E-Commerce x Beauty: Nina Pütz über die Skalierung von Parfumdreams & Niche Beauty
Shownotes
Wie führt man zwei Unternehmen gleichzeitig, die unterschiedlicher kaum sein könnten? Nina Pütz, CEO von Parfumdreams und Niche Beauty, gibt tiefe Einblicke in die Welt des Beauty E-Commerce. Im Gespräch mit Romy erklärt sie den Spagat zwischen „Everyday Low Prices“ und „Strictly Luxury“, die Bedeutung von loyalen Kunden und warum Tech-Stacks für das „Erwachsenwerden“ von Marken extrem entscheidend sind. Nina teilt zudem ihre Erfahrungen aus ihrer Zeit bei eBay und Ratepay und erklärt, warum die Rolle eines CEO immer zur jeweiligen Phase des Unternehmens passen muss. Die Highlights der Folge:
Markenmacher vs. Massenmarkt: Wie Niche Beauty als „Trüffelschwein“ globale Trends wie Charlotte Tilbury entdeckt und Parfumdreams zur führenden Tech-Plattform für Premium Beauty transformiert wird.
Loyalität als Wachstumshebel: Warum der „Premium-Club“ bei Parfumdreams Marketingkosten senkt und wie sich das Kaufverhalten der Kunden in einem schwierigen Marktumfeld aktuell verändert.
Leadership & Change Management: Ninas Strategien, um Teams auf eine Reise mitzunehmen, Ängste vor Veränderung abzubauen und warum harte Entscheidungen manchmal unumgänglich sind. Euch gefällt der Podcast? Dann lasst gerne eine Bewertung und ein Abo da!
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ich habe im Podcast mit Nina Pütz gesprochen.
00:00:02: Nina ist die CEO von Niche Beauty und von Puffer Dreams.
00:00:06: Beides Unternehmen innerhalb der Douglas-Gruppe.
00:00:08: Und obwohl sie sich die gleiche Kategorie Beauty teilen, muss man sagen, sind die beiden Unternehmen unglaublich unterschiedlich.
00:00:15: Niche Beauty beschäftigt sich mit absolutem Beauty-Trends und ist der Marktplatz eigentlich dafür.
00:00:20: Also alles, was ich auf Instagram und TikTok sehe als High-Class Beauty-Trends, ist auf jeden Fall auf Niche Beauty schon erhältlich.
00:00:26: Und Parförtreams, wie der Name sagt, umfasst eigentlich die komplette Parförtwelt und vor allem alle Klassiker auch.
00:00:32: Und daher kommt Parförtreams sehr stark über den Preis.
00:00:35: eigentlich auch kaum was anderes.
00:00:37: Und das sind natürlich zwei unglaublich unterschiedliche Welten und wie man da den Spagat findet.
00:00:43: Das hat Nina uns einmal erklärt und vor allem hat sie uns mitgenommen in ihre ersten hundert Tage.
00:00:48: Sie ist nämlich erst seit einem Jahr CEO der beiden Marken und hat uns mitgenommen, welche Fehler sie vielleicht auch wieder gemacht hat, obwohl sie sich selbst versprochen hat, dass sie die nicht nochmal macht oder dass sie
00:00:59: die
00:00:59: schneller umsetzt, sagen wir mal so.
00:01:02: Und ich fand es ein sehr, sehr ehrliches und transparentes Gespräch.
00:01:05: Ich habe sehr viel mitgenommen und ich wünsche euch jetzt auch ganz viel Spaß mit der Folge.
00:01:11: Liebe Nina, ich freue mich riesig, dass du heute im Podcast bist.
00:01:14: Ich verfolge dich schon ganz lange auf LinkedIn und du warst davor Director bei eBay, du warst Geschäftsführerin bei RaidPay und bist es jetzt bei Niche Beauty und Puffer Dreams.
00:01:24: Und ich habe viele Podcast von dir gehört und ich fand es sehr spannend, weil ich es noch nie jemanden so sagen habe.
00:01:31: Aber ich würde dem zu hundert Prozent zustimmen, dass es sehr unterschiedliche CEOs gibt mit ganz unterschiedlichen Qualitäten.
00:01:37: Und es gibt nicht so diesen einen, der für irgendwie alles passen muss, sondern für so eine gewisse.
00:01:43: Phase, ist man die richtige Person.
00:01:45: Und du hast auch ganz klar gesagt, bei Rate Pay warst du es nicht mehr.
00:01:48: Das war auch sehr spannend.
00:01:49: Da hast du gesagt, da hat es dir jemanden gebraucht, der auch jetzt mal sparen muss, der jeden Stein umdreht.
00:01:55: Und was hat es bei Niche Beauty und Parfait Dreams gebraucht, dass du da vor einem Jahr eingestiegen bist?
00:02:01: Ach, das ist eine total gute Frage, weil ich war ja nach Rate Pay in so einer Umbruchphase.
00:02:07: Dazu muss man sagen, es war ja eigentlich die einzige Zeit, dass ich eine Abstinenz vom E-Commerce direkt hatte.
00:02:14: Allerdings habe ich natürlich mit ganz vielen E-Commerce hin lang gearbeitet, weil wir Erzahlungsdienstleister von denen waren.
00:02:19: Also ich war nie ganz weg.
00:02:20: Und dann hatte ich halt überlegt, was mache ich jetzt danach?
00:02:23: Bleibe ich jetzt in den Fintech und im Banking, wo ich ja echt fast fünf Jahre war und ziemlich viel Fuß gefasst hatte und auch mir mühsam so einen Namen dann aufgebaut hatte.
00:02:35: Und dann kam tatsächlich über einen Headhunter.
00:02:39: Eine Alternative, die ich überhaupt nicht ernsthaft verfolgt habe am Anfang, sondern nur so ein Jahr, das höre ich mir jetzt nochmal an.
00:02:46: Und dann war ich irgendwie plötzlich mittendrin im Prozess und habe gesagt, boah, ich finde es total spannend, die beiden Firmen, weil die auch so unterschiedlich sind.
00:02:54: Und ich kann einen richtigen Impact generieren und kann was bewegen.
00:02:59: und einen positiven Mark hinterlassen.
00:03:03: Und dann hat es geklappt.
00:03:04: Und dann habe ich die anderen Sachen abgesagt und bin tatsächlich da hingegangen.
00:03:07: Obwohl es im Übrigen auch wieder finanziell jetzt nicht das beste Angebot war.
00:03:12: Auch spannend.
00:03:13: Was würdest du sagen, in welcher Position oder wie hast du so Puffer Dreams und Niche Beauty vorgefunden?
00:03:19: Was war so der Punkt, wo du gesagt hast, das reizt dich jetzt total da anzufangen?
00:03:23: Weil gerade wenn du sagst, du sprichst mit einem Headhunter, dann hast du schon super schnelle Ideen gehabt.
00:03:27: was du mitbringen kannst, was du umsetzen kannst, was waren so die großen Themen?
00:03:31: Ja, ich hab mit dem Hethanter und mit dem Vorstand gesprochen, aber ich hab niemanden von den Firmen vorher getroffen.
00:03:36: Es war tatsächlich auch ein First.
00:03:38: Also ich hab unterschrieben, ohne mit einer einzigen Person aus beiden Unternehmen vorzusprechen.
00:03:45: Aber ich fand die Herausforderungen und die Themen, und das umfällt einfach unglaublich spannend.
00:03:50: Also bei Parfum Dreams auf der einen Seite eine Transformationsaufgabe.
00:03:56: auch sehr stark prozessorientiert, professionalisieren, skalieren, sicherlich auch so ein paar Kulturthemen, die mich irgendwie gereizt haben, dann die Marke an sich, also Premium Beauty, aber Everyday Low Prices, mit dem Klarnverständnis Beauty Accessible zu machen.
00:04:19: was ich echt spannend fand.
00:04:21: Und dann aber auf der anderen Seite totalen Luxusplayer mit Niche Beauty, ein Magenmacher, ganz klarer Fokus auf so ein speziell kuratiertes Sortiment, Strictly, Luxury.
00:04:34: und da habe ich gesagt, boah, das ist ja total verschieden, finde ich aber spannend.
00:04:38: Beide irgendwie stark international, also parfümal dreams europäisch, Niche global.
00:04:43: Das hat mich irgendwie total angezogen, ich habe gedacht.
00:04:46: Cool.
00:04:47: Da kann ich irgendwie das ganze Spektrum abdecken, dieses Premium-Luxus, was ich irgendwie total gern mag, aber auch dieses Thema, ja, wie kannst du jetzt diese hochwertigen Beauty-Produkte einfach im breiteren Umfeld auch anbieten und jedem zugänglich machen?
00:05:04: Das fand ich spannend.
00:05:06: Ja,
00:05:07: super spannend.
00:05:08: Und du hast gerade gesagt, du hast niemanden vorher kennengelernt, von quasi Puffer-Treams und Nisch-Bluet.
00:05:14: Von
00:05:14: den beiden Unternehmen, nee, hab ich nicht.
00:05:17: Hab ich auch noch nie so gehört.
00:05:18: Gibt natürlich Gründe dann dafür, wenn man dann so sieht, hab ich jetzt schon häufig gehört, ist mir nie passiert, weil ich vorher immer in so Suchen war, die dann transparent waren, wo das alte Management Team gesagt hat, wir wollen den oder die Neue dann halt treffen.
00:05:33: Und das war in dem Fall nicht so.
00:05:35: Es war dann natürlich umso überraschender.
00:05:37: Also, ich bin selten so schnell gelandet.
00:05:39: Ich kann mich noch daran erinnern.
00:05:41: Also, ich hab angefangen an meinem ersten Tag.
00:05:43: Und mein Vorgänger, der Steven Mattwig, der hat sich tatsächlich eine ganze Woche Zeit genommen, um mir alles zu zeigen.
00:05:50: Wir waren ein paar Tage in Vedelbach, damals noch waren in Hamburg.
00:05:55: Und ich hab wirklich unglaublich viel Zeit mit allen verbracht.
00:05:57: Aber ich kam an in Vedelbach.
00:06:00: Und wir hatten ein großes Townhall, da hab ich mich vorgestellt.
00:06:04: Und irgendwie ... war das so eine sofortige Connection mit allen, dass ich mich sofort wohlgefühlt habe.
00:06:10: Und ich habe jetzt ein paar neue Rollen schon irgendwie in den letzten zehn Jahren gehabt.
00:06:14: Und das war tatsächlich der einfachste Start von allen.
00:06:18: Also, wo ich sofort mit offenen Armen empfangen wurde.
00:06:21: Und bei Nisch war das ähnlich.
00:06:22: Wir sind dann am Ende der Woche, waren wir noch ein paar Tage in Hamburg, da war das genauso.
00:06:25: Und irgendwie kam ich nach der ersten Woche, Freitagabend, Natürlich irgendwie platt von den ganzen vielen neuen Eindrücken kam ich nach Hause und hab gesagt, boah Gott sei Dank hab ich mich dafür entschieden und es wird eine total tolle Reise und ich hab da riesen ich große Lust drauf.
00:06:39: Wie schön.
00:06:40: Ihr seid Teil von Douglas und dadurch auch natürlich Börsen notiert, deswegen kannst du natürlich zu Umsatzzahlen auch nicht so viel sagen, aber kannst du eine ungefährere Größenordnung geben, wie auch Niche Beauty zu Puffer Dream steht, sind die ungefähr gleich groß?
00:06:54: oder ist es eigentlich durch diesen... Nischen Ansatz und Hyrule Luxury auf Nish Beauty Seite ist es deutlich kleiner als Parfait Dreams.
00:07:00: Ja, letztere.
00:07:01: Also Nish Beauty ist deutlich kleiner als Parfait Dreams.
00:07:05: Nish Beauty bietet ja, sagt die Marke schon, in der Rente überhaupt keine Massenmarken an, sondern wir sind Markenmacher.
00:07:12: Also wir haben halt Charlotte Tilbury als erstes, bevor es bei allen anderen ist und in der Regel Wachsen die Marken mit uns, werden dann größer und dann gehen sie irgendwann zu Douglas und werden größer.
00:07:23: Und so ist das, also ich sage immer schön, wir entdecken die Charlotte Tilbury's dieser Welt.
00:07:29: Und daher sind wir in der Rente schon ein bisschen kleiner.
00:07:31: Wir wachsen natürlich stark.
00:07:33: Wir sind aber global präsent, also wir versenden in hundert Länder.
00:07:38: Und das ist natürlich dann klein und fein.
00:07:40: Und Parfum Dreams ist auf Europa bezogen, deutlich größer.
00:07:44: Gibt es natürlich auch schon einige Jahre länger.
00:07:47: als Niche Beauty und ist natürlich eher ein breiteres Massenphänomen.
00:07:54: Wir bieten ja eine ganz breite Palette an hochwertigen Beautymarken an.
00:08:00: Da hast du natürlich eine ganz andere Reichweite.
00:08:03: Kann ich es mir dann so vorstellen, dass die Bestseller auf den jeweiligen Plattformen sich auf Parförtreams wahrscheinlich kaum ändern, mit irgendwas Richtung Bost-Bottle etc.
00:08:16: Nisputi eigentlich da viel mehr Rotation ist, wenn ihr auch eure Vision ist und euer Kern, dass ihr die neuen Marken entdeckt, die ja irgendwann nicht mehr neu sind.
00:08:25: Also interessant ist, wir haben letztes Jahr bei Nisputi achtzig neue Marken gelonscht.
00:08:30: Das ist richtig viel.
00:08:32: Die Marken bleiben dann für eine Weile in diesem, wo wir machen die ja groß, wir müssen die ja vermarkten.
00:08:38: Die sind ja nicht bekannt, die Marken.
00:08:40: Also wir erzählen dann Geschichten drumherum, damit wachsen dann die Marken und irgendwann kommen müssen dann auch wieder neue kommen.
00:08:47: Und dann ist es meistens so, dass du in manchen Fällen positive Überraschungen erlebst, dass wir halt eine Marke entdecken und wir denken, ja, das könnte was werden und dann geht die plötzlich irgendwie total durch die Decke.
00:08:59: und manchmal ist es dann so, dass sie in Deutschland vielleicht gar nicht so abheben, aber dafür dann in den UK irgendwie deutlich größer werden.
00:09:06: Aber meistens hast du so die Top-Fünfzehn, die bleiben natürlich jetzt auch für ein Jahr bis sie dann... bis er dann nochmal mal wieder in den Wechsel kommt.
00:09:14: Und bei Parfum Dreams hast du natürlich die großen Standards, die groß sind.
00:09:19: Aber auch da, muss ich sagen, haben wir im letzten Jahr, hat sich das Kaufverhalten so ein bisschen verändert.
00:09:25: Also du siehst es halt auch bei uns, dass das Konsumverhalten so ein bisschen vorsichtiger ist.
00:09:32: Die Leute merken, dass sie ein bisschen weniger in der Tasche oder vorsichtiger ausgeben und dann auch eher in manchen Bereichen so ein bisschen niedrigpreisiger wird, dass die Marken so ein bisschen umgestellt
00:09:42: wird.
00:09:43: Also wirklich nicht, dass die Frequenz nachlässt, sondern dass man einen Switch in den Produkten sieht, dass es eher ein bisschen nach unten geht.
00:09:49: Ja,
00:09:49: also die Frequenz hat sich sogar erhöht bei uns.
00:09:53: Die Average-Items im Basket haben sich erhöht, aber es geht ein bisschen runter.
00:09:58: Würdest du also sagen, dass der Einzelkauf günstiger quasi für die Person ist, sie am Ende vom Jahr war wahrscheinlich ohne, dass sie es jetzt merkt, das sieht nur ihr, gar nicht so viel gespart hat, weil sie mehr gekauft hat?
00:10:09: Ja, nicht unbedingt, das musst du wieder von... Kundengruppe und Cluster, das gibt es natürlich unterschiedlich, aber das ist so ein bisschen so ein Grundtendenz.
00:10:19: Die Leute achten halt mehr, sie kaufen vorsichtiger, du überlegst ein bisschen mehr, du vergleichst natürlich viel mehr die Preise als vorher.
00:10:26: Also ich weiß nicht, wie es jetzt bei dir ist, wie viel du guckst, aber im Prinzip ist ja der Beautymark, wir bieten ja vergleichbare Produkte an.
00:10:35: Außer bei Niche, da sind wir die einzigen, die die haben, aber bei Puffer Dreams, die Sachen, die gibt es halt auch anders wohnen, vergleichen die.
00:10:42: Die Kunden halten ein bisschen mehr und kaufen, dann, wenn sie wirklich darauf achten müssen, auch dort, wo es am günstigsten ist.
00:10:48: Okay, spannend.
00:10:50: Seid ihr wirklich die einzigen Banish-Beauty, die dann die Marke haben?
00:10:52: Ist das auch der Anspruch, dass ihr sagt, oder ist das ein großes Kriterium?
00:10:56: Diese Marke darf nirgendwo anders, gerade auf einem Beauty-Markplatz verfügbar sein?
00:11:01: Wir
00:11:01: haben nicht nur Exklusivverträge, aber wir haben oft, haben wir also exklusive Verträge für einen gewissen Zeitraum, sechs Monate oder ein Jahr.
00:11:09: Aber nicht zu hundert Prozent, aber sehr, sehr oft.
00:11:12: Du hast grade Charlotte Tilbury schon genannt.
00:11:14: Hast du noch andere Erfolgscases direkt im Kopf, wo du sagst?
00:11:19: Damals, wir kamen die zu Nisch, und jetzt sind die eigentlich überall.
00:11:23: Also, Fleur ist so ein Case, der total erfolgreich ist.
00:11:26: Die waren noch nicht so groß.
00:11:28: Und mit, also, diesen Geniatradurchdeck sind international auch überall.
00:11:31: Also, Neuseelern sind dir auch ein Bestseller.
00:11:33: Da war ich grade über Weihnachten und hab mich total gefreut.
00:11:37: die da zu sehen sind auch ein Bestseller da.
00:11:39: Und was ist es im Moment?
00:11:41: Bei uns, die großen, na ja, wir haben schon, Charlotte Tilbury ist immer groß, Fleur ist groß, haben wir noch so ein paar andere, das sind so die, die bei uns stark nachgefragt werden.
00:11:50: Ich muss sagen, ich hab direkt drauf geguckt, wir waren vorhin nochmal auf der Webseite und hab ich gesagt, die, die ich jetzt so, aber erst im letzten Vierteljahr ... viel See, aber auch nur wirklich so ganz picky bei bestimmten Influencern, ist Lisa Eldridge.
00:12:05: Hab ich vorher nie irgendwo gesehen und war dann direkt bei euch auch oben drauf.
00:12:08: Ist bei uns auch top.
00:12:11: Lisa Eldridge ist mega, ist auch richtig gut.
00:12:14: Wie findet ihr diese Marken?
00:12:15: Das frage ich mich gerade.
00:12:17: Man ist ja dann schnell auf irgendwie vielen Plattformen und ihr wollt ja aber eigentlich am besten schon mal noch ein paar Monate vorher dort sein.
00:12:25: Ja, wir haben tatsächlich ... richtig, richtig gute Einkäufer, ein tolles Team und die sind wie so Trüffelschweiner.
00:12:32: Die müssen natürlich ein Gefühl dafür haben, was kann kommen.
00:12:35: Die gucken sich den Markt international an, die reisen und kommen dann zurück von ihren Trips mit einer langen Latte von Marken und dann werden die eben nach und nach bei uns live geschaltet.
00:12:49: Und dann gibt es natürlich welche, um die sich auch einige reißen.
00:12:52: Also wir kriegen auch nicht alle, die wir wollen.
00:12:54: Manche gehen dann eben auch zum Wettbewerb.
00:12:57: Aber meistens sind wir da tatsächlich führend.
00:13:01: Du musst natürlich immer gucken, es hilft uns natürlich nicht, Hunderte von Kleinstmarken anzuborden, mit denen wir keinen Umsatz machen, weil das bindet Lagerkapazität.
00:13:09: Also wir müssen auch schon natürlich so schlau das machen, dass wir auf die richtigen Pferde setzen und die Nachfrage gut einschätzen.
00:13:17: Und das gelingt uns eigentlich gut.
00:13:19: Also wir wachsen deutlich.
00:13:22: deutlich über im E-Commerce.
00:13:24: Und können uns da eigentlich überhaupt nicht beschweren.
00:13:26: Und wir sind auch noch lange nicht am Ende, weil wir auch international noch so viel Potenzial haben.
00:13:30: Und wir haben ja kein einziges Ladengeschäft.
00:13:32: Wir haben eine Kooperationsbahn Hamburg, aber wir sind ja eigentlich ein Online-Pure Player.
00:13:36: Wenn du dich auf eine Herausforderung pro Marke gerade beschränken müsstest, was wären die beiden?
00:13:43: Ich schätze mal, dass sie unterschiedlich sind, oder?
00:13:45: Ja.
00:13:46: Also, bei Niche, wenn wir ja gerade eben, bei Niche Beauty ist es auch eine Optimierung der bestehenden Prozesse.
00:13:56: Weil wir auch bei Niche, wir sind unglaublich lean aufgestellt.
00:14:00: Wir sind knapp vierzig Leute.
00:14:02: Das echten, kleines Team für die Umsätze, das ist wirklich schmal.
00:14:08: Und wir müssen natürlich immer mehr mit weniger machen.
00:14:10: Wir müssen automatisieren, wir müssen KI richtig nutzen, wir müssen unsere Prozesse schlank halten.
00:14:15: Und das ist für uns ein echt großer Wachstumshebel.
00:14:19: Und bei Parfum Dreams sind wir ... in einem Transformationsprozess.
00:14:25: Und auch da ist mein Anspruch, weil bei Path of Dreams sind wir vergleichbarer mit dem Wettbewerb.
00:14:30: Ich möchte gerne der Player in der Branche sein, der das beste Text deck hat und über State of the Art Tech skaliert.
00:14:39: Und da müssen wir natürlich auch dran arbeiten.
00:14:41: Und das ist viel professionalisieren, erwachsen werden.
00:14:46: Also ich stelle mir immer Path of Dreams ist wie so ein Teenager, der jetzt auf dem Sprung zum Erwachsenen werden steht.
00:14:55: und da haben wir in vielen Ecken Sachen, die wir noch automatisieren, verschlanken, schneller machen, leaner machen müssten.
00:15:05: Wie
00:15:05: viele Leute seid ihr bei Parförtreams?
00:15:07: Richtig kleines Team, wir sind ein paar über hundert.
00:15:10: Okay, würdest du sagen Parförtreams ist schon immer über den Preis gekommen?
00:15:14: Oder ist das was, was sich noch mal geändert und verschärft
00:15:17: hat?
00:15:17: Nee, ist die historisch, ist es natürlich viel überpreis gewesen.
00:15:21: Und das ist auch die Positionierung ganz klar, everyday low prices und Schönheit erreichbar machen für Leute.
00:15:29: Und das schaffst du dann überpreis.
00:15:31: Du könntest es jetzt, wenn du es negativ richtig black-and-white formulierst, kannst du sagen, Parfordreams historisch war eine Performance Marketing.
00:15:42: Firma, die dann seit sie zwei Douglas-Gruppe gehört, da so ein bisschen rauswächst.
00:15:49: Aber das war die Historie über viele, viele Jahre.
00:15:52: Ist es so schwer, wie ich es mir vorstelle?
00:15:55: Weil ihr kommt stark über den Preis und ... Sagt auch, da seid ihr in einem kompetitiven Markt unterwegs.
00:16:01: Eure Slogans gehen auch in die Richtung zum besten Preis.
00:16:04: Geht sehr stark in den Preiskampf rein, was eigentlich natürlich nicht für ein Luxusgut spricht.
00:16:09: Und Beauty per se und die Produkte, die ihr dort anbietet, ist ja trotzdem, auch wenn die Tendenz dazu geht, dass ich vielleicht ein bisschen weniger dafür ausgebe, aber es ist trotzdem irgendwo ein Luxusgut.
00:16:18: Und das ist irgendwas, was ich ja für mich auch noch toll anfühlen muss.
00:16:21: Also, wenn ich mir jetzt irgendwie ein neues Parföre gönne, auch wenn es nicht das twohundertfünfzig Euro Parföre ist, aber vielleicht das sechszig, siebzig Euro Parföre, dann... soll es für mich ja trotzdem noch eine tolle Experience sein.
00:16:30: und gleichzeitig ist aber so dieser Discount Gedanke.
00:16:33: Steht euch das manchmal im Weg oder kreuzt sich das nicht?
00:16:37: Ja, also auch da, wir sind überhaupt kein Discounter, sondern wir sind ja auch kein Grau-Markthändler, sondern bei uns ist es tatsächlich Premium Beauty.
00:16:50: Wir haben ein ganz starkes und hochwertiges Sortiment.
00:16:54: Und wir versuchen, attraktive Preise anzubieten.
00:16:58: Aber wir sind eigentlich nie der günstigste.
00:17:01: Also wir haben diverse, wenn du die Preise vergleist, wir haben diverse Wettbewerber, die nicht überall, aber bei bestimmten Artikeln deutlich günstiger sind als wir.
00:17:12: Und in meiner Preising-Strategie ist es auch so, dass ich keinen Verlust mache.
00:17:16: Ich muss ja Geld verdienen auch.
00:17:18: Ich kann mir das auch gleich leisten, da jetzt irgendwas ... zu günstig anzubieten.
00:17:23: Insofern ist das ganz fein austariert.
00:17:26: Aber wir bewegen uns natürlich, das ist wie im Technikbereich, wie wenn du im iPhones verkaufst.
00:17:33: Die Langkomb-Wildbandtusche, die ist halt vergleichbar.
00:17:36: Und du musst bei deinen schnell drehenden Artikeln irgendwo in einem bestimmten Preis-Range attraktiv sein und mitspielen.
00:17:44: Und darüber wird dieses Spiel halt austariert.
00:17:49: Da gehen wir, wir sagen natürlich bei uns, die Kunden kommen, weil es jeden Tag günstige Preise gibt.
00:17:54: Aber wir bieten auch so ein No-Thrills-Einkaufserlebnis.
00:17:57: Du kommst halt hin, du weißt oftmals, was du brauchst und dann kannst du eben mit zwei Klicks stellst du, wird schnell geliefert, ja, du kannst irgendwie leicht retornieren und du weißt, dass du das zum attraktiven Preis gekauft hast.
00:18:13: Wenn du jetzt natürlich ganz detailliert suchst, findest du es immer irgendwo billiger als bei uns.
00:18:17: heißt es, ihr verkauft kein Produkt unprofitabel.
00:18:21: Also kein einziges.
00:18:23: Aber es gibt trotzdem Unterschiede in den Margen, die ihr habt zum Schluss.
00:18:27: Und ihr habt Produkte, die ihr ganz klar ein bisschen niedriger von der Marge habt.
00:18:32: Aber dafür kommen, wisst ihr, da kommen sehr viele deswegen.
00:18:35: Genau.
00:18:35: Du hast also, wenn du dir dein gesamtes Sortiment anguckst, hast du Schnelldreher und dann geht's halt runter und irgendwann hast du Langsamdreher und irgendwo musst du ja im Handel dein Geld verdienen.
00:18:44: Irgendwo musst du die Marge machen.
00:18:46: Und natürlich ist es so, dass die Schnelldreher die vergleichbarsten Produkte sind.
00:18:51: Da musst du eben gucken, dass du die richtigen identifizierst, die du halt zum wettbewerbsfähigen Preis anbietest.
00:18:57: Und dann machst du deine Marge mit dem Long Tail.
00:19:01: Da verdienst du in der Regel dein Geld dran.
00:19:03: Und dann ist es ja auch nicht so, dass alle Anbieter am Markt hundertprozentes gleiche Sortiment haben, sondern es gibt viele, die haben keine Autorisierung für bestimmte Marken oder so, und darüber differenzierst du dich dann, und dann hast du es über ein gemischten Warenkorb.
00:19:18: Wenn du die Hauptkanäle mal vergleichen würdest, worüber kommen eure Kunden bei Puffer Dreams und bei Niche Beauty, gibt es da auch Unterschiede?
00:19:27: Na ja, bei Puffer Dreams kommen viele tatsächlich, also Neukunden, halt über klassisches Performance-Marketing, und dann haben wir unser Loyalty-Programm, also wir haben das Premium-Programm, mit dem machen wir schon einen signifikanten Anteil von unserem Umsatz.
00:19:42: Wie
00:19:42: sieht das Programm aus?
00:19:43: Du zahlst zehn Euro im Jahr und dafür kriegst du dauerhaft immer zehn Prozent Zusatzrabatt.
00:19:50: Das ist tatsächlich sehr attraktiv.
00:19:52: und dann gibt's zusätzliche Goodies, die du dann halt bekommst.
00:19:57: Aber du kannst keine Pote oder sowas sammeln.
00:19:58: Das ist jetzt nicht wie bei Douglas, irgendwie euer T-Programm.
00:20:01: Du musst natürlich gucken, die Kosten sind teurer.
00:20:04: Du musst halt sehen, Jeden E-Commerce-Händler, wie kannst du die Marketingkosten möglichst niedrig halten?
00:20:11: Wir wissen alle, neue Kunden zu akquirieren wird irgendwie immer teurer.
00:20:15: Das heißt, du musst halt gucken, wo kriegt man sie effizient und günstig her?
00:20:20: Wie hältst du sie möglichst lange?
00:20:23: Wie maximierst du deinen Replenishment-Käufer und so weiter?
00:20:26: Und da gehen wir halt in alle Richtungen, spielen den kompletten... Blumenstrauß, ja, über Hyperpersonalisierung, wo wir alles hinwollen.
00:20:34: Also da gibt es total viel.
00:20:36: Und Niche, weil du zu Niche gefragt hattest, kommt natürlich viel mehr über die Marke.
00:20:40: Also wenn du dir guck dir die Website an, ja?
00:20:43: Also du siehst, es sind halt unterschiedliche Kundengruppen.
00:20:45: Ja.
00:20:46: Und Niche ist halt Luxus und Premium.
00:20:49: Und da möchte ich hin, wenn ich das exklusiv haben möchte.
00:20:51: Und da gucke ich nicht so genau auf den Preis.
00:20:53: Und dann hast du natürlich viele Leute, die einfach immer kommen und checken.
00:20:58: Ja, die sind halt da.
00:20:59: kommt direkt auf die Seite.
00:21:01: Sie ist halt prim im Club, der interessiert mich, du merkst das.
00:21:04: Du hast gesagt, zehn Euro kostet der im Jahr.
00:21:07: Heißt, es lohnt sich eigentlich für mich ja schon, wenn ich über hundert Euro im Jahr ausgegeben hab.
00:21:11: Es lohnt sich mega, es lohnt sich, wenn du ein teures Paar verkaufst.
00:21:16: Bei wie viel Prozent würdest du sagen, lohnt sich das?
00:21:19: Gibt's da auch so einen kleinen, ich nenne den mal Fitnessstudio-Effekt, dass man den Vertrag eingeht und dann nutzt man's doch nicht so, wie man dachte, oder sagst du ... Na ja, preislich beim Kunden lohnt es sich eigentlich bei ninety Prozent.
00:21:32: Das lohnt sich tatsächlich bei uns, bei denen die da drin sind.
00:21:36: Die wissen ganz genau, warum sie da drin sind, und es lohnt sich total.
00:21:39: Also es lohnt sich sogar so, dass ich natürlich gerne das auch teurer machen möchte, weil sich das bombastisch lohnt für die Kunden.
00:21:46: Das wird so sagen, wie viel Prozent von euren Käufen läuft auf Kunden, die in dem Club drin sind.
00:21:54: Na ja, über genaue Zahlen können wir nicht sprechen, aber das ist tatsächlich eine Signifique.
00:21:59: Also ist ein wirklich großer Anteil, den ich natürlich möglichst schnell auch noch weiter ausbauen möchte, weil ich sparen natürlich Marketingkosten, die ich dann anderweitig wieder ausgeben kann.
00:22:10: Aber das ist genau dieses Thema.
00:22:11: Du hast halt diese Mischung aus, historisch.
00:22:15: vor zehn Jahren haben wir hundert Prozent unseres Marketing-Budgets für Performance-Marketing ausgegeben.
00:22:20: So, jetzt musst du davon... runterkommen und muss halt den richtigen Mix zwischen effizienten Neukunden, Akkvisie über Google und Co.
00:22:31: Dann aber auch deine Brand und auch da unsere Brand-Awareness bei Puffer Dreams ist nicht herausragend, weil wir ja auch nie über Jahre investiert haben da rein.
00:22:42: Also wir haben nicht Media for Equity Deals gemacht und so was dies, es gab es halt nicht.
00:22:48: Und bei uns wird es halt jetzt langsam und stetig müssen wir halt die Marke weiter aufbauen und den den Kreis an loyalen Kunden erhöhen, dass es so signifikant ist, dass wir halt viel mehr noch über CRM und Loyalty machen können.
00:23:04: Gibt es eine Entscheidung, wenn du länger da gewesen wärst, so eine große Entscheidung, wo du denkst, oh, man hätten mir das mal früher gemacht.
00:23:14: Da wird uns so viel leichter von der Hand jetzt gehen.
00:23:17: Also ich habe wieder eine Sache nicht ganz so perfekt gemacht und bestimmte Personalentscheidungen, mit denen habe ich eine Weile zu lange gewartet, weil ich angefangen habe und immer gesagt habe, ich beobachte jetzt ein bisschen und ich habe jetzt ein ganz tolles Management Team, aber ich habe mit bestimmten Bereichen so darunter habe ich noch ein bisschen gewartet und das hätte ich auch schon in den ersten hundert Tagen tatsächlich.
00:23:43: fertig, raus, bestimmte Leute einfach sofort austauschen.
00:23:47: Die habe ich dann halt in den Monaten da drauf ausgetauscht.
00:23:50: So, das würde ich tatsächlich, wenn ich jetzt nochmal neu starten würde, würde ich einfach sagen, so, cut, sofort, zack.
00:23:57: Dann hast du die richtigen Leute an einer richtigen Stelle im Bus und dann können die auch richtig loslegen.
00:24:03: So, das ist eine Sache.
00:24:05: Und dann, also wenn ich jetzt bei Puffhorn Dreams ableibe, habe ich Am Anfang auch die ersten Monate mich mit Strategie beschäftigt, weil das auch nicht so trivial war.
00:24:20: Und ich habe wirklich Zeit investiert, die Hypothesen, die Strategischen, die ich hatte zu verifizieren und jetzt loszulegen.
00:24:27: Und damit fühle ich mich total wohl.
00:24:29: Also ich habe einen strategischen Plan, der ist jetzt auch ein paar Jahre gültig und der wird jetzt abgearbeitet.
00:24:37: Aber es gab eine Sache, die hätte ich anders gemacht.
00:24:40: Also, es hat sich so ein bisschen mit meinem Staat überlappt.
00:24:43: Aber ich hätte noch das vielleicht auch total aggressiv stoppen können.
00:24:47: Aber wir haben zwischendrin ein Loyalty-Programm noch mal gelauncht, sodass wir ein paar Monate zwei hatten.
00:24:52: Wir hatten einen Punkt der Programm.
00:24:54: Bei Puffer Dreams?
00:24:55: Bei Puffer Dreams.
00:24:56: Und wir haben unser Premium-Programm.
00:24:58: Und auf dem Papier gab es da ein paar Annahmen, die Sinn ergeben haben.
00:25:03: Aber wenn du sowieso schon jeden Tag ... everyday low prices hast.
00:25:08: Und dann bietest du nochmal zwei Kundenprogramme an, wo die einen echt zehn Prozent kriegen.
00:25:12: Was ist das für Margin-Effekt?
00:25:15: Und dann sammest du noch mal Punkte.
00:25:17: Und die musst du zurückstellen und so weiter.
00:25:19: Das war nicht sinnführend.
00:25:22: Und das haben wir dann auch schnell im Sommer gestoppt.
00:25:24: Aber ich hätte es gar nicht erst launchen dürfen.
00:25:27: Ich hätte vorher schon, ich habe im März angefangen, ich hätte da schon im Mai einfach sagen sollen, stopp, wir machen das jetzt gar nicht mehr.
00:25:32: Und dann war es halt kurz live und dann habe ich es dann gestoppt.
00:25:35: kommt da eine Welle an Kunden, die sich dann beschweren?
00:25:40: Oder war das so ein kurzer Zeitraum, dass ...
00:25:42: Nee, die beschweren sich nicht, weil die Leute haben alle ihre Punkte bekommen.
00:25:46: Also, wenn du ... Das war richtig gut, hat sich überhaupt niemand beschwert.
00:25:51: Es war echt toll für unsere Kunden, weil sie sogar noch mehr Geld für ihre Punkte bekommen haben.
00:25:56: Aus Kundensicht war das super.
00:25:58: Aber aus Bottom-Line-Sicht für mich hat es halt ein bisschen wehgetan.
00:26:04: Du hast gerade gesagt, die richtigen Leute im Bus haben.
00:26:06: Kann ich sehr spannend wird zu sagen, wenn du jetzt noch mal eine neue Station eingehen würdest, dann würdest du das schneller machen.
00:26:13: Oder man denkt ja immer danach, man ist dann schlauer oder denkst du, du wirst dich wieder in der Situation finden, weil es natürlich auch um Schicksale und Menschen geht.
00:26:22: Wie viel Meinung traut man sich selbst zu?
00:26:24: Ja, ich habe gelernt aus den letzten Stationen.
00:26:26: Bei Rate Pay habe ich bestimmte Entscheidungen erst nach einem Jahr getroffen.
00:26:29: Bewusst, weil es auch andere Dynamiken gab und da habe ich mir gesagt, das mache ich nicht mehr.
00:26:34: Ich warte kein Jahr, da gab es Gründe für und dann kam ich... Ich habe gesagt, gut, ich mache das jetzt deutlich schneller.
00:26:43: Und dann geht es aber manchmal auch nicht, weil du hast noch keinen Ersatz.
00:26:46: Dann denkst du, okay, wenn du jetzt diese Person austauschst, du bist noch nicht so schnell im Rekrutding, dann brich dir alles zusammen, dann fängst du gerade neu an.
00:26:53: Und deswegen habe ich es ein bisschen gewartet.
00:26:54: Aber ich war schon deutlich schneller.
00:26:56: Aber beim nächsten Mal, ich würde das tatsächlich in den ersten hundert Tagen machen und dann einmal ... loslegen, volle Kraft voraus und dann hast du die richtigen Leute schon ein bisschen früher.
00:27:05: Du bist einfach schneller.
00:27:07: Du sparst so viel Zeit.
00:27:10: Manchmal muss man halt auch beobachten.
00:27:11: Also jetzt ist es so, ich bin jemand, ich bin eng dran.
00:27:16: Jetzt habe ich zwei Scale-Ups.
00:27:19: Ich bin ja jetzt auch nicht im Großkonzern und habe hier irgendwie zwanzigtausend Mitarbeitende, sondern das ist ja halbwegs überschaubar bei mir.
00:27:26: Da bekommt man schon relativ schnell einen ganz guten Blick, wenn man sich die Sachen mal im Detail ein bisschen anschaut.
00:27:33: Aber manchmal ist man dann auch nicht so ganz sicher, weil ich muss ja auch vertrauen, was die Lieder mir sagen.
00:27:38: Ja.
00:27:38: Ich bin ja jetzt nicht so disotisch.
00:27:40: Und manchmal, wenn du aber nicht den richtigen Lieder an der richtigen Stelle hast, dann kommen halt auch Feedbacks, die nicht immer dann tatsächlich mit denen ich so beeinstimmen würde oder so.
00:27:51: Und dafür muss da halt noch ein bisschen enger dran sein, um das dann auch wirklich zu durchschauen.
00:27:56: hat sich eine deiner Meinung geändert, also personale Entscheidungstechnisch.
00:28:02: Weil du ja sagst, okay, du willst jetzt noch mal schneller entscheiden.
00:28:05: Du bist jetzt schon schneller vorangegangen.
00:28:07: Es wäre ja eine Bestätigung für dich, wenn du sagst, na ja, eigentlich wusste ich es immer von Anfang an.
00:28:12: Und da ändert sich dann auch nicht mehr viel, aber man gibt sich irgendwie selbst noch mal die Zeit.
00:28:16: Also, ich hab eigentlich immer ein sehr gutes Bauchgefühl.
00:28:20: Und tief im Inneren hat mich mein Bauchgefühl noch nie gedrückt.
00:28:26: Manchmal hast du aber so ein paar Umstände, die bestimmte Sachen ein bisschen schwerer machen.
00:28:30: Ich kann noch ein bisschen mehr auf mein Bauchgefühl dann meinem nächsten Mal einfach vertrauen.
00:28:35: So, aber ich, also auch da, es war jetzt nicht viel, wir haben jetzt nicht viel ausgetauscht und auch, ich habe jetzt, ich habe so ein tolles Team.
00:28:43: Also, ich meine, wir ziehen alle an einem Strang, die Leute sind hochgradig motiviert, die challenging den Status quo.
00:28:51: Die haben überhaupt keine Angst vor Veränderungen.
00:28:55: Wir müssen ja ständig, wir sind ein Scaler, bei uns ist ständig alles anders.
00:28:58: Du hast es, der Markt ändert sich, wir müssen schnell sein.
00:29:02: Obwohl ich eine echt relativ lange Betriebszugehörigkeit bei vielen Leuten habe, denken die mit und gehen und das beeindruckt mich tatsächlich immer aufs Neue, die gehen den Change mit und hören sich das auch offen an.
00:29:16: und sind nicht per se, haben wir alles mal gemacht, hat nicht funktioniert, sondern die hören sich das an und das macht unglaublich viel Spaß.
00:29:23: Und wir haben auch eine echt gute Streitkultur, also das ist jetzt kein Konsens, sondern wir sitzen auch tatsächlich da und dann wird auch mal hart diskutiert und dann gehen wir mal auseinander und sagen, okay, jetzt lassen wir das noch mal eine Stunde sacken und dann kommt es und es führt halt echt zu ganz guten Ergebnissen.
00:29:40: Du hast gerade von deinen strategischen Hypothesen gesprochen, die du aufgestellt hast und eine Zeit gebraucht hast, die zu verifizieren für dich selbst, um dir auch da sicher zu sein.
00:29:51: Kannst du uns da mitnehmen in ein, zwei Hypothesen, die du so für dich aufgestellt hast, die man jetzt vielleicht nicht sieht, wenn man jetzt einfach in die Online-Shops geht, sondern das sind ja mehr deine Gedanken auch und was dahinter steht.
00:30:03: Also, du fängst ja an.
00:30:05: Und jetzt, um bei Puffer Dreams konkret zu bleiben, ist ein Transformations-Thema.
00:30:11: Scale-Up muss professionalisieren.
00:30:14: mehr automatisieren.
00:30:16: und dann guckst du dir natürlich an und sagst, habe ich jetzt die richtigen Commercial Hypothesen.
00:30:21: Sind wir überhaupt richtig mit dieser Strategie, dass wir jeden Tag attraktive Preise anbieten wollen?
00:30:28: und ist es überhaupt die richtige Strategie zu sagen, wir machen jetzt Schönheit.
00:30:34: Erreichbarer, Beauty accessible machen, ist das richtig.
00:30:39: ist der Plan, auf welche Kundengruppen wir uns jetzt konzentrieren wollen, ist der richtig?
00:30:44: Müssen wir vielleicht ein anderes auf andere Kundensegmente gehen, oder?
00:30:48: Also bei uns, wir haben da zwei dedizierte Kundengruppen, auf die wir gehen, die musste ich auch erstmal validieren.
00:30:55: Dann die Themen wie... Was sind
00:30:57: die Kundengruppen?
00:30:58: Wir nennen die Key Value Seekers, sind halt Leute, die wissen, was sie suchen im Beauty-Bereich, gerade bei den Damen auch.
00:31:04: Und... die dann einfach ein gutes Einkaufserlebnis haben wollen, aber für die Preisen Thema ist.
00:31:10: Und dann hast du natürlich auch bestimmte Männergruppen.
00:31:12: Also wir sind für Männer, gerade bei Parfum Dreams sind Männer auch eine relevante Zielgruppe.
00:31:18: So, und dann guck sie natürlich an diesen ganzen Aktivierungsteil.
00:31:22: Also wo sollen die Kunden herkommen?
00:31:24: Wie viel willst du ausgeben in den Marketinghebeln?
00:31:26: Wie möchtest du die Budgets langfristig schiften?
00:31:29: Wie ist der Ansatz zur Loyalty?
00:31:33: ein Thema?
00:31:34: Der ganze Tech-Bereich.
00:31:37: Wo möchten wir da stehen?
00:31:38: Was brauchen wir dafür?
00:31:39: Wie sieht das Tech-Stack aus?
00:31:41: Wie muss es langfristig sein?
00:31:42: Dann die ganze Assortment-Strategie.
00:31:44: Haben wir überhaupt das richtige Assortment?
00:31:46: Wie sind die Wachstumsfelder da geplant?
00:31:49: Müssen wir unser Assortment erweitern?
00:31:52: Müssen wir es schmälern?
00:31:53: Wie schnell dreht es sich?
00:31:55: Was bedeutet das für unser Networking Capital?
00:31:58: Müssen wir Bereiche auslisten, weil es nicht effizient ist?
00:32:01: Auch das ist ja ein Thema.
00:32:03: Nicht das breiteste Sortiment ist toll.
00:32:06: Du hast Lagerkapazitäten, die da überall blockiert werden.
00:32:09: Ganz ehrlich, was sich nicht dreht, wird halt ... Das wird dich von trennen, wird ausgelistet.
00:32:13: Haben wir massiv gemacht.
00:32:15: Wir haben uns auch deutlich fokussiert im Sortiment.
00:32:18: Aber trotzdem musst du dich immer fragen, auf welche Bereich in der Beauty wird sich konzentrieren?
00:32:23: Gibt es Zusatzbereiche, auf die du gehen willst?
00:32:25: Und es war echt ... Wir haben fast drei Monate Strategie auch gemacht, intensiv.
00:32:31: Und das war aber auch richtig so, weil wir den Plan haben, den wir jetzt konsequent verfolgen.
00:32:37: Und der ist auch zugeschnitten auf Parfumdreams.
00:32:39: Das ist jetzt nicht irgendwas, was Douglas macht oder nie, sondern das ist dediziert Parfumdreams.
00:32:45: Und hat sich die Zielgruppe zum Beispiel verändert?
00:32:48: Für uns die Kundengruppe?
00:32:49: Ja, also nachdem du dir das jetzt nochmal genau angeschaut hast, also, oder auch wenn es nur eine kleine Verschiebung war, aber welche war es?
00:32:57: Na ja, wir haben jetzt schon genau ... Zielgerichtet auf dieses Kundensegment und damit kannst du aber auch in der Art und Weise, wie du Marketing machst, bist du halt Schärfer, weil du darauf zuschneidest, auch in deinem Ton auf Voice und der Bildsprache.
00:33:12: Hast du ein Beispiel?
00:33:14: Die Kunden von die Beauty ist halt eine ganz andere.
00:33:17: Du brauchst eine komplett andere Tone of Voice bei Puffer Dreams und du brauchst eine komplett andere Bitchsprache dafür.
00:33:23: Also die Kunden von Puffer Dreams würden überhaupt nicht kaufen bei uns, wenn ich da jetzt so eine Seite hätte wie bei Beauty mit denen.
00:33:30: Das würde die überhaupt nicht interessieren.
00:33:32: Da hast du, habe ich Abbruchraten im Shop, wenn das jetzt die Banner so aussehen würden.
00:33:37: Habt ihr für die beiden Plattformen zusammengelegte Abteilungen in manchen Bereichen?
00:33:43: Das ist eine sehr gute Frage.
00:33:44: Ja, wir nutzen Synergien, da wo es passt.
00:33:46: Also wir sind jetzt zwei komplett unterschiedliche Unternehmen, aber das People-Team ist ein und dasselbe.
00:33:53: Die machen die Optimieren für beides.
00:33:55: Auch unser Finance-Team macht das für beides.
00:33:57: Aber der Einkauf ist komplett getrennt, Marketing ist komplett getrennt.
00:34:01: Das machen
00:34:01: wir nicht.
00:34:01: Das ist, wenn ich auch die Frage mit Marketing, weil du gerade gesagt hast, so diese Kundenansprache muss ein anderes sein, wo ich glaube ich auch hundert Prozent mitgehen würde.
00:34:10: Ich stell mir es aber schwierig vor für die Person, die am Tag an beides denken muss, wenn sie im beiden Welten unterwegs sein muss.
00:34:16: Also deswegen haben wir den Weg auch nicht, die sind wir nicht gegangen.
00:34:19: Da würde ich auch statt heute komplett von absehen.
00:34:23: Und haben wir überhaupt nicht geplant, dass wir das zusammenführen.
00:34:26: Technik könntest du überlegen, dass du irgendwann mal sagst, du hast einen Text deckt und auch da gehen wir erste Schritte.
00:34:33: Auch das wir sind ja komplett unterschiedlich.
00:34:35: Wir laufen auf komplett unterschiedlichen Shopsystems.
00:34:37: Es ist alles anders, aber da kannst du natürlich auch eines Tages mal mehr Synergienleben dazwischen.
00:34:44: Du hast Entscheidungen getroffen, zum Beispiel auch, was euer Sortiment angeht und auch, was People angeht.
00:34:50: Denkst du, es wird dir schwerer fallen, wenn du jetzt noch fünf Jahre bei paar Fertreams und Niche Beauty bist, diese Entscheidungen zu treffen, weil du einfach immer mehr Informationen dann bekommst.
00:34:58: Manchmal fällt es einem einfacher am Anfang der Entscheidung zu treffen und dann ist ja auch so ein CEOwechsel oder prinzipiell auch auf anderen Positionen.
00:35:03: Es ist super gut, so ein Wechsel zu haben, weil Entscheidungen schneller getroffen werden.
00:35:08: Denkst du, du bist in Entscheidungen immer gleich schnell und wirst auch gleich schnell in deinen Entscheidungen jetzt in deiner Rolle bleiben oder denkst du, die werden langsamer automatisch?
00:35:18: Ich entscheide schnell.
00:35:20: Und ich brauche auch nicht dreihundertsechzig Grad irgendwie Zahlen und muss es achtzigfach validieren.
00:35:27: Da verliehen wir viel zu viel Zeit.
00:35:28: Also da, das ist dann vielleicht in bestimmten Konzernstrukturen, macht man das so aber nicht bei mir da, wer ich pleite.
00:35:34: Wir müssen schnell sein und fail fast.
00:35:37: Wenn das, also ich ramm Flock rein, dann legen wir los.
00:35:40: Und wenn wir merken, dass nicht das Richtige, dann fail fast, dann wird halt kurz korrektet.
00:35:45: Natürlich hast du bestimmte Sachen, wenn du nicht betriebsblind bist, wenn du neu bist irgendwo und frisch raufguckst, siehst du halt bestimmte Dinge, die fallen dir dann nach einer Weile irgendwann nicht mehr so drauf.
00:35:57: Das ist wie wenn du ne neue Wohnung ziehst und sagst immer, die Leuchten, die du nicht in der ersten Woche reingemacht hast, die machst du ja nicht rein.
00:36:03: Das hat ein bisschen übertrieben gesagt, ja?
00:36:06: Ja, ich
00:36:06: glaub es nicht übertrieben.
00:36:07: Aber das ist so.
00:36:08: Aber dafür bin ich CEO, weil ich muss... jeden Tag Entscheidungen treffen zum Wohl des Unternehmens und die sind nicht zum Wohl des Einzelnen oder der Einzelnen oder einer Abteilung und das sind oftmals auch echt harte Entscheidungen.
00:36:22: Gerade im Markt wie diesem, ich meine wir haben allgemein wir haben Inflation, Kostendruck steigt, also das muss ja alles passen.
00:36:31: Wir müssen immer mehr mit weniger machen und das hat bestimmte Konsequenzen.
00:36:37: Und dafür bin ich CEO, dass ich das aushalten muss.
00:36:39: Und ich hab in meinem Leben wirklich schon so viele, als Beispiel jetzt Kostcutting-Runden gemacht.
00:36:44: Jetzt hab ich lange genug im Private Equity-Umfeld gearbeitet.
00:36:47: Und da bist du als CEO, würd ich mal sagen, drei bis vier Jahre.
00:36:51: Und dann bist du sowieso auch dann für die nächste Phase nicht mehr der oder die Richtige.
00:36:56: Und meine Einstellung ist immer die.
00:37:00: Ich komme, um auch irgendwann zu gehen.
00:37:02: Also so lange, wie ich ein Impact generieren kann und ein Mehrwert generiere.
00:37:06: und Spaß an der Aufgabe habe, mache ich das total gerne.
00:37:10: Aber es gibt tatsächlich Situationen, wo dann irgendwann jemand anders besser geeignet ist.
00:37:16: Und dann finde ich nichts schlimmer, als wenn man sich dann so festsitzt.
00:37:19: Das bin ich als Typ überhaupt nicht.
00:37:21: Sondern dann muss man platzfrei machen für was, was danach kommt, was dann in der Phase besser passt.
00:37:28: Und das hast du nicht umsonst.
00:37:30: Bleiben Sie aus in der Regel nicht zwanzig Jahre.
00:37:33: So, das sind dann Ausnahmeerscheinungen.
00:37:35: Ich würde jetzt von mir behaupten, ich bin sehr wandelbar und bin offen für Change und Veränderer auch und challenge den Status quo regelmäßig.
00:37:44: Aber wer weiß, was in fünf Jahren sind, wenn es alles topautomatisiert läuft und dann kommt vielleicht wieder eine andere Phase und da muss dann jemand kommen, der das besser kann als ich.
00:37:55: Aber kommt Zeit, kommt Rat.
00:37:57: Wir sind ja gerade am Anfang von zwanzig, sechsundzwanzig.
00:38:00: Du hast gerade schon ein paar Mal angesprochen.
00:38:03: Natürlich, und ich glaube, alle, die auch zuhören, befinden sich in der gleichen Lage, dass die E-Commerce-Welt keine einfache war in den letzten Jahren.
00:38:10: Du bist ganz tief in dem Thema drin.
00:38:13: Glaubst du, wir haben so einen Zenit erreicht?
00:38:15: Wie blickst du jetzt auch vor allem auf die nächsten zwölf Monate?
00:38:19: Wird das besser?
00:38:20: Sagst du, es wird noch mal schlechter?
00:38:22: Haben wir einen Gleichstand?
00:38:23: Was wäre deine Hypothese in dem Fall?
00:38:26: Also generell, wenn man auf den E-Commerce guckt.
00:38:29: muss der E-Commerce ja noch massiv wachsen, weil wir die Penetration noch gar nicht fünfzig, fünfzig überall haben.
00:38:35: So, zwischen E-Commerce und Online-Deutschland sind wir immer noch nicht so doll, ne?
00:38:40: Also, da ist viel Luft nach oben.
00:38:42: Und wenn du immer sagst, im Schnitt sind die Prognosen, waren die immer bei zehn Prozent.
00:38:46: Jetzt wissen wir beide ...
00:38:47: Von Jahr zu
00:38:48: Jahr.
00:38:48: Von Jahr zu Jahr.
00:38:49: Die Kegas so, mit Pausreisern.
00:38:51: Aber es ist tatsächlich ein schwieriger Markt.
00:38:55: Und die Unternehmen, die ihre Hausaufgaben nicht machen, Die richtigen Produkte zum richtigen Preis jetzt, um wenn wir jetzt im E-Kubus anbieten, die haben keine Daseinsberechtigung mehr, weil der Wettbewerb ist stark.
00:39:09: Die Konsumenten vergleichen mehr, sind more educated.
00:39:13: Das Geld sitzt den Leuten momentan nicht locker, zumindest in Deutschland nicht.
00:39:16: Wir haben andere Länder.
00:39:18: in dieser Welt die besser laufen.
00:39:20: Du hast ja einen guten Vergleich.
00:39:22: Was würdest du sagen, jetzt vielleicht auch gerade so von Janis Beauty ist vielleicht auch nochmal die gute Plattform, um das zu beurteilen, weil dort ja eh erstmal, ich spende da ja mal ein bisschen mehr, was würdest du sagen, was sind so die Länder, die nach oben ausreißen?
00:39:34: Ja, das ist total interessant, weil es ein bisschen unterschiedliche Dynamiken sind, aber tatsächlich Deutschland, Frankreich, Niederlande ist kein leichtes Umfeld momentan.
00:39:42: Und dann hast du die Länder Central-Eastern-Europe, die tatsächlich ganz gut wachsen.
00:39:48: Dann hast du irgendwie die MENA, also, ja, die MENA Nordafrika, dir was gut läuft.
00:39:54: Du hast Middle East, was läuft.
00:39:55: USA lief Bombe, bis Herr Trump irgendwie kam mit den dämlichen Zölln.
00:40:01: Das tut echt weh.
00:40:02: So, und dann hast du immer so ein paar kleine Highlights.
00:40:05: Spanien wächst auch irgendwie gerade jetzt in unserer Branche wieder, gar nicht so schlecht.
00:40:11: UK ist bei mir auch immer noch so ein Land, wo ich Potenzial sehe.
00:40:18: Und so hast du die Unterschiede.
00:40:19: Aber solange natürlich die großen Märkte jetzt Deutschland, Frankreich, so ein bisschen schwierige Marktumfelder haben, merkst du das halt.
00:40:28: Und da musst du schon viel international kompensieren, um so ein bisschen langsameres Wachstum in den Ländern aufzufangen.
00:40:39: Aber ich seh'n Blick ja gar nicht so negativ dann, wenn du auch in so viele Märkte guckst und also du hast grad mehr Positiv als Negatives gemacht.
00:40:45: Ja, das Glas ist immer halb voll.
00:40:46: Und jetzt muss man auch mal sagen, wir machen ja unsere Hausaufgaben.
00:40:50: Wir wachsen, und wir wachsen profitabel.
00:40:52: Und ich bin da, dass ich, ich mach bei, also wir wachsen nicht auf Dolbe kommen raus, sondern wir wachsen nachhaltig und profitabel.
00:41:00: Ich könnte natürlich schneller wachsen, wenn ich jetzt sage, ich nehme jetzt Verluste in Kauf her, mach ich aber nicht so.
00:41:05: Deswegen wachse ich langsamer.
00:41:07: und gesund, aber ich wachse im Schnitt natürlich deutlich stärker noch als der Markt.
00:41:16: Aber es ist kein leichtes Umfeld, es ist wirklich harte Arbeit.
00:41:21: Und jeden Tag ist, ich liebe dieses Buch, The Hard Thing About Hard Things, also es ist ja jeden Tag irgendein riesen Problem, hast du ja jeden Tag.
00:41:33: Das liebe ich aber, dafür bin ich ja.
00:41:35: Also es macht mir total Spaß, so eine Sache dann auch zu lösen im Team.
00:41:39: Wir haben zum Abschluss von Podcast immer drei Fragen.
00:41:43: Unser Podcast heißt ja One More Question und wir würden gerne mit One More hintstarten und ich glaube, dass du dafür die Expertin bist.
00:41:49: von dem, was ich jetzt schon so gehört habe und auch wie du heute hier über Themen gesprochen hast und du sprichst immer viel über das Thema Veränderung.
00:41:59: Und ich merke immer, dass es aber noch ganz viele Leute gibt, die immer sagen, ich mag keine Veränderung.
00:42:03: Ich mag halt keine Veränderung.
00:42:04: So, du erstellst irgendwas Neues im Team vor und dann kommt zurück.
00:42:09: gar nicht so, ob man das jetzt persönlich gut oder schlecht findet, sondern es ist eine Veränderung und Veränderung ist schlecht.
00:42:16: Was würdest du als Tipp auch den Leuten mitgeben?
00:42:19: auch davon überzeugt bin, dass man da echt wenig vorankommt, wenn man sich jeder Veränderung verschließt und nicht nur vorankommt, sondern irgendwann hast du, glaub ich, ein Problem.
00:42:27: Hast du irgendwas, wo du auch schon Leute da geknackt bekommen hast?
00:42:33: Wie man irgendwie so ein bisschen diesen Mindset-Shift hinbekommt?
00:42:36: Gar nicht, dass man jetzt, dass die Person dann da steht und sagt, Veränderung total toll.
00:42:40: Ich liebe das, wenn die Dinge einfach alle drei Monate anders aussehen.
00:42:44: Aber hast du was, wo du, da tue ich mich immer sehr schwer damit?
00:42:49: Leute davon überzeugen kann, dass Veränderung wichtig und positiv sein kann.
00:42:52: Also, wenn ich an etwas glaube, dann gelingt es mir in der Regel, da so viel positive Emotionen zu generieren, dass ich mein Umfeld davon begeistern kann.
00:43:07: Und das schaffe ich, indem ich Geschichten erzähle.
00:43:10: Warum machen wir das?
00:43:11: Und ich nehme die Kolleginnen mit auf eine Reise.
00:43:16: und male ein Bild, wo wir hinwollen und warum das gut ist.
00:43:21: Und ich versuche immer für alle zu beantworten die Frage, was informiert.
00:43:26: Weil nur wenn du und ich beide wissen ganz egoistisch, was haben wir denn jetzt davon, wenn wir das machen?
00:43:33: Dann sind wir auch in Zeiten, wo es schwieriger ist und nicht so einfach ist, sind wir aber locked in.
00:43:40: Wir können uns darauf besinnen und wir wissen, okay, eigentlich habe ich jetzt ... glaubt ihr, ich hab da was davon, auch wenn es jetzt grad mal schwierig ist.
00:43:49: Aber jetzt hab ich, seit so vielen Jahren, hab ich wirklich immer diese, ich hab harte Veränderungsthemen in meinen Rollen gehabt.
00:43:55: Ja, eigentlich seit irgendwie, seit Ende Iber, fing mit Brands for Friends an, ja, zog sich aber komplett durch.
00:44:02: Und mein größtes Learning ist, du kannst viele Leute mitnehmen auf Veränderungen mit einer sehr guten und sehr engen Kommunikation und einer sehr individuellen Ansprache.
00:44:14: wo jeder oder jede gerade steht, weil die Leute sind ja, die haben unterschiedliche Positionen, die haben unterschiedliche Ängste, die haben unterschiedliche Ziele und du musst ein Spür dafür haben, was wollen die Leute?
00:44:25: und du musst manchmal auch einfach hart sein und dann ist es manchmal doch fris oder stirb und durch, aber du kannst nicht alle mitnehmen und der Schlüssel ist zu erkennen, wer kann diese Reise jetzt tatsächlich nicht mitgehen?
00:44:38: und dann musst du dir überlegen, wie viel kannst du noch mit?
00:44:41: People Development, Coaching, Training machen?
00:44:44: oder musst du jetzt sagen, okay, dann ist jetzt hier halt ein Cut.
00:44:46: Und dann musst du aber auch die Entscheidung treffen und sagen, gut, dann trennen wir uns jetzt hier.
00:44:51: Das finde ich gut.
00:44:52: Das nehme ich mir mit.
00:44:54: Also... würdest du sagen, wenn ich weiß, okay, da kommt eine große Veränderung, dann setze ich mich lieber vorher mal ein paar Stunden hin und überleg mir, für wem bedeutet das was, wen nehme ich wie mit, wem muss ich auch was sagen, dass er mitkommt und wer sind aber auch die Leute, wo ich jetzt schon weiß, den nehme ich wahrscheinlich nicht mit.
00:45:09: Ja, und manchmal erlebst du die Überraschung erst, wenn du es machst, weil die manche Leute reagieren ja passive-aggressive, dann du kennst die Change Curve, jeder geht durch die Change Curve, aber bei manchen dauert die halt eine Minute.
00:45:22: Und bei manchen dauert der drei Monate.
00:45:24: Und das weißt du nicht immer vorher.
00:45:27: Manchmal erlebt man dann positive und manchmal erlebt man negative Überraschungen.
00:45:31: Finde
00:45:32: ich sehr gut.
00:45:33: One more Fail.
00:45:35: Du hast das Loyalty-Programm schon angesprochen.
00:45:37: Hast du noch einen anderen Fail, wo du einfach sagst, der kommt dir direkt in den Kopf in deinem ersten Jahr bei Niche Beauty und bei Puffer Dreams.
00:45:46: Also das Loyalty-Programm, darüber haben wir gesprochen, ist einer.
00:45:50: Ein anderer Fail ist ... mit Personalentscheidung wirklich nicht lange warten, sondern das echt schnell machen.
00:46:01: So, und jetzt überlege ich grad noch, ich mache ja jeden Tag irgendwelche Fehler, ne?
00:46:05: Also wir machen alle Fehler jeden Tag, aber jetzt so ein Riesenfail.
00:46:09: Ja, das ist kein großer Fail vielleicht.
00:46:12: Können wir, also generell, kann ich noch mehr darauf achten, dass wir in bestimmten Dingen noch härter verhandeln und unsere Marktmacht ein bisschen besser ausnutzen.
00:46:21: Wir sind als Team einfach echt nett.
00:46:25: Und wir arbeiten sehr langfristig und Partnerschaft nicht zusammen.
00:46:32: Und das wird manchmal mit Weichheit verwechselt, was es nicht ist.
00:46:37: Und gerade die Kolleginnen und Kollegen bei Parfum Dreams sind Megaverhandler.
00:46:43: Die sind sensationell, aber da kann man das noch mal ein bisschen auf andere Bereiche übertragen.
00:46:48: Wenn ich das ... Aber eigentlich, die beiden Großen sind bei mir als Leute und die Personalsachen.
00:46:55: Ja, finde ich aber auch sehr ehrlich, sehr transparent.
00:46:59: Wenn du sagen würdest, und das ist die letzte Frage, One More Question, vielleicht ist sie gar nicht so kurz beantwortbar, aber wo siehst du jeweils Parfortreams und Niche Beauty in zehn Jahren, wenn deine Hypothese noch aufgehen?
00:47:13: Total Leading natürlich.
00:47:16: Nein, also Parfum Dreams ist ein großer europäischer Online-Pure-Player mit natürlich ein paar Ladengeschäften, aber ist jetzt nicht der Riesenfokus.
00:47:27: Wir haben ja auch genügend Türen, aber das ist jetzt nicht unser Riesenwachstumstreiber.
00:47:35: Und Parfum Dreams ist tatsächlich der Player, der sich durch Leading, Tech und State of the Art Tech Auszeichnet.
00:47:41: Also, you name it, da ist alles drin.
00:47:44: KI optimiert bis zum Get No Mega-Beauty-Beratung, alles tiptop, europäisch.
00:47:50: Und Niche und natürlich unter den Top-Für-Marktanteil.
00:47:55: Und Niche Beauty ist ein globaler Player und nach wie vor ganz starker Markenmacher, aber es ist eigentlich der einzige relevante globale Markenmacher, den es gibt.
00:48:05: Ich bin ganz begeistert.
00:48:06: Ich werde es auf jeden Fall sehr eng verfolgen.
00:48:08: Ich habe die beiden Plattformen auch vorher schon immer sehr treu begleitet.
00:48:13: Ich freue mich sehr, dass du heute da warst.
00:48:16: Ich habe mir viel von dem Gespräch gehofft und du hast noch mehr erfüllt.
00:48:18: Deswegen vielen, vielen Dank auch für deine Zeit.
00:48:21: Und ja, ich schau mir das alles ganz genau an und bin ganz gespannt.
00:48:24: Danke, es hat mega Spaß gemacht mit dir.
00:48:27: Das freut mich.
00:48:27: Tschüss.
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