
00:28:59: Ja genau man kann das naivitär.
00:29:00: also ich glaube es sind hohe Ideale so.
00:29:02: Ich glaub wir haben schon auf deutliche mehr geguckt als man als Unternehmen vielleicht machen muss.
00:29:10: Ähm ich bin auch nach wie vor der Bezeugung, dass das richtig ist grundlegend oder dass das nur eine also gemeinsam eine andere Gesellschaft gestalten könnten, wenn wir da auch mehr drauf achten oder auch mehr dafür Rahmenbedingungen schaffen.
00:29:25: Und ich glaube Unternehmen können einen großen Teil dazu beitragen dass unsere Gesellschaft auch an der ein- oder anderen Stelle angenehmer wird.
00:29:32: für das Kollektiv.
00:29:34: so insofern ich weiß gar nicht ob es naivität war es wahrscheinlich definitiv In der hinsicht Dass wir geglaubt haben zu viel auf einmal stemmen zu können.
00:29:47: Da bin ich deutlich realistischer und gleichzeitig, also möchte ich mir schon auch was erhalten von diesem naiven Herangehen.
00:29:57: Von wegen so wir können mehr schaffen oder wir können auch bestimmte Dinge angehen oder wir konzentrieren uns auf der einen Seite aber es gibt trotzdem Themen die wir wichtig finden und für die wir uns einsetzen.
00:30:10: Ich finde es ein bisschen schade dass das im Prinzip eine Naivität sein muss.
00:30:16: Also es ist eben, also jetzt ein bisschen so eine Gegenübersteilung naivitätversus und wie abgebrühte Wirtschafts weiß ich nicht.
00:30:23: Muss das ja auch nicht sein aber genau.
00:30:25: Ich glaube es geht um Ballons in der letzten eines
00:30:29: Wenn du dich jetzt sehen könntest Aber Es ist die Anna vor zwölf Jahren.
00:30:36: Werdie Anna vor Zwölf jahren mit der Anna von heute happy Wie du dein Unternehmen führst oder wer sie geschockt dass es Eben nicht alles auf einmal geht.
00:30:49: Nee, ich glaube die... vielleicht bin ich da auch zu lieb mit mir selbst.
00:30:53: Aber ich finde das alle lieb bei uns sein.
00:30:56: Im Gegenteil ist es so ein bisschen wie Anna von heute guckt auf die Anna von damals zurück und sagt, wenn du damals irgendwie vor drei Jahren oder einen anderen Hebel gezogen hättest, dann hätten wir's leichter haben können.
00:31:06: Das ist eher der Blick in die Richtung zu sagen okay Hätte ich auch mal früher die Augen öffnen können zu diesem oder jenen Thema.
00:31:18: Also eine gewisse Sturheit, glaube ich begleitet mich dann auch und die ist manchmal nicht ganz zielführend.
00:31:24: Plus dass man danach immer natürlich schlauer ist.
00:31:29: In der Situation in der du gerade beschrieben hast, in der befinden sich leider dieses Jahr deutlich mehr als letztes Jahr und das sie auch vor der Entscheidung stehen irgendwie Mitarbeiter entlassen zu müssen Und das ist, glaube ich für niemanden einfach.
00:31:45: Ansonsten sagt es auch viel über einen Menschen aus wenn man sagt ah das fällt mir jetzt total leicht aber du musstest da einmal durch und auch nicht nur mit einer Entlassung sondern mit mehreren direkt.
00:32:00: was würdest Du Arbeitgebern raten oder Teamleads?
00:32:06: Oder wer auch immer diese Gespräche führen muss der jetzt vor solchen Gesprächen steht?
00:32:10: So, danach ist man immer schlauer.
00:32:12: Was würdest du Ihnen raten?
00:32:14: Wie kann man sich das ... sich selbst aber natürlich auch denjenigen, die gekündigt werden, leichter machen?
00:32:22: Also einmal auf jeden Fall nicht nur den Fokus auf diese Gespräche haben.
00:32:26: Ich glaub, dass es so ganz automatisch schaut man irgendwie auf diesen Zeitpunkt wo man jetzt Kündigungen aussprechen muss und das ist irgendwie so ein großes Thema und eins vor dem man glaube ich auch viel Sorgen hat.
00:32:38: Ich würde nicht unterschätzen, wie viel Arbeit danach eigentlich erst anfängt.
00:32:42: Vor allen Dingen mit den Menschen die bleiben so.
00:32:45: Also das ist ein Prozess.
00:32:48: man kann ihn relativ gut vorbereiten und sollte es auch tun.
00:32:51: also es gibt eben diese Phase davor wo irgendwie viel rechtliches etc.
00:32:55: geklärt werden muss, vorbereitet werden muss.
00:32:58: Man kann da... Es ist gut sich dafür Zeit zu nehmen das Gut vorzubereiten die Führungskräfte zum Beispiel gut vorzubereiten, einen Plan zu haben, wen man wann mitnimmt.
00:33:09: Zu welchem Thema?
00:33:11: Und dann kommt eben diese totale Akute der Moment, wo man die Königungen ausgesprochen werden.
00:33:19: Je individueller man das machen kann, je stärker, je weniger Leute es sind, die man sozusagen abhandeln muss, je mehr man in persönliche Gespräche gehen kann, desto besser.
00:33:30: Also idealerweise mit allen Menschen, also nicht nur mit denen die gehen sondern auch mit denen bleiben.
00:33:35: Und dann braucht es eben eine sehr gut vorbereitete Phase für danach das bleibende Team.
00:33:41: Das geht dann durch eine gewisse Trauerphase hindurch und also so eine Verarbeitungsphase.
00:33:48: Menschen reagieren sehr unterschiedlich, gehen sehr unterschiedliche mit diesen Phasen um.
00:33:51: Es gibt Menschen, die springen quasi von jetzt auf gleich auf okay nach vorne weiter, sie ziehen eher eine Sicherheit aus.
00:33:56: wir verändern uns jetzt hier Und es gibt Menschen, die sind noch relativ lang in so einer Verarbeitungs- und Trauerphase.
00:34:04: Nur brauchen einen Moment um wieder zurechtzukommen.
00:34:08: Führungskräfte müssen gut vorbereitet sein dafür ihr Team durch diese Räume zu begleiten das zu erkennen was gerade gebraucht wird.
00:34:17: Und auch hier also je individueller man vorgehen kann je öfter man dann mal ein persönliches Gespräch führen kann desto besser.
00:34:24: Man kann nicht erwarten dass das Team in den Wochen direkt danach mega produktiv ist.
00:34:30: So, das ist einfach auch ... Man sollte es vielleicht nicht so teilen dass danach irgendwie gerade Hochleistung erforderlich ist weil eine Angst, Sorge, Trauer und so weiter.
00:34:39: Das ist jetzt nicht der beste Berater.
00:34:41: durch eine kreative Phase
00:34:46: Ja finde ich sehr gute Tipps.
00:34:48: Ich glaube wie du sagst man versteift sich da vielleicht sehr auf die einzelnen Gespräche Und zwar nicht mit denen die bleiben sondern mit denen sie gehen Und ist dann irgendwie erleichtert, wenn diese Gespräche durch sind und rechnet gar nicht damit.
00:35:04: Dass da eigentlich auch noch mal die wahre Arbeit startet.
00:35:07: Woran merkst du heute das Wildling, wie der ich nenn's mal gesund is?
00:35:11: Unabhängig von den reinen Business-KPI's?
00:35:14: ne?
00:35:15: Ja ... Also für mich hat das viel mit einer Team Stimmung und Produktivität zu tun, so als Finger am Puls.
00:35:23: Wie gut geht's Wildling gerade?
00:35:25: Wir machen regelmäßige Meetings auch in Person.
00:35:28: also wir sind heute immer noch komplett remote aufgestellt aber treffen uns eben auch regelmäßig in Person.
00:35:34: Diese Momente sind immer ein guter Moment, um so mit dem gesamten Team in Tuchfühlung zu gehen und zu gucken.
00:35:40: Wie ist die Stimmung?
00:35:43: Was gibt es für Fragen oder Themen, die uns gerade beschäftigen?
00:35:46: Das ist für mich immer ein ganz wichtiger Anzeiger davon wie wir zusammen hier sind.
00:35:53: Aber das zeigt sich natürlich auch vor allen Dingen in Ergebnissen.
00:36:00: Wie gut laufen die Prozesse gerade, wie gut laufen läuft die krossfunktionale Abstimmung.
00:36:05: Wie kreativ sind wir in bestimmten Räumen?
00:36:09: Wie ehrlich können da miteinander sein?
00:36:11: also einfach wie offen können wir direkt wenn wir Dinge ansprechen?
00:36:14: wie oft geht es um die Sache so und die Beziehungsebene wird eben trotzdem gewahrt.
00:36:17: wie sehr können wir uns herausfordern auch sagen hey cool dass wir mutig sind und nächstes mal noch ein Schippe drauf?
00:36:29: Für mich ist es auch aus meiner Perspektive für meine Rolle, wie gut ist mein Führungsteam?
00:36:33: Welche Leute sind da eigentlich?
00:36:35: Wie engagieren die sich gerade?
00:36:38: Wie viel Gestaltung entsteht ... Das ist grade eine tolle Erfahrung mit Menschen, die neu dazu gekommen sind.
00:36:47: Die viele Erfahrungen mitbringen und was das dann von Impact hat auf die gesamte Organisation so.
00:36:55: Um mal wieder zu den sehr positiven Dingen zu kommen, ihr habt da ja auf jeden Fall eine Wahnsinnserfolggeschichte auch in den letzten Jahren hingelegt.
00:37:03: Du hast gesagt naja die Kanäle, die ihr dazu genommen habt was paid vor allem angeht das ist jetzt noch gar nicht lange her.
00:37:10: trotzdem seid ihr auf die thirty Millionen Euro Umsatz gekommen.
00:37:13: gab es dazwischen für dich noch Meilensteine Die man jetzt ja auch rückblickend oft dann festmachen kann Was so die großen steps waren zwischen Jetzt nur word of mouth und Jetzt aber ganz frisch Paid.
00:37:26: Was lag da dazwischen?
00:37:28: Also einmal nur kurz, damit das nicht missverstanden wird ... Wir gehen Paid jetzt das erste Mal richtig professionell an und auch mit einem halbwegs professionellen Budget.
00:37:39: Wir haben schon auch jahrelang Paid gemacht.
00:37:42: Wir machen Paid seit ein paar Jahren, aber eben oft so unter Ferner liefen in einem sehr kleinen Budget.
00:37:49: Da war eine Person, die hat sich darum gekümmert, Es war eher so ein bisschen auch so ein Streitthema, was ist Brand?
00:37:56: So kennt man ja die Diskussion.
00:37:59: Genau und also das heißt wir haben schon immer auch ein bisschen Paid gemacht Wir haben viel mit Influenzern zusammengearbeitet.
00:38:08: Also das haben wir tatsächlich von Anfang an auch gemacht.
00:38:10: Und damals war es eben so dieses hey du schreibst den Blog willst unser Produkt mal testen Und das hat sich dann auch enorm professionalisiert, aber da sind wir schon mitgegangen.
00:38:21: Das haben wir schon immer gemacht und ich glaube... Da gibt es jetzt auch Dinge die wir vielleicht zu wenig gemacht haben bislang in denen wir uns noch mal professionell so Content-Erstellung durch Influencer etc.
00:38:33: Wir sind ein bisschen spät dran an viel stellen!
00:38:37: Wir haben relativ viel so Events gemacht.
00:38:39: Das waren am Anfang eher so Endkundenmärkte, sowas wie Hellenmarkt, fair gut sie sind dann durch die Pandemie auch ziemlich eingegangen.
00:38:48: aber wir haben auch ja also eigene Popups haben wir relativ viel gemacht.
00:38:55: Wir hatten eigene Läden in Köln und Berlin, die haben wir zugemacht.
00:38:58: jetzt eben im Rahmen der Umstrukturierung So und das Internationalisierung ist auch ein immer großes Thema gewesen für uns.
00:39:07: Und eins was wir eigentlich nie richtig fokussiert angehen konnten, also wir haben eine Entity in den USA, also mussten wir einfach auch zwangsläufig durch den Umsatz dort vor Ort.
00:39:16: USA waren eigentlich am Anfang in der Crowdfunding-Kampagne und im Jahr danach war quasi die Hälfte der Umsätze aus den USA.
00:39:25: Wir haben es dann aber nicht so... vorantreiben können, weil es einfach genau, wir haben das nicht so weiter verfolgt.
00:39:31: Aber Internationalisierung ist auf jeden Fall und wird auch wieder ein sehr viel größeres Thema für uns.
00:39:34: Weil wie gesagt, wir sind die stärkste D to C E-Com also rein auf unseren Ecom Kanal geschaut oder einen auf online geschaut sind wir die stärkseste Marke in Deutschland oder ein Dach sogar.
00:39:44: Das heißt, wir müssen auch gucken wenn wir weiter sehr konsequent die über unseren eigenen Kanal dann brauchen eigentlich andere Märkte um auch wieder wachsen zu können.
00:39:52: Also es hat sich ja sehr viel verändert in diesem Markt.
00:39:54: Es gibt extrem hohen Web-Developes Druck.
00:39:57: Es gibt ein paar größere Player da sind wir mit dabei und das gibt dann eben auch unglaublich viele neue Brands die jetzt so in den letzten Wochen Jahren sich in diese Nische rein entwickelt haben.
00:40:09: Das heißt wir brauchen auch neue Wachstumsfelder einfach Hm.
00:40:15: So, jetzt hab ich deine Frage nur so halb beantwortet?
00:40:18: Ja doch!
00:40:19: Einmal abgedriffelt.
00:40:20: Ich glaub auch sehr spannend ... Ich mein, ich hab mir eure Konkurrenz angeschaut und ähm ... Ich kann mir gar kein Bild machen wie wenig Konkurrents wahrscheinlich im Jahr zwanzig fünfzehn da war als ihr gelauncht habt.
00:40:30: Wie positiv oder negativ siehst du die Konkurrence?
00:40:34: Weil ich glaube, ihr seid sehr strikt was Produktqualität angeht Barfußschuh auszusehen hat und wie er zu funktionieren hat.
00:40:47: Ich könnte mir vorstellen, dass ihr nicht ganz happy seid vielleicht auch mit der welche Produkte jetzt irgendwie dieses Thema vorantreiben.
00:40:54: oder sagst du nee eigentlich hilft es uns nur enorm das Thema noch weiter auszubreiten vor allem bei Firmen die vielleicht auch schon lange viel paid gemacht haben, sodass das Thema dadurch beschleunigt und größer wurde.
00:41:07: Und ihr davon auch profitiert habt?
00:41:09: Wie siehst du das?
00:41:09: Weil da ist ja wirklich sehr viel aufgekommen seit ihr gestattet seid!
00:41:14: Ja, es ist eine sehr spannende Frage und ich glaube auch eine die gar nicht so eindeutig zu beantworten ist.
00:41:21: Grundlegend finde ich es total gut dass das Thema immer bekannter wird weil es tatsächlich ein Gesundheitseffekt geben kann und dass er erstmal eine gute Sache ist.
00:41:33: Es gibt auch super spannende Bewegungen, dass eben weirde Schuhe, wenn man es einfach mal so ausdrückt, klustert.
00:41:41: Auch total spannend werden in der Mode.
00:41:43: Also ein Schuh macht ja ganz viel vom Outfit und vom Look Und wir bewegen uns weg von einem sehr standardisierten konventionellen, also zu dem Kleid darfst du nur das tragen und auf dem roten Teppich darf ihr nur dies getragen werden.
00:41:55: Und im Büro darf man schon gar nicht und so.
00:41:57: Also da geht's ja weg von und hin eigentlich zu ... Ich finde es schon zu komfort, zu Wellness, zu Health aber auch zu.
00:42:06: ich setze mit meinen Schuhen ein Statement.
00:42:09: So deswegen sind auch ... Sahlohohn-Sneaker
00:42:11: sind mein bestes Beispiel dafür.
00:42:13: Das weiß ich bis heute nicht verstehen!
00:42:15: Genau.
00:42:16: Also es werden Schuhe eigentlich aus anderen Bereichen... also Birkenstock, sorry aber das war auch nicht für den Laufsteg geplant ursprünglich Genau, dann kommen jetzt Tabi mit dieser abgetrennten Großzehe.
00:42:32: Vibram Five Fingers hat eigentlich auch keiner für den Laufsteg geplant so einen Balenciaga oder so.
00:42:37: Das schnappen sich an so ein Schuh und machen damit eben einen Look.
00:42:40: Und also durch Schuhe kannst du halt unglaublich viel der Krocks... Also es gibt ja eigentlich gerade die Season für weirde Schuhen ist so.
00:42:49: Also nicht nur die Season sondern totaler Trend!
00:42:52: Das heißt, wir brechen irgendwie Standards und Konventionen auf.
00:42:55: Und fangen an die anders zu besetzen.
00:42:56: Ich glaube das ist eine total spannende Bewegung, die da entstanden ist.
00:43:04: In diesem Markt haben wir neben unseren Top-Wettbewerbern eine eigene Positionierung.
00:43:14: Wir arbeiten gerade auch noch mal stärker daran, die auch klarer zu machen nach außen.
00:43:20: Aber ich glaube, daneben gibt es gut Platz für uns.
00:43:24: Und dann passiert natürlich trotzdem auch etwas, dass eben ... Also für uns ist es zum Beispiel schon ein Nachteil.
00:43:30: Dass wir nicht in anderen Kanälen verfügbar sind.
00:43:34: Dieses Thema rot auf Maus hat sich angespannt.
00:43:36: Stellt ihr vor jemand begeistert von unserem Schuh und sagt hier voll cool musst du dir mal anschauen?
00:43:41: Das sind Barfußschuhe bla-bla-bla Wildling.
00:43:44: so was behält man hinterher?
00:43:45: barfuß schuhe.
00:43:46: ich geh in den Laden nebenan sag ich brauche noch einen Schuh für mein Kind oder ich hab selber irgendwie davon gehört.
00:43:51: so ach ich will mir das mal anschau Und da stehen wir halt nicht im Regal.
00:43:55: Also, wir haben schon ein Produkt was du auch im Regaleben andere stellen könntest und sagen könntest okay das ist noch mal anders so dass es hat schon etwas sehr besonderes und wir sind da halt nicht.
00:44:05: also wir sind aus Gründen nicht also einmal aus dieser Spezialisierung auf die Tussi und auch einer gewissen Kernkompetenz die wir uns da erarbeiten und behalten möchten und aus einem reinen Produkt kosten Thema.
00:44:19: Also unsere Schuhe sind de facto deutlich teurer, glaube ich als alle anderen die auf dem Markt sind und das hat Gründe, also sehr unterschiedliche Gründe aber genau.
00:44:30: Das heißt wir können da gar nicht neben den andern im Regal stehen für den gleichen Preis?
00:44:36: Ich habe es, ich glaube ich weiß nicht ob es in der Textilwoche war gelesen dass ihr vierzig Euro von einem hundertzwanzig Euro Schuh geht in Material.
00:44:47: Material und Produktion.
00:44:51: Das ist eine unglaublich große Rate für ein Produkt.
00:44:55: So wie du sagst, plant ihr das irgendwie zu optimieren?
00:44:59: Weil du hast grad selbst gesagt es macht euch einfach auch viele Türen zu.
00:45:03: sei's der Einzelhandel.
00:45:05: Aber zum Beispiel auch auf Amazon sagen wir immer also mehr als zwanzig Prozent.
00:45:10: Also das zwanzige Prozent war ideal.
00:45:12: alles drüber da wird schnell knapp.
00:45:15: von der Kalkulation her.
00:45:16: Ihr seid jetzt bei Dreiundreißig Prozent ohne Rabatte.
00:45:21: Deswegen, wie ist da euer Plan?
00:45:23: Also wollt ihr lasst dir die Türen zu?
00:45:26: Versucht ihr Material und Produktion nach unten zu fahren oder den Verkaufspreis noch umzusetzen?
00:45:34: Ja also was wir jetzt gemacht haben ist ja Wir sind mit dem Teil der Produktion auch Vietnam gegangen.
00:45:39: Also wir haben vorhin Portugal produziert das heißt wir haben schon eine Reduktion der Produktionskosten In der Zukunft.
00:45:48: vor allen Dingen ist aktuell noch nicht es auch wenigen Produkten umgesetzt.
00:45:54: Weil uns das ermöglicht und also Vietnam haben wir uns ausgewählt weil die einfach sehr viel mehr Erfahrung haben in der Produktion dieser Art von Schuhen, dass heißt wir bekommen in einer sehr guten Fabrik eine bessere Qualität zu einem geringeren Produktionskostenpreis.
00:46:10: Und wir müssen nicht sparen an Materialien, also unsere Schuhe leben total viel von den Materialien.
00:46:19: Papier, Wolle... Leinen, das sind alles sehr ehrliche, sehr gute Materialien.
00:46:25: Sehr teure Stoffe teilweise auch so teuer weil es eben kleine regionale unabhängige Partner sind die wir auch mit aufbauen.
00:46:33: also da sind auch andere Verpflichtungen irgendwie dabei und diese Materialien machen das tragegefühl.
00:46:41: Also ist unsere Sohle die das ausmacht weil sie eben sehr besonders designert ist auch geschützt hat auch so kein anderer.
00:46:48: Und es sind die Materialien so dass es einfach Luxus Das sind wirklich, wirklich tolle Materialien.
00:46:53: und was wir nicht machen möchten ist an der Qualität der Produkte zu sparen.
00:46:58: Das heißt ne?
00:46:59: Wir haben jetzt eher geschaut okay wo können wir denn Kosten sparen ohne dass die Qualität leiden muss und ohne das wir eigentlich abrücken müssen von dem was unsere Schuhe unter anderem auch so besonders macht nämlich das Material?
00:47:10: Und genau also das sind Das ist jetzt der Weg den wir für uns definiert haben gefunden haben Und er glaube ich auch ganz gut funktionieren wird.
00:47:21: Wir werden niemals auf einen Preis kommen wie jetzt zum Beispiel unser Top-Webbewerber der einfach Schuhe hat, die sind reines Plastik.
00:47:29: Das wird nicht... Also das werden wir nicht toppen können, niemals so auch nicht wollen.
00:47:36: und auf der anderen Seite kommt halt auch die ganzen billig Anbieter also neue Brands, Amazon Brands die einfach in den Markt rangehen und die einfach wie will kopieren?
00:47:46: So das gibt es auch.
00:47:48: Also müssen wir uns mit auseinandersetzen, aber das heißt nicht dass für uns auf das Produktniveau begeben
00:47:55: werden.
00:47:56: Wenn wir mal die Klas Google gucken und uns anschauen wo ist Wildling in zwölf Jahren?
00:48:03: Wir verdoppeln die Zeit einmal genau.
00:48:06: Wo seid ihr überall, wie sieht Wildling aus?
00:48:08: Wo seid Ihr überall verfügbar?
00:48:10: aber auch wo besteht weiterhin rote Linie?
00:48:13: Du hast eine schon angesprochen gerade und hast gesagt unser Schuh wird niemals einfach nur aus Plastik sein damit wir jetzt irgendwie Produktionskosten von fünf Euro pro Schuh haben.
00:48:21: Was ist die große Vision?
00:48:24: Die größte Vision ist auf jeden Fall international genauso relevant zu werden wie wir das jetzt hier sind Vor allen Dingen eben in diesem DITUSI online unser Kanal.
00:48:35: Wir würden gerne weiter an diesen DITOSI bleiben, weil wir glaube ich Beziehung können so und das gerne weiter gestalten möchten Beziehungen und Marke Und weil es uns natürlich eben auch die Möglichkeit gibt, diese Produktstandards beizubehalten.
00:48:49: Also das ist einfach die Voraussetzung dafür, dass wir die Produkte direkt an unsere Endkundschaft verkaufen und nicht nur den ersten kauf sondern idealerweise daraus eine langjährige Beziehung entsteht in denen auch immer wieder Produkte gekauft werden so dass unser Geschäftsmodell funktioniert für uns.
00:49:07: Wir müssen jetzt quasi auf andere Länder genauso erfolgreich ausrollen, wie wir das gerade hier machen.
00:49:12: Und da gibt es auf jeden Fall sehr spannende Märkte für uns, die wir auch online einfach gut angehen
00:49:19: können.".
00:49:21: Sehr spannend!
00:49:22: Also ich höre raus, DITUSSI eher kein Einzelhandel und Produktqualität dort wo sie heute ist aber hoffentlich mit ein bisschen geringeren Produktionskosten zumindest und sehr viel Neue für euch trotzdem sehr profitable Kanäle, die stark auf euren DITOSI-Wachstum Einzahlen.
00:49:42: Und vielleicht noch so ein bisschen aus dem Betriebswirtschaftlichen heraus, also ich sehe Wildning nicht mehr als Nischenmarke, sondern eben eine Marke die in vielen Kontexten funktioniert.
00:49:54: Also wir haben sehr unterschiedliche Kundinnen und Kunden, die unsere Schuhe tragen und auch in sehr unterschiedlichen Situationen tragen.
00:50:02: Das finde ich total spannend.
00:50:03: das würde ich gerne noch viel weiter ausweiten.
00:50:05: Warum nicht einen Wildning auf einem roten Teppich oder warum nicht einen Also nicht in der Oper.
00:50:13: In anderen Momenten, also es kann zum Sport sein.
00:50:15: Es kann zu ausgesundertlichen Gründen sein aber das kann eben auch absolut einfach gesellschaftliches Lebenkultur sein und da wollen wir uns auch mehr engagieren.
00:50:25: Also wir sponsorn dieses Jahr das erste Mal das Haldernpop Festival.
00:50:28: Das ist so ein kleiner Geheimtipp eher von Festival.
00:50:33: Einfach mal zu schauen, welche.
00:50:35: Also wie können wir jetzt auch abseits von Meter und Google Geld einsetzen, um auch Kultur zu fördern?
00:50:41: Zusammenkünfte zu fördern, gemeinsame Erlebnisse zu förderen.
00:50:44: Und das würde ich gerne... also da sehe ich noch viel Potenzial für uns in den nächsten zehn Jahren definitiv!
00:50:50: Sehr spannend, liebe Anna.
00:50:51: Ich danke dir für den einen Blick!
00:50:52: Ich merke schon, ich muss mich auch mehr mit dem Thema beschäftigen vor allem worüber wir am Anfang gesprochen haben.
00:50:58: das war wirklich bisher nicht mein Steckenpferd, muss ich sagen und vielen Dank für deine Offenheit und alles was du geteilt hast.
00:51:06: es ist so eine spannende Story und sehr transparent wie du uns da mitgenommen hast.
00:51:10: und was ihr jetzt vor allem irgendwie nach zwölf Jahren so richtig mit Fokus angeht, ich glaube darüber spreche normalerweise mit Brands die das direkt von Anfang an oder nach zwei Jahren machen.
00:51:19: Deswegen bin ich richtig gespannt was ihr da jetzt eigentlich für Türen für euch öffnet wenn ihr schon zu dem Punkt so geschafft habt ohne den großen Fokus auf Paid oder vielleicht irgendwie mit einem kleinen Budget.
00:51:31: deswegen ja danke dir meine ganz andere Story und ich drücke euch ganz fest die Daumen.
00:51:37: Danke dir Romy es war ein schönes Gespräch.
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