Vom Hidden Champion zum Unicorn - mit Robert Bosch von Sunday Natural
Shownotes
Vom Hidden Champion zum Unicorn: Wie baut man aus einem 20-Personen-Startup eine der spannendsten Health-Brands Europas mit einer Bewertung Richtung Milliarde? Und das komplett ohne Businessplan? In dieser Live-Folge von der K5 spricht Romy mit Robert Bosch, CCO und ehemaliger CEO von Sunday Natural.
Robert erzählt offen, was Sunday Natural wirklich unkopierbar macht: 2000 Produkte, eigene Fertigung, 600 selbst gesourcte Rohstoffe und 200 Launches pro Jahr statt der üblichen fünf. Es geht um Detailbesessenheit statt Shortcut, um Werte, die beim CVC-Deal über dem höchsten Angebot standen, und um die Frage, warum so wenige den langen Weg gehen.
Dazu die große Amazon-Kehrtwende, über die auf der K5 alle geredet haben: vom klaren Nein zum eigenen Portfolio, ohne dass der Shop-Umsatz eingebrochen ist. Viel Spaß beim Reinhören!
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich habe mit Robert Bosch gesprochen.
00:00:02: Robert ist der CCO von Sund&Natural, der Nahrungsergänzungsmittelmarke, die bestimmt so gut wie jeder kennt, der hier zuhört.
00:00:09: Sund&Natural wurde im Jahr zeigend in Berlin gegründet und sehr schnell zu einer der führenden Marken für Nahrungssergänzungen ausgebaut.
00:00:15: Robert stieg das dann als CEO im Jahr zum Jahr-Zwischen.
00:00:19: Also eigentlich noch gar nicht lange her, wenn man bedenkt, dass er selbst sagt damals war es noch absolute Startupfeeling mit ungefähr dreißig bis fünfzig Mitarbeitern.
00:00:27: Fünf Jahre später sieht das Ganze schon ganz anders aus.
00:00:31: Sie haben nämlich mit einer nahezu Unicorn-Bewertung vor zwei Jahren an CVC verkauft, so munkelt man.
00:00:36: zumindest sind mittlerweile über vierhundert Mitarbeiter und haben das wahrscheinlich tiefste Produktsortiment der Branche mit über zweitausend SKUs.
00:00:45: Ich habe mit Robert über ganz viele Themen gesprochen, vor allem aber über die Non-negotiables.
00:00:49: Die Dinge, die für sie zu hundert Prozent weiter bestehen mussten auch nach dem Deal und das waren ganz schön viele!
00:00:54: Und genau deswegen waren ganz viele Investoren für Sie auch schon direkt von Anfang an oder nach dem ersten Abendessen raus.
00:01:02: Und natürlich habe ich ihn auch gefragt, warum sie jetzt doch auf Amazon sind.
00:01:06: Denn ich habe mit Robert immer mal wieder Kontakt gehabt in den letzten Jahren und er war einmal sehr zurückhaltend wenn es darum ging die eigenen Produkte auf Amazon zu verkaufen.
00:01:15: Letztes Jahr sind Sie dann doch dort gestartet!
00:01:17: Das ging mit einem großen Raunen durch den Nahrungsergänzungsmittelmarkt denn jahrelang konnten Konkurrenten die Markensuchen von Sander für sich nutzen.
00:01:25: das waren am Tag bis zu zehntausend suchen.
00:01:28: Robert hat darüber gesprochen, wie der Launschitz auf Amazon für sie lief nachdem sie lange so zurückhaltend waren und ob Sie vorhaben das Ganze weiter auszubauen.
00:01:36: Ich wünsche euch jetzt ganz viel Spaß mit der Folge!
00:01:38: Und kleiner Hinweis noch zum Schluss ich habe die Folge live auf der KF V mit Robert aufgenommen.
00:01:43: deswegen bitte nicht über die etwas andere Tonqualität wundern.
00:01:48: Dann starten wir mal.
00:01:50: Herzlich willkommen hier auch von unserer Seite und vielen Dank, dass ihr eure Mittagspause mit uns verbringt!
00:01:56: Das wissen wir sehr zu schätzen und wir sprechen die nächste Stunde mit Robert von Sunday Naturals.
00:02:03: Ich freue mich natural ich muss mich immer korrigieren.
00:02:06: Ich weiß nicht wie sich dieses Essie immer reinschleicht.
00:02:09: Ich freue mich sehr, dass wir sprechen.
00:02:13: Wir kennen uns schon ein paar Jahre.
00:02:14: Wir hatten letzte Woche einen Vorgespräch und haben uns da irgendwie drei, vier Jahre nicht gesehen.
00:02:17: Dazwischen ist sehr viel bei euch passiert.
00:02:21: Bis hin zum großen CBC-Deal vor anderthalb zwei Jahre.
00:02:25: ist es jetzt her?
00:02:25: Genau,
00:02:26: in der Dranzwanzig!
00:02:27: Ja, ich glaube ihr hattet, es steht was im Raum Richtung irgendwas zwischen achthundert Millionen bis Milliarde Bewertungen.
00:02:34: Das lassen wir hier wahrscheinlich mal unkommentiert aber spätestens dann war's glaub' ich bei allen auf dem Schirm und deswegen freue mich sehr dass du heute hier bist und das wir über Sander Natural sprechen können was alles passiert ist wie eure Strategie ist weil die wird glaube ich von sehr vielen sehr genau beäugt.
00:02:50: Danke Rumi für die Einladung.
00:02:52: Robert Du Was, während dem CVC-Deal CEO bis mittlerweile CCO bis Zwanzig neunzehn bei Sandel eingestiegen?
00:03:01: Zwz.
00:03:02: Dreizehn wurde Sandel schon gegründet.
00:03:03: wie kam es zu dem Weg?
00:03:05: Wie bist du da reingekommen?
00:03:06: wir hast es Sandel vorgefunden und was hast Du die letzten Jahre gemacht?
00:03:11: Ja der Weg, ich hatte einen Background eher in Medien und Attack.
00:03:16: Ich war bei Google, ich war bei Social Mantic Bootstrap Tech Startup, war früher bei Axel Springer, war dann bei Ströhr also habe so ein Medium Background gehabt.
00:03:24: und auf dem Weg dorthin hab' ich den Jörg Schweikert kennengelernt, den jetzigen Gründer oder den Gründern von Sandy Natural und wir waren Kollegen damals.
00:03:32: und er hat sich dann der Gesundheit verschrieben und hat dieses Gesundheitsstart-Up oder erstmals ein grün Tee Start-up, wo er sich um das Thema Gesundheit und gesunde Ernährung, Toxine, Ausscheidungen gekümmert hat.
00:03:49: Und der hat mich dann irgendwann angesprochen und gesagt Mensch macht doch mal was vernünftig ist.
00:03:55: Ja?
00:03:55: Und
00:03:56: da habe ich so ein bisschen gezuckt weil für mich war es persönlich in riesen Schritt oder weil ich eigentlich so CMO Ströhr, MDACs, Und dann einen Bootstrap-Startup zu gehen mit, ich glaub keine Ahnung, weil damals vielleicht waren wir zwanzig Leute oder so.
00:04:18: Ja und da Hands On dabei zu sein.
00:04:22: Es war eine Entscheidung für ein Leben beziehungsweise für... ...eine Lebensentscheidung.
00:04:32: Mit was hat er dich damals überzeugt?
00:04:34: Oder was hat dich damals gereizt?
00:04:39: Was mich gereizt hat, war einmal wirklich Putzstab wieder zu arbeiten.
00:04:45: Also echt etwas kleines zu gestalten wo auch man relativ am Anfang mit dabei sein kann und vor allem mit Leuten die man gerne um sich hat.
00:04:55: und was zu bauen wo es keinen Verlierer gibt also wo man einfach Eine Mehrwertschaft für beide Seiten.
00:05:05: Google ist ein Abitraschmodell, Medien ist auch irgendwie ... Man arbeitet mal für einen Produkt, wo man voll dahinterstehen kann und das in Berlin mit Freunden, Leuten die richtigen Werte haben, hat mich überzeugt.
00:05:20: Spannend!
00:05:22: Und wie groß war es an der damals?
00:05:25: Jetzt im Verhältnis zu heute vielleicht auch umsatztechnisch gesehenem Verhältniss?
00:05:30: Ich glaube, wir haben damals so einen Umsatz gemacht.
00:05:34: Ich will hier gerade im Monat was wir jetzt an einem schlechten Tag machen?
00:05:39: An so einem Sonnentag wie heute vielleicht?
00:05:42: Also so mal dreißig kann man eigentlich dann ungefähr sagen.
00:05:46: War schon viel kleiner.
00:05:47: Ja war der Plan es so groß zu gestalten auch zwanzig neunzehn schon da als du eingestiegen bist weil grade in diesen vier Jahren vier fünf jahren bis zum großen Deal ist ja unglaublich viel dann auch passiert.
00:06:06: Die Kampagne hatte keinen Businessplan.
00:06:09: Wir haben auch nie einen Businessplan gemacht, also dann halt bis es mal zu dem Thema kam.
00:06:15: die Firma ist so groß wir müssen uns ein Partner suchen bzw der Gründer dann entschieden hat und gesagt hey Das ist einfach eine riesen Verantwortung.
00:06:22: Wir müssen uns auf breitere Schultern verteilen, ich will einen Partner der mir hilft, Management neu zu skalieren und Internationalisierung voranzubringen, der eine gewisse Stabilität auch mitbringt.
00:06:31: Deswegen war auch der Prozess der Partnerwahl besonders.
00:06:35: Also wir haben in dem PE-Prozess oder im M&A-Prozess immer wieder begonnen – bevor die Leute überhaupt das Investmentmemorandum bekommen haben, haben wir die persönlich getroffen zu einem Frühstückstermin oder zu einem Abendessen-Termin.
00:06:54: Und der Jörg war relativ klar, er hat einfach gesagt ... Wir wussten das teilweise bei der Vorspeise schon, man sagt egal was die bezahlen würden den würde ich nie diese Firma geben und deswegen haben wir halt einen Ansatz gehabt ohne Businessplan.
00:07:09: erst mal und also um eine Frage zu beantworten.
00:07:11: In dem Jahr zwei tausend neunzehn war mir es nicht klar, wir wussten dass die Firma ein enormes Potential hat.
00:07:16: Aber ich glaube, keiner hat damit gerechnet in dem Sinne, dass wir dann mit gewissen Produkten so den Zeitgeist treffen und die Leute so begeistert sind von der Qualität.
00:07:27: Und das sich diese extra Meile der eigenen Fertigung so auszahlt – also mir war es damals in dem Umfang nicht bewusst.
00:07:35: Klingt als hättet ihr auch dann extreme für euch persönlich non-negotiables gehabt was den Deal angeht wo ihr euch danach nicht reinreden lasst?
00:07:45: Ja, also gibt es sicherlich eine Liste von Sachen wo wir uns nie reinreden lassen würden.
00:07:52: Wo man aber auch sagen muss der Gesellschafter lässt uns da auch in Ruhe und das ist ein ganz interessanter Punkt den du ansprichst.
00:08:03: Das wird öfter so gesagt ja die Qualität wurde schlechter bei Sander Natural seit dem CVC investiert hat.
00:08:09: dann schütteln wir immer den Kopf und sagen wie kommen die Leute auf so ne Idee?
00:08:15: Das ist ja kompletter Schwachsinn.
00:08:17: Die beteiligen sich an einer Firma, die die reinsten und besten Produkte
00:08:21: fertigt.".
00:08:22: Und warum sollten die dann sagen, jetzt kaufen wir das Unternehmen oder beteiligen uns an dem Unternehmen?
00:08:27: Jetzt machen wir die Produkte schlechter.
00:08:31: Die halten sich sowieso aus dem gesamten Produktentwicklungsbereich und Fertigungsbereich sowieso raus.
00:08:36: Auch das Thema Pricing is no touch.
00:08:38: Also sie sind gar nicht so involviert wie das manche Leute von außen vermuten und sagen ja es ist ein Investor der will bestimmt eine höhere Marge machen.
00:08:47: deswegen werden die die Preise erhöhen haben die preise nicht erhöht.
00:08:50: Ja, die werden in der Fertigungssachen verändern.
00:08:54: Nein es ist immer noch unsere Fertigungen auf unseren Maschinen mit unseren Leuten, die genau an der gleichen Stelle stehen im Anführungszeichen wie vor drei Jahren und wie vor vier Jahren.
00:09:03: Es sind die gleichen Rohstoffe von den gleichen Lieferanten, die genauso getestet werden wie vor vier Jahren oder fünf Jahre oder sechs Jahre.
00:09:08: Also das ist totaler Schwachsinn.
00:09:10: aber man vermutet dann immer dass sich der Investor da viel mehr einbringt.
00:09:17: Das ist nicht der Fall.
00:09:20: Es gibt Non-negotiables, aber das musste man auch gar nicht groß erwähnen.
00:09:25: Weil natürlich ... Das ist der Kern des Unternehmens.
00:09:28: Reinheit, eigene Fertigung, höchste Qualität, Qualitätsstandardssicherstellen.
00:09:33: Da muss man eher ... da haben wir alle eine Bereitschaft zu investieren statt irgendwie zu sparen.
00:09:38: Du hast gerade gesagt so ihr habt schon ... Also es klang schon nach Kritik die ihr danach bekommen habt.
00:09:42: ich glaub die bekommen viele wenn ein Investor reinkommt.
00:09:45: Wir hatten jetzt schon ein paar im Podcast, die auch vor allem Naturprodukte hergestellt haben.
00:09:51: Zum Beispiel Logocos mit Lugona und Sonté.
00:09:55: Und die hatten einen richtigen... nicht nur Shitstorms sondern da hatten sie einen Beucott danach.
00:10:00: also die wurden ausgelistet in Bio-Filialen von Supermärkten etc.. Habt ihr irgendwelche Auswirkungen danach gemerkt?
00:10:08: Oder ist es dann eher so der kleine Mann, der euch unterstellt, dass die Produktqualität schlechter wurde und ihr das aber ansonsten nicht gemerkt habt.
00:10:15: Ja jetzt ist natürlich so der Wettbewerb, der sowas auch gerne mal benutzt um zu kommunizieren.
00:10:27: Und irgendwie auf Social Media gibt's den einen oder anderen Influencer meint er müsste mit seinem eigenen Unternehmen, dass er selbst betreibt.
00:10:37: Jetzt das zum Anlass nehmen noch mal zu erwähnen, dass das ja jetzt alles irgendwie ... Da waren auch Sachen dabei!
00:10:43: Bill Gates, die haben bei uns beteiligt gewesen.
00:10:45: Es war so ein Schwachs teilweise oder einfach nur noch im Kopf geschüttelt hast.
00:10:51: Aber es ist vielleicht Teil der Night-Kultur.
00:10:56: Ich weiß es nicht.
00:10:58: Wir hatten das nicht, dass wir das wirklich gespürt haben.
00:11:02: Und Jörg der Gründer hat auch noch mal einen Brief vor einem halben Jahr geschrieben an alle unsere Ärzte und Therapeutenpartner, um denen das auch nochmal klarzumachen.
00:11:13: Der ist immer noch genauso involviert und die Qualitätsstandards haben wir im letzten Jahr nochmal deutlich erhöht.
00:11:20: ja?
00:11:24: Wir sind halt sehr eigen!
00:11:25: Wir haben weltweit das größte Sortiment also breit und tief – das ist natürlich schonmal eine Komplexität Die ist schwer nachzubauen.
00:11:33: Also die ist eigentlich nicht kopierbar, ja?
00:11:35: So dann haben wir eine eigene Fertigung und sourcen die Rohstoffe selbst und machen halt die gesamte Qualitätskontrolle der Rohstoffeselbst.
00:11:45: Ja so als fertigen wir in Polen.
00:11:46: das ist jetzt hier.
00:11:47: wir sind jetzt in Berlin.
00:11:49: also Polen ist Hundertfünfzig Kilometer entfernt.
00:11:52: eine Stunde anderthalb Stunden mit dem Auto.
00:11:54: mann ist im Polen es wäre für mich Frankfurt weiter weg.
00:11:57: Dann gibt's die Leute sagen ja aber sind ich made in Germany?
00:12:02: Ich habe letztens mit jemandem gesprochen, ein Wettbewerber.
00:12:05: Der hat mir gesagt er hat auf sechs bis acht Lohnhersteller seine Fertigung verteilt.
00:12:12: Glaubt jemand denn einer das Produkt kauft?
00:12:14: Dass der in sechs bis eight Unternehmen die für ihn fertigen einen Mitarbeiter stehen hat, der neben der Maschine guckt ob es genauso gemacht wird wie er das will und er kauft die Sachen einfach fertig ein von seinen acht Lieferanten und sieht nicht einen Rohstoff vorher.
00:12:28: Und guckt auch nicht, wie der Rohstoff gelagert ist?
00:12:30: Wo steht der Rohstoff?
00:12:32: Ist er kühlgelagert oder an der richtigen Stelle gelagern?
00:12:35: Was steht daneben für den Rohstoff?
00:12:37: Das sind alles Dinge, die kannst du nicht kontrollieren, wenn du es rausgibst.
00:12:41: Deswegen wird sowas oft genutzt und gesagt halt ja so ... Sunny Natural haben jetzt irgendwie ein Kapitalinvestor.
00:12:48: Die machen nicht Made in Germany wo ich sage nee, Made by Sunny Natural ist wesentlich wichtiger als Made In Germany.
00:12:57: Du hast gerade gesagt, du hast die größte Produktvielfalt Tiefe.
00:13:02: Ihr habt die eigene Produktion und das ist super schwer kopierbar.
00:13:06: Warum hat das niemand oder ganz, ganz wenige so probiert wie ihr?
00:13:11: Weil dreizehn Jahre ist natürlich eine Zeit aber für die Achievements, die ja jetzt in dreizehn Jahren hingestellt habt, ist es irgendwie wiederum keine lange Zeit was ihr dahin bekommen habt.
00:13:21: Die Tiefe des Produktportfolios und eure eigene Produktion, euer Qualitätsmanagement.
00:13:27: Warum glaubst du?
00:13:28: Habt ihr das gemacht und so wenige anderen nicht?
00:13:32: Du musst einfach echt einen stoischen Willen haben diese Detailbesessenheit umzusetzen Und da wählen viele einfach den Shortcut.
00:13:48: Es ist schon so verschiedene Trends.
00:13:53: Da sind wir spät dabei, also Collagen haben wir jetzt erst vor kurzem gelauncht.
00:14:00: Dazwischen sind ganze Unternehmen entstanden die irgendwie ... Nur Collagen
00:14:04: machen?
00:14:04: Die nur Kollagen machen mit fünf oder zehn Produkten, die irgendwie Dreistellig-Millionen Umsatz damit machen wo wir aber sagen denn das Produkt oder der Rohstoff nicht den Anforderungen von uns gerecht wird.
00:14:18: Und wir nicht das finden mit einem Lieferkettennachweis, der uns gefällt.
00:14:26: Dann machen wir das Produkt nicht.
00:14:27: und es gibt auch Unternehmen die machen Vitamin-Gammys.
00:14:33: Wir wussten seit acht Jahren, dass Vitamin-Gamis ein Thema ist.
00:14:36: Aber wir haben immer gesagt, nee, wir wollen halt nicht mit Gelatine und wir wollen nicht diese Zusatzstoffe drin haben.
00:14:41: Und wir wollen das nicht.
00:14:42: Dann haben wir eben Gamis gemacht.
00:14:43: Die Gamis sahen alles schlecht aus weil die waren alle miteinander verklebt und haben dann auch nicht geschmeckt.
00:14:49: So hat es drei Jahre gedauert bis wir einen Gami hätten.
00:14:52: Wenn du da aber irgendwann sagst ne jetzt mach ich doch ein Kompromiss!
00:14:58: doch mal Gelatina oder jetzt nehme ich doch den Rohstoff, dann kommt am Ende nicht das Produkt raus.
00:15:01: Und ich glaube, da vergeht vielen einfach die Lust und diese sind eben auf dem Shortcut und dann schaffen sie es halt gar nicht hin.
00:15:13: Das kostet auch enorm viel Kraft und Energie.
00:15:18: Wie viele Produkte umfasst euer Sortiment?
00:15:21: Ich glaube, es sind knapp zwei Tausend jetzt!
00:15:24: Hat das irgendwann rasant zugenommen, dass ihr gemerkt habt, wir müssen in die Produktvielfalt gehen?
00:15:30: Also gerade als du eingestiegen bist.
00:15:31: Wie viele Produkte waren es da auch schon so
00:15:34: viel?
00:15:34: Nein, vielleicht ein paar Hundert.
00:15:37: Es ist so ... Wir haben sechshundert Rohstoffe.
00:15:46: Zweihundertvierzig Lieferanten ungefähr und es ist relativ einfach wenn du Monorohstoffe hast und sagst okay Du hast jetzt einen sehr guten Vitamin D-Lieferanten gefunden Und du hast das Extraktionsverfahren.
00:16:01: Dann kannst du sagen, okay dann mache ich jetzt einen Zweitausender und Fünftausender, ein Zehntausender.
00:16:05: Du machst dann Varianten daraus.
00:16:07: Das heißt wenn du einmal sozusagen einen Rohstoff für dich klin hast, kannst du den in Variationen machen.
00:16:16: D.h.,
00:16:17: je mehr Rohstoffe du schon mal hast umso mehr Varianten kannst du dann machen.
00:16:21: Das heisst dadurch geht alleine dein Portfolio in die Breite.
00:16:25: Dann ist der nächste Punkt da machst du Mischungen.
00:16:27: Ich hab euch hier so ein All-in-One, glaub ich, steht auf dem Tisch.
00:16:30: So ein All in One Premium ist ein schönes Produkt.
00:16:34: Das kann man kaum lesen hier.
00:16:35: Da sind sechzig Ingredients drin.
00:16:37: Es heißt, sechszig verschiedene Rohstoffe sind da drin.
00:16:40: D.h.,
00:16:40: du musst jeden Rohstoff erst mal vorher einzeln Gessourced haben?
00:16:43: Hast Du die Sechzig?
00:16:45: Kannst Du eine Mischung machen?
00:16:47: Hast du sie nicht?
00:16:47: Machst Du nicht so ne Mischungen!
00:16:49: Und deswegen ist es auch so dieses ... Dieses Produktportfolio wächst natürlich auch mit dem Zugang zu Rohstoffmaterial, zu Fertigungsverfahren die du für dich entdeckst.
00:17:03: Die du optimierst und anlockst für dich wo du sagst wow now we have the magic We know to do this.
00:17:09: Und dann kannst du auf einmal sagen hey wir machen eine ganze Linie.
00:17:13: Und dann sagst du, jetzt müssen wir wie Gami werden funktionieren.
00:17:17: Jetzt können wir Gamis machen.
00:17:19: oder jetzt wissen wir, wie Collagen funktioniert?
00:17:21: Ich glaube, wir haben das breiteste Kollagen-Sortiment aktuell.
00:17:24: Ich weiß gar nicht, wie viel wir haben.
00:17:26: Fünfzehn und zwanzig verschiedene Collagens.
00:17:28: Weil wir es einmal kapiert haben und das gefunden haben, wo wir sagen, dass ist die Qualität, die wir wollen.
00:17:35: Das ist das Fertigungsverfahren, das wir haben wollen.
00:17:37: Es ist die Bio-Verfügbarkeit, auf dem Produkt.
00:17:39: Und dann können wir das halt executen.
00:17:41: Und deswegen ist dieses Portfolio auch natürlich einfach mit uns gewachsen und aktuell lauen.
00:17:48: schon in den letzten Jahren waren es immer so rund zwei Hundert Produkte pro Jahr, aber es ist verrückt.
00:17:53: also wenn nur anderes Unternehmen die Launchen drei Produkte per Jahr oder fünf?
00:18:02: Ja ich finde zurück, weil ich glaube würde man jetzt hier über die K-Fünf laufen Gründern von der Branch sprechen und würde sagen, was war ... Was sind deine drei größten Learnings?
00:18:12: Wie man sie immer so gerne fragt aus den letzten Jahren.
00:18:15: Dann würde ich sagen ist wahrscheinlich beacht dabei dass Sie sagen oh man muss die Komplexität wieder reduzieren weil man beobachtet ja bei super vielen Dass sie dann bei Snoggs war es natürlich mehr Produkte aber in unglaublich vielen Farben.
00:18:28: dann und dann hast du natürlich noch die Größen dort gehabt.
00:18:31: Und das beobachtet mir auch bei ganz vielen anderen Unternehmen, da hast du super viele SKUs und dann hat es natürlich auch eine Komplexität was den Lagerbestand angeht.
00:18:38: Wie siehst du eure Konkurrenz nenne ich jetzt mal Die vor allem in den letzten Jahren aufgekommen ist.
00:18:47: Ich fand's verrückt.
00:18:47: gerade im nachungsergänzungsmittel Bereich haben wir mit soviel Brands gesprochen oder auch einen Brands plötzlich auf und dann denke ich, die können nicht groß sein.
00:18:56: Habe ich noch nie von denen gehört?
00:18:57: Dann gucke ich das Suchvolumen an.
00:18:59: Dann guck ich mir irgendwie an auf Amazon wie viel Sales sie machen und denke noch nie gehört.
00:19:04: Na ja gut es ging an mir vorbei!
00:19:05: Und dann ein paar Wochen später kommt der nächste und der Nächste und der nächste.
00:19:08: Und dann merkt man plötzlich Gott, wie viele Brands sind denn da plötzlich aufgekommen vor allem irgendwie so in den letzten drei Jahren?
00:19:15: ist es Flur oder Segen für euch?
00:19:19: Das ist eine gute Frage.
00:19:24: Ich hätte es erst spontan gesagt, viel hilft.
00:19:30: Generell ist das Thema Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland noch nicht richtig verankert in den Köpfen und ich glaube alles hilft wenn die Leute verstehen dass eben über die normale Einnahme von Lebensmitteln du es nicht mehr schaffen wirst deinen Mikronährstofflevel vernünftig zu halten gewisse Sachen einfach supplementieren muss.
00:19:51: Deswegen sage ich so alle, die auf das Thema gehen und für Aufklärung sorgen sind herzlich willkommen.
00:19:57: Der Markt ist in Deutschland sozusagen acht bis neun Milliarden groß.
00:20:01: davon kannst du es fünfzig Prozent finden in der Drogerie ungefähr statt oder ein bisschen weniger oder mehr sogar.
00:20:08: Das heißt er war Marktwächsbind acht, neun Prozent, je nachdem wie man es misst.
00:20:13: Das heißt das ist ein großer Markt der groß genug für viele Player, der wächst ordentlich.
00:20:18: Du hast zwanzig große Unternehmen und da zähle ich jetzt mal auch so einen Abtei- und Doppelherz und wie sie alle heißen Drogeriemarken oder drogerieähnliche Marken dazu.
00:20:30: Dann hast du so ein Mithail und dann hast du nochmal fünfhundert so Longtailmarken und halt ganz viele Amazon Brands.
00:20:40: Ja, das ist ein irre Wettbewerb der da entsteht.
00:20:43: Da kommen und gehen viele wieder auch, weil sie sich es anders vorstellen ... Und ein Unfertiger hat zu mir gesagt, jetzt hat mich einer angerufen, der hat gesagt, ich will so machen wie Sunday Natural!
00:20:53: Dann hab' ich dem gesagt, naja, überleg mal, wir haben gar kein Glas, dann machen wir's halt in Plastik und sagen, okay, dann ist schon vorbei.
00:21:03: Das sind halt so Sachen.
00:21:04: Ich glaub generell das Thema nach unserer Gänzungsmittel kann ... kann mehr verankert werden in den Köpfen und wir haben so eine spezielle Positionierung, dass es auch gar nicht diesen einen Wettbewerber gibt.
00:21:18: Weißt du das gibt's bei Magnesium.
00:21:20: kämpfen vielleicht mit irgendeiner Drogeriemarke noch mal mit oder so weil die Leute sagen das kauf ich mir in der Drogerie ist aber eigentlich auch nicht das gleiche drin, die haben es auch nicht richtig verstanden.
00:21:27: dann sind wir in der Nische.
00:21:28: so speziell Kreatin ja da gibt es von verschiedenen das ist der gleiche Rohstoff drinnen.
00:21:34: also für uns.
00:21:38: Wir spüren da nicht einen direkten Wettbewerb.
00:21:40: Habt ihr Zahlen, wie viele?
00:21:42: Also welcher Anteil der Deutschen überhaupt schon supplementiert?
00:21:46: also dass ihr wisst was da eigentlich noch möglich ist?
00:21:49: Da bestimme ich auf dem Fuß.
00:21:52: die Zahl habe ich dich parat.
00:21:53: Aber
00:21:53: hast du eher so das Gefühl wissen bei ... Ich finde das Thema wird sehr groß in den letzten Jahren vor sieben acht Jahren.
00:22:01: Hat man es noch bei kaum jemanden in der Küche gesehen?
00:22:03: Ja
00:22:04: also ich sage mal das auf jeden Fall ein Lifestyle Trend genau in so einer Bubble, wo wir uns vielleicht auch eher noch bewegen.
00:22:11: Also da ist es absolut überall angekommen.
00:22:14: Da ist es so dass jeder der sich sozusagen mit seinem Körper mal beschäftigt hat und irgendwie auch ein gewisses Alter schon hat, Richtung Supplementierung geht.
00:22:26: Zum anderen gibt es die Leute, die in Performance und Sport gehen, die sowieso supplementieren.
00:22:31: Und wenn's die Jugendlichen sind, die bloß fürs Gym mit Protein-und Kreatinen spielen... Also da ist Supplementierungen schon komplett in der Gesellschaft angekommen.
00:22:40: Das war vor zwanzig Jahren, vor zehn Jahren war das einfach anders, ja?
00:22:44: Das war einfach kein Thema!
00:22:46: Und inzwischen ist es absoluter, das gehört zur gesunden Lebensweise dazu.
00:22:51: Dass du supplementierst und es auch irgendwo.
00:22:54: Also wie oft ich dann abends beim Essen irgendwo sitze oder mit Leuten in Kontakt trete?
00:22:59: Ach du bist was an den Nettel!
00:23:00: Das ist ja super spannend.
00:23:01: Ja da haben wir auch ganz viele Produkte zu Hause und das wäre vor zehn Jahren bestimmt nicht so gewesen.
00:23:08: Denkst du es bleibt also longevity ist natürlich auch irgendwie ein Riesenbasswörter letzten Jahre gleichzeitig.
00:23:16: Ich würde es irgendwie ungern als Hype abstempeln, weil man merkt ja schnell, wenn man was für sich tut.
00:23:23: Dass das schon etwas Gutes ist und dass es nicht vielleicht eine andere Sache ist die ich kann nicht aus meinem Leben streichen, das habe ich mal ein paar Jahre lang gemacht aber das hat wirklich Auswirkungen auf mich selbst.
00:23:33: deswegen glaubst du es ist so'n richtiger Wandel den man jetzt irgendwie hat, dass man gemerkt hat man muss irgendwie mehr für sich tun oder glaubst du, mit Vorsicht zu genießen ist eher Richtung Hype und das wird auch wieder weniger?
00:23:46: Ich glaube es kann man nicht über einen Kamm scheren.
00:23:51: Sicherlich wird die eine oder andere Lifestyle Nutrition-Marke ein Hype sein und wird wieder verschwinden.
00:23:58: Fakt ist einfach dass sie chronischen Krankheiten zunehmen.
00:24:01: Dass die Leute immer mehr krank sind sich mehr mit ihrem Körper beschäftigen und dann kommst du automatisch irgendwo auf einen Nährstoffmangel, der irgendwo ... Und dadurch ist es leider ein Thema was uns alle begleiten wird und was eher präsenter wird als weniger präsent.
00:24:24: Okay ja ich glaube das ist eine ähnliche Sichtweise.
00:24:30: Eine sehr große Sache.
00:24:30: du hast mir auch gerade vorhin schon gesagt wurde es oft darauf angesprochen auf der K-Fünf die letzten zwei Tage ihr seid auf Amazon Und vor vier, fünf Jahren als wir uns das erste Mal unterhalten haben, da war es für dich noch ein großes Thema.
00:24:41: Dann hast du gesagt ... nicht mit Sunday!
00:24:46: Ich hab schon die ganze Zeit gesagt, ah, ich glaub's wär doch ne ganz gute Idee.
00:24:48: Damals haben wir schon eure Suchvolumen gesehen.
00:24:50: Dann haben sich jetzt viele Jahre sehr viele von euren Konkurrenten sicher gefühlt und auf eure Keywords auch draufgesetzt, die enorm groß waren ohne dass ihr da wart.
00:24:59: Ich glaube teilweise hat ihr bis zu auf einzelne Keywords fünf bis zehn Tausend Marken suchen.
00:25:04: Wo sich gut Sales machen, auch von der Konkurrenz?
00:25:08: Ihr wart so lange nicht da.
00:25:10: Das glaub ich, all dachten ... Nee, das ist feste Überzeugungen.
00:25:13: die kommen nicht.
00:25:14: und plötzlich Ende letzten Jahres glaube ich, am Mittelletzt seit ihr online gegangen, es war ein Riesenschock für alle und dachte oh nein!
00:25:22: Die Keywords müssen wir rausstreichen, die waren leider sehr groß.
00:25:26: Woher der Sinn des Wandels?
00:25:29: Wir haben einfach festgestellt dass Es gibt einfach Kunden, die machen Produktzuche auf Amazon Und suchen nur auf Amazon Und das waren, wie du schon gesagt hast, teilweise fünf Zehntausend am Tag die nach uns gesucht haben und sie uns da nicht gefunden haben.
00:25:46: Man muss dann irgendwo als Market dann auch dahin gehen wo der Konsument ist.
00:25:50: Dann haben wir die Entscheidung getroffen mit einem speziell für Amazon zugeschnittenen Produktportfolio.
00:25:57: Da hat man ja auch gewisse Herausforderungen.
00:25:58: Man braucht für Amazon zum Beispiel die mögende Umverpackung haben.
00:26:01: Die möchten ein Karton drum haben was wir eigentlich nicht so wollen weil wir sagen je weniger Verpackung umso besser.
00:26:10: Dann haben wir gesagt, okay.
00:26:10: Wir machen jetzt eine Product Range mit twenty bis dreißig Produkten auf den Kernprodukten für uns, für Amazon um dort die Kunden, die nach uns suchen auch ja mit unserer Marke in Kontakt zu bringen und mit unseren Produkten in Kontakt zubringen.
00:26:27: Und wie zufrieden bist du?
00:26:31: Wir sind sehr zufriedene.
00:26:33: Also wir sind natürlich erstmal zufriedener dass die Leute, die uns dort suchen jetzt auch finden Und dass wir die natürlich alle zu uns konvertieren und nicht sich jemand auf unser Brandkeyboard drauf setzt.
00:26:44: Woanders hinkonvertiert, weil er in seinen Markennamen irgendwie Natural oder Nature oder irgendwas eingefügt hat.
00:26:52: Also da sind wir zufrieden.
00:26:54: Wir merken auch das unsere Produkte extrem gut ankommen auf Amazon also auch bei Leuten, die uns vorher nicht auf dem Schirm hatten.
00:27:01: Da setzte ich halt dieses Preis Leistungsverhältnis wieder durch.
00:27:07: Ja, also wir sind ja erst in den Anfängen.
00:27:10: Also da kommt noch einiges.
00:27:12: Wir optimieren auch die Produkte immer wieder.
00:27:15: Wir denken über andere Produktvarianten nochmal nach.
00:27:20: Das Amazon-Clientel ist ein bisschen anders?
00:27:23: Inwiefern?
00:27:27: Ich will Ihnen das Falsches sagen... Da ist ein bisschen mehr Convenient, bisschen mehr Schnellschopper.
00:27:34: Also bei uns sind die Leute auf der Seite einfach viel aufgeklärter.
00:27:37: Die Lesenlänger, die Verweildauer ist länger, die Vergleich im Meer zwischen dem einen Magnesium und dem anderen Magnesiom.
00:27:45: Der Amazon-Kunde sagt, ah, Magnesium super komplex, zack, ach, dreihundertachzig gute Bewertungen, boom, da kann ich kaufen!
00:27:52: Und da ist der DTSI Kunde der sich dann noch mal sagt, ich schaue mir jetzt nochmal ein Laborbericht.
00:27:59: Ein Labor-Tester dazu an oder ich schau mir die Beschreibung von einem vergleichbaren Produkt und was jetzt Depot nicht Depotfunktionen gepuffert hat.
00:28:11: Die Variante haben wir nicht auf Amazon.
00:28:13: Also das ist ein anderes Shoppingbehaviour.
00:28:15: Ich glaube da ist Convenient
00:28:16: First.
00:28:17: Ich habe da trotzdem niemand auf dem Schlips.
00:28:18: Ich hab das absolute Gegenbeispiel ... Oder sehr ähnliches Beispiel war die absolute Gegenkategorie zu euch Wein.
00:28:26: Niemand sucht auf Amazon nach einer Rebsorte.
00:28:29: Das höchste Gefühle ist, dass noch nach Weiß und Rotwein unterschieden wird.
00:28:32: Das sind die zwei großen Sucholumen, die es auf Amazon gibt.
00:28:34: Und daneben gibt's einfach gar nichts.
00:28:36: Es suchen sogar viele einfach nach Wein, wo man denkt ... Na ja also ... wäre schon gut, wenn du mir noch ein bisschen mehr Infos dazu gibst.
00:28:44: was für Wein?
00:28:45: Keinerlei Rebsorte, gar nix!
00:28:48: Und das ist natürlich auch genau so.
00:28:49: Wenn du auf die Seite vom Winzer gehst oder vom Weingut selbst, dann wird da genau untersucht nach ... Willst du jetzt einen Chardonnay?
00:28:55: Oder ein Riesling?
00:28:56: Oder keine Ahnung.
00:28:56: Das sucht niemand auf Amazon!
00:28:58: Also deswegen, ich glaube... Es deckt
00:29:00: sich halt auch mit unseren Erfahrungen.
00:29:01: Dass wir sagen, dass es eine andere Klientel, die ein anderes Shoppingbehaviour hat, den anderen Aufgeklärtheitsgrad auch hat.
00:29:10: Aber ja.
00:29:12: Großfrage Vor allem, ihr habt so viel Suchvolumen auf Amazon gehabt.
00:29:17: Man hat euch nie gefunden.
00:29:19: Sind eure Sales im Shop runtergegangen durch Amazon?
00:29:24: Nein, das ist leider der Punkt gewesen, dass wir dann doch zu Amazon gehen mussten durften.
00:29:32: Dass es eben nicht so ist, dass der Amazon-Kunde ... Weil er auch ein Convenientkunde ist.
00:29:38: Dann einfach sagt er, okay, dann gebe ich's doch einen natürlich!
00:29:40: Gab's diese Kunden auch, genau so wie wir jetzt Kunden haben.
00:29:44: Die haben erst kauft bei Amazon und gehen dann zu uns aber die Mehrzahl bleibt halt auf dem Plattform.
00:29:50: Ich glaube das ist die große Angst von vielen.
00:29:53: mittlerweile sind so viele Brands schon online aber als wir angefangen haben war dass immer die Frage.
00:29:57: zum einen war immer die frage vor in acht neun Jahre her denkt auch niemand mehr darüber nach ist amazon schlechter.
00:30:04: meine brand War aber immer die große Frage am Anfang.
00:30:07: und dann auch, ja was bringt mir das wenn ich meinen Kunden nur auf Amazon bringe?
00:30:11: Und dann im Shop gehen die Sales runter.
00:30:13: Ich fand die Frage bei euch trotzdem noch mal spannend.
00:30:15: einfach weil ihr so ein riesiges Suchvolumen hattet und man euch so viele Jahre dort nicht gefunden hat bestätigt die These aber nur nochmal mehr dass es wirklich zwei sehr getrennte Zielgruppen sind Die anscheinend ja vorher dann auch nicht unbedingt in den Shop gewandert sind sondern Bei der Konkurrenz auf euch zum Beispiel gekauft haben.
00:30:33: genau
00:30:34: Heißstrategie wäre aber schon Produkte noch weiter auszubauen, weil du hast gerade gesagt.
00:30:37: Fünfundzwanzig bis dreißig Produkte jetzt auf Amazon.
00:30:39: im Shop sind zweitausend.
00:30:41: ja der Kunde ist nicht so etiokated wie auch wie im Shop und die Produkttiefe des Portfolios braucht es vielleicht nicht.
00:30:49: Aber soll's noch über die fünfund zwanzig- bis dreizig Produkte hinausgehen?
00:30:52: Auf jeden Fall jedes Jedes Potenzial was wir sehen auf Amazon werden nutzen.
00:30:59: also wo wir sagen das ist ein Produkt Das macht Sinn für uns Da können wir gewinnen, da gehen wir hin.
00:31:05: Jetzt schlott dann noch mehr die Knie von einander scheinlich und dachten sich Gott sei Dank... Nein,
00:31:09: der Markt ist groß genug für so alle!
00:31:11: Sagt ihr?
00:31:13: Ja, aber sehr spannend andere großen Channel, der bei euch auch immer offen war wo ihr glaube ich auch noch gar nicht seid, ist im Einzelhandel oder?
00:31:21: Gar nicht.
00:31:23: Warum?
00:31:24: Denkt ihr drüber nach?
00:31:28: Es ruft ja jede Woche einer an.
00:31:29: das muss man darüber nachdenken.
00:31:32: Nein, es ist für uns kein Thema.
00:31:34: Es ist aktuell, wenn ich mir das anschaue ... Die Apotheken sind die ersten natürlich, die uns gerne hätten oder die leiden in Anführungszeichen bei der Kunde kommt in die Apotheke und sagt ja, ich mein Arzt hat gesagt Sunday Natural.
00:31:47: Ich soll hier das Magnesiumglycinat kaufen.
00:31:50: Ja, das kostet irgendwie ... Sagt der Apotheker, ne?
00:31:54: Hab ich nicht.
00:31:56: Ich hab hier pure encapsulation, es kostet.
00:31:58: ´§±³.
00:31:59: Nee, ich will das für §- von Sunday!
00:32:02: Das habe ich aber nicht.
00:32:04: Der Apotheka war schon immer ... Wir werden die Traummarke für den Apothekar sag' ich mal.
00:32:10: Nur der Apotheker wäre die Alptraumage für uns weil der Pure Encapsulation zahlt denen teilweise bis zu fiftyfünfzig Prozent Marge.
00:32:18: also dass du von der Handelsmarge plus nochmal irgendwie ein Shop-in-Shop System, plus noch mal einen Aufsteller hier und dann will der Apotheker oder die Einzelhandel halt in solchen Fällen fünfzig Prozent Marge.
00:32:32: Und das ist natürlich einfach nicht abbildbar.
00:32:34: Das ist das Handelsmodell, dass du die Preishoheit verlierst, ja?
00:32:38: Dass du eine völlig absurde Marge bereitstellen sollst.
00:32:42: Dann kannst du auch nicht sicherstellen wie dein Produkt präsentiert ist und positioniert ist.
00:32:48: Also dann steht das da irgendwo, vielleicht nicht in der richtigen Ecke neben dem falschen Produkt oder was ich auch erlebt habe.
00:32:55: Und da haben wir mal einen Test gemacht mit einer Apotheke.
00:32:57: Das war auch sehr interessant.
00:32:59: Dann kamen die Leute hin, haben das an den Natural gefragt Und dann hat der Einzelhändler den Hochberaten in Pure Encapsulation, weil er will ja von seinen thirty-neinzig seine fünfzig Prozent machen.
00:33:11: Also seine siebzehn Euro und nicht jetzt sozusagen aus unseren vierundzwanzig die fünfundzwanziger oder zwanzig Prozent, wo er sagt dafür dienlich fünf Euro, da verdiene ich siebzen Euro natürlich hatte.
00:33:21: Den Traffic auf dem Brand Sunday Natural also in der Onlinesprache den Traffic konvertiert im Absell zur anderen Marke Ja?
00:33:31: Und dann ist der Kunde mit dem Wir haben ihn über Sunday in die Apotheke geschickt.
00:33:39: Wir probieren das jetzt mal aus mit einem gewissen Erstezentrum, wo wir sagen diese Apotheken kriegen unsere Produkte und können direkt von dem Ärztezentrum die Leute da rein schicken hat nicht funktioniert.
00:33:51: Der monetare Anreiz im Einzelhandel ist einfach schwierig darzustellen.
00:33:56: Da ist auch ein erheblicher Druck da und wir sehen es gerade schon über den Apotheken, wenn jetzt ein DM zur Apotheke wird dann muss ich die Apotheker sowieso neu erfinden und irgendwo muss die Marge halt herkommen aber nicht von uns.
00:34:08: Und einen DM oder einen Rossmann oder einen Buttny wie sie alle heißen?
00:34:14: Ist das Produkt da richtig repräsentiert?
00:34:17: Es ist auf jeden Fall eine sehr überfüllte Regal.
00:34:19: Ich finde, wenn man sich so ein Nachungsergänzungsmittelregale im DM anschaut, da geht man schnell wieder raus allein und man denkt, ich werde ihn nicht finden.
00:34:27: Hast du die Frage schon mal antwortet?
00:34:29: Siehst du?
00:34:30: Okay!
00:34:31: Aber was ich interessant finde wie das hast du den Vergleich Amazon Online Shop zwei sehr getrennte Zielgruppen würdest du auch sagen nur hypothetisch ihr seid jetzt ab morgen im DM.
00:34:43: Glaubst du, dass das Auswirkungen auf Online hätte?
00:34:45: Oder sagst du nee.
00:34:46: Das ist doch mal eine Dritte die ihr eigentlich gerade nicht erreicht.
00:34:54: So es ist jetzt manchmal schon wieder die Frage mit was für ein Sortiment geh ich da rein?
00:34:58: also ich würde sagen hypothetisch eher mit dem Amazon Sortiment.
00:35:02: ja so das ist jetzt eher komplementär zu unserem Sortiment wo wir sagen wir schaffen einen markenkontakt die Leute verstehen Supplementierung und irgendwann wollen sie weiter optimieren und kommen dann in den Shop.
00:35:16: Das heißt, es gibt eine Kanibalisierung bei den Convenience-Kunden aber es könnte auch die Branderwährnis und die Product Erwärmung für die Gesamtbrand steigern und dadurch auch Kunden wieder zu uns bringen.
00:35:31: Okay also ich merke so der Gedankengang ist immer wieder da?
00:35:35: Ja
00:35:36: wir haben auch immer wieder anregende Diskussionen und Vorschläge weil natürlich der Einzelhandel braucht auch Innovationen und jeder weißes dass er Jeder Händler sucht nach neuen Marken, neuen Partnern die sie irgendwie onboarden können.
00:35:50: Wo sie das Neues für ihre Kundschaft bieten können wo sich differenzieren können.
00:35:53: zum Wettbewerb und deswegen sind wir natürlich als schon ein bisschen größerer Player auch für die Leute interessant und bieten uns das an.
00:36:03: aber für uns stellt sich das noch nicht dar.
00:36:05: aus dem ist es auch komplett anderes.
00:36:07: Logistik und Operations Game.
00:36:10: Okay um vielleicht noch mal so ein bisschen den Rahmen auch zu schließen, zu dem CWC-Deal gar nicht, um da jetzt in die Details zu gehen.
00:36:18: Aber was sich dadurch verändert hat ... Ich hab vorhin sehr stark darüber geredet oder du ... Was waren eure Non-negotiables?
00:36:25: Und ihr müsst ja aber auch Gründe gehabt haben, warum ihr das gemacht habt.
00:36:28: also nicht nur, was werdet ihr danach nicht ändern sondern... Was hat's CWc unabhängig jetzt natürlich irgendwie von dem Geld, was da geflossen ist, aber ich nehm das ja an wie ich euch jetzt wahrnehme auch noch mit einer anderen Motivation gemacht, die jetzt nicht rein monetär ist.
00:36:45: Ja also das eine ist sicherlich, dass wir gesagt haben mit CVC wollen wir ein Management aufbauen was breiter aufgestellt ist.
00:36:55: ja also es kam durch oder mit CVc wurden Schlüsselpositionen, Operations wurde neu besetzt einen Chief People Officer haben weil wir im chief digital officer einfach uns richtig noch mal personell verstärkt mit echten Superskills.
00:37:14: Das muss man einfach sagen, das war vorher als Bootstrapped-Unternehmen ... Das waren richtige Investment Steps.
00:37:23: nochmal.
00:37:23: Wir gehen wirklich in Knowhow und Strukturen.
00:37:26: Wir bauen die Orga für die Größe, wo wir hinwollen.
00:37:31: Da war das eine große Hilfe.
00:37:34: dass die Organisation eben da hochzufahren.
00:37:37: Das zweite ist Expertise und Austausch mit den handelnden Personen, wir haben dann super Der Heike, der bei uns im Bord ist, dass er selber CEO von der Quality Group ist.
00:37:53: Jahrelang bei Procter war ... Er hatte extremes Know-how für Category Management und Category Marketing und Brandmarketing Und haben da wirklich ganz tolle neue Kollegen dazu bekommen die uns vom Operations wirklich einzelne Prozesse hier mit uns gemeinsam gehen, bis hin zu AI-Projekten wo man sich austauscht.
00:38:17: Also man kriegt doch mal so eine andere... Man kriegt noch ein paar coole neue Klassenkameraden dazu.
00:38:24: Welchen Bereich?
00:38:25: Du hast gesagt ihr habt die Organisation hochgefahren.
00:38:27: Welchem Bereich?
00:38:28: Denkst du im Nachhinein auch ohne den Einstieg von CVC hättet ihr vorher hochfahren müssen Weil du jetzt so den Impact siehst von allen Bereichen.
00:38:40: Bei der Internationalisierung waren wir immer ein bisschen vorsichtig, also dieses Going Local ist schon was.
00:38:47: wo ich sage Mensch Österreich haben wir eine Markenbekanntheit aktuell von drei bis vier Prozent.
00:38:53: das ist so wie ich sehe
00:38:54: in Deutschland?
00:39:00: Da ist schon noch ein Weg zu gehen, da hätte man früher lokalisieren sollen.
00:39:03: Wir machen jetzt erst in Wien auf und in Paris.
00:39:07: Das Thema Lokalisierung, Internationalisierung hätte man sicherlich schon schneller machen können aber mit der Expertise und dem Partner immer einfacher.
00:39:18: Was sind die großen Pläne für die nächsten fünf Jahre?
00:39:24: Du hast vorher gesagt ... Ihr hattet nicht so den richtigen Businessplan, was glaube ich sehr unik ist für eure Größe auch damals schon gewesen und dann sie wie Sie an Bord zu holen.
00:39:34: Ich schätze aber mal dass der Businessplan jetzt doch erforderlich ist oder das ihr den schon gerne hätten?
00:39:39: Ja wir haben ein Businessplan inzwischen.
00:39:42: Obwohl wir keine Freund sind von viel Zeit auf Meetingsplänen und irgendwelchen... Das versuchen wir.
00:39:52: Das ist, glaube ich der größte Kampf in so einer Organisation, in der wir jetzt hin.
00:39:58: Wir sind jetzt dreizehn Jahre alt, also Teenager.
00:40:02: Wir wollen nicht erwachsen werden, ja?
00:40:04: Wir wollen noch ein bisschen Kind bleiben und wollen uns einfach bewahren.
00:40:10: Hands-on, Lean, Execution, Fokus auf die richtigen Dinge!
00:40:14: Und nicht in Prozessen oder Dokumenten oder Memos oder was weiß ich zu versinken... Aber jetzt um die Frage, was sind die großen Pläne?
00:40:24: Internationalisierung steht noch nicht ganz oben.
00:40:26: Das ist sicherlich ein Thema, das uns stark beschäftigen wird, weil wir in Frankreich Super Traction gerade haben.
00:40:33: Österreich-Schweiz kommen wir sehr gut voran.
00:40:35: D.h.,
00:40:35: die nächsten europäischen Länder Italien, Holland-, Polen stehen unmittelbar sozusagen für uns an in der Execution.
00:40:42: Also d.h.
00:40:42: einmal internationalisieren Dann die Marke, wie sie ja jetzt auch bekannter wird.
00:40:49: Auch über sowas wie Amazon, dass wir sagen okay, wir erreichen neue Zielgruppen.
00:40:54: Wir gehen auch in der Produktentwicklung in Produkte hinein wo wir auch noch mal neue Zielgruppen erreichen und ganz wichtig ist auf das Thema Wissenstransfer.
00:41:04: Also wir gehen in den Bereich Academy, wir gehen im Bereich Diagnostik sozusagen wo man sagt okay das ganze zugänglich also Access zu Informationen zu.
00:41:19: ja du misst deinen Körper du verstehst was dein Körper braucht du dieses Thema Aufklärung das sind auch die großen Themen.
00:41:28: Spannend Vielen, vielen Dank, Robert, dass du heute im Podcast warst.
00:41:32: Ich habe mich sehr gefreut.
00:41:33: Ich glaube, du hast uns sehr viele Einblicke gegeben auch über die letzten Jahre.
00:41:37: wirklich beeindruckend was ihr da aufgebaut habt und finde es einfach spannend, so euren Weg einfach weitergeht.
00:41:46: Man merkt sehr, dass es kein Copy-Paste-Week ist von irgendjemand anderem und das das glaube ich aber auch gleichzeitig für alle anderen so schwer kopierbar ist Und der Erfolg gibt euch recht.
00:41:56: deswegen vielen vielen Dank, dass du heute im Podcast warst.
00:41:58: Ich habe mich sehr gefreut und bin mir sicher wir werden noch ganz viel von euch hören.
00:42:02: Ich werde auf jeden Fall dann die Augen wegen der Internationalisierung offen halten.
00:42:05: Ja danke Romi.
00:42:06: ja Es ist wirklich ein Privileg fürs Anne Natural zu arbeiten.
00:42:10: Das muss ich auch wirklich selber sagen und das spürt man auch im Unternehmen dass es einfach was Schönes ist, für so eine Firma arbeiten zu dürfen und auch ein Team zu haben.
00:42:20: Dass das alles mitgeht.
00:42:22: Es ist nicht irgendwie der Verdienst eines Einzelnen sondern es ist echt eine Team-Mannschaft und vor allem basierend auf dem genialen Produkt.
00:42:30: Sehr schön!
00:42:30: Das sind noch mega Schlussworte.
00:42:31: vielen Dank Robert
00:42:33: Danke.
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